Café Zähringer in Zürich

Wer in Zürich ein nettes Café bzw. Restaurant sucht, wird am Zähringerplatz fündig.

Rechts von uns sitzt der junge Väter, seine beiden Söhne sind ganz vertieft in ein Kinderbuch, welches sie im Regal gefunden haben. Später setzen sich eine ganz in schwarz gekleidete Frau mit Rastazöpfen und ihre Freunde zu uns an den langen Holztisch. Die Stimmung ist angenehm und warm. Das leckere (vegane) Essen und die freundliche Bedienung tragen natürlich auch dazu bei.

Veganes Mittagessen: Stroganoff
Vegane Knödel mit Pilzsauce und Gemüse –  sehr lecker!

A propos natürlich: „Das Café Zähringer bietet als selbstverwaltetes Restaurant à la Carte-Angebote, abwechslungsreiche Tagesmenus und für Langschläfer*innen ein grosses Frühstücksangebot bis 17 Uhr. Und (fast) alles hausgemacht und mit regionalen, biologischen und saisonalen Produkten“.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Mo, 18:00 – 24:00; Di–So 9:00–24:00
Zähringerplatz 11, 8001 Zürich

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Was tun mit Kraut am Stiel?

Als Mitglied des Generationengarten – einem gemeinnützigen Projekt auf dem Hafenareal in Basel – entdecke ich immer wieder Gemüsesorten, die mich kreativ werden lassen. So diesen Juli: Mangold oder Krautstiel – auch Stielmangold gennant.

Krautstiel
Krautstiel im Generationengarten

Vom Krautstiel kann man sowohl den Stiel (Stengel, weiss, gelb oder rot) wie auch die Blätter essen. Ein absolutes Zero Waste-Gemüse! Mangold enthält Karotin, Vitamin C und Ballaststoffe. Der Geschmack ist leicht erdig und erinnert an den verwandten Spinat.

Aber: „Krautstiele haben einen hohem Gehalt an Nitrat und Oxalsäure. Deshalb sollten sie nicht warmgehalten oder aufgewärmt werden“ (Gemuese.ch).

Kochen mit Krautstiel

Super einfach: Den Stiel und das Blatt kleinschneiden und in einem Topf mit kochendem, wenig gesalzenem Wasser blanchieren. Dann den Mangold abkühlen lassen und als Zutat unter den Sommersalat mischen.

Etwas aufwändiger: Eine Mangold-Quiche. Ich habe noch eine kleine Peperoni vom Garten reingetan und mit gelben Cherry-Tomaten „garniert“. Die Quiche habe ich für die 1. August-Feier zubereitet und sie kam bei den Gästen sehr gut an!

Mandold
Leckere Mangold-Quiche

Ein weiteres tolles vegetarisches Rezept habe ich bei Ilona und Michèle auf Ihrem Blog gefunden: Pizzoccheri della Valtellina.

Mangold richtig aufbewahren

Mangold macht sehr schnell schlapp – deshalb Stiel vom Blatt trennen, ein Küchentuch befeuchten, beides einwickeln und ab ins Gemüsefach des Kühlschrankes. So lässt er sich einige Tage aufbewahren.

Oder: Mangold blanchieren, trocknen lassen und im Tiefkühler aufbewahren.

Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe

Über die beiden Wintergemüse Topinambur und Pastinake habt ihr ja bereits einiges auf dem Blog gelesen. Die Suppe enthält zudem Ingwer und Limette – und gibt uns in dieser sehr kalten Jahrezeit (der kälteste Januar seit 30 Jahren!!) ein Plus an Vitamin C. Das winterliche Rezept wurde mir von Li_Reflection zur Verfügung gestellt.

Topinambur
Topinambur (© Li_Reflection)

Topinambur-Pastinake-Suppe

Du brauchst folgende Zutaten:

  • 200 g Topinambur
  • 200 g Pastinaken
  • Optional 1 Peperoni (rot) (Paprika) – Saison von Juni bis Oktober
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g frischer Ingwer
  • 2 EL Olivenöl
  • 700 ml Gemüsebouillon
  • 100 ml Hafersahne
  • 1 Limette (Saft)
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer und wer mag Chiliflocken
Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe
Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe (© Li_Reflection)

Pastinake und Topinambur schälen und in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden. Die Peperoni (Paprika) halbieren, entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Schalotten, die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und alles fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Schalotte, Knoblauch und Ingwer darin andünsten. Gemüse beifügen und kurz mitdünsten und die Gemüsebouillon dazugiessen. Die Suppe zugedeckt 20 Minuten kochen lassen. Am Ende der Garzeit Hafersahne und die Hälfte des Limettensafts zur Suppe geben und diese mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Die Suppe nach Belieben nochmals mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Chilifocken abschmecken.

Leckere Schwarzwurzelsuppe

Die Schwarzwurzel hat Saison von Oktober bis März. „Die Schwarzwurzel enthält Provitamin A, Vitamin B1, B2 und B3, C und E sowie sehr viel Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor. Darüber hinaus hat sie viel Eisen, Asparagin und Allantoin in sich“ (Meine Ernte). Ein super Gemüse also, das sich auch für leckere Suppen eignet. Gerne stelle ich Euch ein Rezept vor, dass ich im Winter sehr gerne koche.

Schwarzwurzel, Birsmattehof, Matthäusmarkt, Basel
Schwarzwurzel auf dem Markt

Das Rezept

Für ein Abendessen für 2 Personen benötigst Du:

  • ca. 300g Schwarzwurzeln (in Bio-Qualität)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50g Butter oder 2 EL Sonnenblumenöl
  • 3/4 l Gemüsebouillon
  • 1/4 l Halbrahm
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Muskat, evtl. 2-3 Tropfen Bio-Trüffelöl
Schwarzwurzel
Gesunde Schwarzwurzel-Suppe

Die Schwarzwurzeln entweder mit Handschuhen (sonst werden die Hände schwarz) oder unter fliessendem Wasser waschen, schälen und danach klein schneiden. Die Zwiebel schneiden und beides zusammen in Butter/Öl anschwitzen. Die Bouillon hinzufügen und solange köcheln, bis die Schwarzwurzeln weich sind (ca. 20 Minuten). Pürieren, würzen und den Halbrahm hinzufügen.

En Guete!

Pastinaken-Apfel-Suppe

Meine Freundin Li_Reflection macht wunderschöne Fotos (die Sie auf Instagram postet) und kocht wunderbar leckere Gerichte. Eines davon ist die Pastinaken-Apfel-Suppe, die ich Euch hier vorstellen darf.

Pastinaken

Pastinaken gehörten bis ins 18. Jahrhundert zu den Grundnahrungsmitteln. Sie wurden aber langsam von Kartoffeln und Karotten abgelöst. Ähnlich wie beim Sellerie eignet sich das Püree von Pastinaken gut als Beilage und für cremige Suppen. Sie hat Saison von Juli bis März und ist somit sehr lange verfügbar. Gemäss Schweizer Gemüse:
  • Enthält mehr Vitamin C als Karotten.
  • Das Pektin in den Kohlenhydraten wirkt darmregulierend.
  • Geschmacklich wie Karotten und Sellerie.
Pastinake-Apfel-Suppe
Die letzte Pastinake aus dem Garten (© Li_Reflection)

Pastinaken-Apfel-Suppe

Für die Suppe brauchst Du:

  • 500g Pastinaken
  • 1 (kleiner) Apfel, säuerlich
  • 0,5 l Gemüsebouillon
  • 150 ml Hafer-Rahm
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Öl
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer, evtl. Muskatnuss
Winter Suppe
Pastinaken-Apfel-Suppe (© Li_Reflection)

Die Zubereitung ist ganz einfach: Die Zwiebel hacken und in etwas neutralem Öl glasig dünsten, dann den Knoblauch zugeben. Die Pastinaken in grobe Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten mitdünsten. Die Gemüsebouillon in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Den Apfel schälen, reiben und für 10 Minuten mitkochen. Dadurch erhält die Suppe eine fruchtige Note. Den Rahm zugiessen und alles mit einem Stabmixer pürieren. Nach Wunsch noch mit etwas mehr Bouillon verdünnen und mit Muskatnuss abschmecken. En Guete!

John Baker – der Trendbäcker in Zürich

Nun war ich also in Zürich und habe die biologische Trendbäckerei „John Baker“ verpasst! Am Symposium Bio 3.0 in Bern lauschte ich dem Vortrag vom Geschäftsinhaber Jens Jung und erfuhr so zum ersten Mal über die Bäckerei. Diese ist mittlerweile bereits an zwei Standorten (Bahnhof Stadelhofen und Helvetiaplatz) zu finden.

Ich konnte die Bäckerei noch nicht persönlich besuchen. Am Symposium gab es jedoch eine Degustation von John’s Brot, das mir sehr gut geschmeckt hat.

John Baker verarbeitet nur regionale, ökologische Bioware (Getreide und Mehl sind Knospe-zertifiziert). Die Hefe ist nicht gen-manipuliert, sondern wird hausgezüchtet. Und der Teig bekommt die Zeit, die er braucht und das kann schon mal einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.

Kundinnen und Kunden, die keine Tüte wollen, bekommen einen Preisnachlass. Zero Waste wird also belohnt! Tolle Sache! Wer dennoch eine Verpackung nimmt, wird mit auffälliger Pistole darauf aufmerksam gemacht, den Sack doch bitte wieder zu verwenden.

Zudem wird das Brot, welches nicht verkauft wird, in die Äss-Bar ins Niederdorf gebracht (und die Äss-Bar habe ich schon persönlich besucht). Die Lieferung erfolgt natürlich nicht mit dem Auto, sondern per (Elektro-)Velo.

Und wo kaufst Du am liebsten Dein Brot ein?

Und es werden ständig mehr!

Umweltvorbild? Die Plattform «Vorbilder für die Welt von morgen» des Kantons Basel-Stadt zeigt Menschen, die im Rahmen eines Projekts, einer Organisation oder als Einzelpersonen ökologische oder soziale Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Den globalen Klimakatastrophen-Meldungen werden positive Geschichten aus Basel entgegen gestellt und damit Handlungsmöglichkeiten für jede und jeden aufgezeigt. Das finde ich eine sehr schöne Idee, deshalb stelle ich Euch diese Seite und ein paar Projekte kurz vor.

Geschichten von (momentan) 26 Menschen in Basel, die erfolgreich anders produzieren, konsumieren, wohnen, arbeiten und leben – für eine Welt von morgen!

Da gibt es zum Beispiel Stefanie, die in ihrem Kauf.Lokal „Emma“ regionale Produkte von Bauern verkauft. Berto Beat Dünki und Ursula Moser kämpfen im „Backwaren Outlet“ durch den Weiterverkauf von alten Backwaren gegen Foodwaste. Aurel Greiner findet, Computer und Handy wegzuwerfen oder ungenutzt liegen zu lassen, ist eine grosse Verschwendung. Er und sein Team sorgen dafür, dass alte funktionstüchtige Apple-Geräte und Handys wieder einen Nutzer finden. Und das Projekt „Social Meal„: Fremde willkommen heissen und auf Zeit eine Gemeinschaft sein: Samuel Ruegger, Mitentwickler von Social Meal, will Unbekannte an einen Tisch bringen. Landwirtschaft in der Stadt? Das gibt Rätsel auf. Im Gemeinschaftsgarten Landhof, dem charmantesten Flaggschiff der Bewegung Urban Agriculture Basel, offenbart sich das Geheimnis für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Der Garten ist offen für Bienen und Blindschleichen, ebenso für Menschen aller sozialen Schichten und Herkunft.

Und es gibt noch viele weitere spannende Projekte und Geschichten zu entdecken. Ich hoffe wirklich sehr, dass es immer wie mehr werden!

Mein Besuch am „ProSpecieRara-Buuremärt“

Am Sonntag, 4. September 2016 besuchten mein Freund und ich den ProSpecieRara Buuremärt in der Langen Erlen in Basel. ProSpecieRara ist eine schweizerische, nicht-Profit-orientierte Stiftung. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren. Der Markt war trotz durchzogenem Wetter gut besucht und es gab 20 interessante Stände, an denen man einkaufen oder sich verpflegen konnte.

Besonders beeindruckend war die farbenfrohe Vielfalt bei den Tomaten! Von gelb, grün, rot bis zu schwarz!

Der abwechslungsreiche Markt bot von Pflanzen und Frischgemüse über Wolle und Felle, Liköre und Schnäpse, Käse und Würste bis zu Eingemachtem und Gedörrtes – alles hergestellt aus seltenen Nutzpflanzen und aus Erzeugnissen seltener Tierrassen.

Unpassend fand ich den Crêpe-Stand. Nicht wegen den Crêpes (ich liebe Crêpes!), aber wegen den Zutaten: Nutella und ProSpecieRara passen für mich einfach nicht zusammen… Ansonsten war das Markterlebnis sehr schön, wir haben einen leckeren Tomaten-Kartoffel-Mozzarella-Salat gegessen und uns mit frischen, farbigen Tomaten und Bio-Tomatensauce sowie Käse eingedeckt.

Rüebli vom Balkon

Diesen Frühling hab ich zum allerersten Mal Karotten-Samen gepflanzt. Auf dem Balkon in einem grossen Topf. Die Pflänzlein sind schön gewachsen – nicht ganz alle, so dass noch eine Kartoffel in dem Topf Einzug gehalten hat. Und heute konnte ich mein erstes Rüebli ernten! Es hat eine ganz lustige Form und ich bin total stolz!

Habt ihr diesen Spruch als Kind auch gehört? „Karotten sind gut für die Augen! Oder hast Du schon mal einen Hasen mit Brille gesehen?“. Solange jedoch kein Vitamin-A-Mangel vorliegt, haben Möhren keinen Einfluss auf das Sehvermögen (Spiegel.de). Schade. Dennoch ist die Möhre sehr gesund, denn sie enthält viel Beta-Carotin (Provitamin A), sowie Vitamin B6, B1 und B2. Auch mit dem für unsere Abwehrkräfte wichtigen Vitamin C und dem Radikalfänger Vitamin E kann das orangefarbene Gemüse punkten (Gesundheit.de).

Und: Das Möhrengrün kann auch gegessen werden! Es kann z.B. als Petersilien-Ersatz verwendet werden oder man kann ein Pesto daraus machen.