Äss-Bar jetzt in Basel

Die Äss-Bar hat in Basel ihre erste Filiale eröffnet. Ab sofort können in der Spalenvorstadt 41 (Nähe Uni)  Backwaren «frisch von gestern» zum halben Preis oder weniger gekauft werden.

Backwaren frisch von gestern
Äss-Bar in Basel

Die Äss-Bar verhindert die Entsorgung von über 250 Tonnen Backwaren jährlich. Dies entspricht einer CO2-Reduktion von über 225’000kg!

Ein Konzept, das mich persönlich sehr überzeugt. Und welches bereits im Gundeli mit dem Backwaren Outlet existiert.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 7.30 – 18.30 Uhr, Samstag, 9 – 16 Uhr.

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John Baker – der Trendbäcker in Zürich

Nun war ich also in Zürich und habe die biologische Trendbäckerei „John Baker“ verpasst! Am Symposium Bio 3.0 in Bern lauschte ich dem Vortrag vom Geschäftsinhaber Jens Jung und erfuhr so zum ersten Mal über die Bäckerei. Diese ist mittlerweile bereits an zwei Standorten (Bahnhof Stadelhofen und Helvetiaplatz) zu finden.

Ich konnte die Bäckerei noch nicht persönlich besuchen. Am Symposium gab es jedoch eine Degustation von John’s Brot, das mir sehr gut geschmeckt hat.

John Baker verarbeitet nur regionale, ökologische Bioware (Getreide und Mehl sind Knospe-zertifiziert). Die Hefe ist nicht gen-manipuliert, sondern wird hausgezüchtet. Und der Teig bekommt die Zeit, die er braucht und das kann schon mal einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.

Kundinnen und Kunden, die keine Tüte wollen, bekommen einen Preisnachlass. Zero Waste wird also belohnt! Tolle Sache! Wer dennoch eine Verpackung nimmt, wird mit auffälliger Pistole darauf aufmerksam gemacht, den Sack doch bitte wieder zu verwenden.

Zudem wird das Brot, welches nicht verkauft wird, in die Äss-Bar ins Niederdorf gebracht (und die Äss-Bar habe ich schon persönlich besucht). Die Lieferung erfolgt natürlich nicht mit dem Auto, sondern per (Elektro-)Velo.

Und wo kaufst Du am liebsten Dein Brot ein?

Und es werden ständig mehr!

Umweltvorbild? Die Plattform «Vorbilder für die Welt von morgen» des Kantons Basel-Stadt zeigt Menschen, die im Rahmen eines Projekts, einer Organisation oder als Einzelpersonen ökologische oder soziale Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Den globalen Klimakatastrophen-Meldungen werden positive Geschichten aus Basel entgegen gestellt und damit Handlungsmöglichkeiten für jede und jeden aufgezeigt. Das finde ich eine sehr schöne Idee, deshalb stelle ich Euch diese Seite und ein paar Projekte kurz vor.

Geschichten von (momentan) 26 Menschen in Basel, die erfolgreich anders produzieren, konsumieren, wohnen, arbeiten und leben – für eine Welt von morgen!

Da gibt es zum Beispiel Stefanie, die in ihrem Kauf.Lokal „Emma“ regionale Produkte von Bauern verkauft. Berto Beat Dünki und Ursula Moser kämpfen im „Backwaren Outlet“ durch den Weiterverkauf von alten Backwaren gegen Foodwaste. Aurel Greiner findet, Computer und Handy wegzuwerfen oder ungenutzt liegen zu lassen, ist eine grosse Verschwendung. Er und sein Team sorgen dafür, dass alte funktionstüchtige Apple-Geräte und Handys wieder einen Nutzer finden. Und das Projekt „Social Meal„: Fremde willkommen heissen und auf Zeit eine Gemeinschaft sein: Samuel Ruegger, Mitentwickler von Social Meal, will Unbekannte an einen Tisch bringen. Landwirtschaft in der Stadt? Das gibt Rätsel auf. Im Gemeinschaftsgarten Landhof, dem charmantesten Flaggschiff der Bewegung Urban Agriculture Basel, offenbart sich das Geheimnis für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Der Garten ist offen für Bienen und Blindschleichen, ebenso für Menschen aller sozialen Schichten und Herkunft.

Und es gibt noch viele weitere spannende Projekte und Geschichten zu entdecken. Ich hoffe wirklich sehr, dass es immer wie mehr werden!

Der Hofladen in der Stadt

Das kauf lokal „emma“ befindet sich im Herzen des St. Johanns in Basel. Ich treffe Stefanie, die Inhaberin von emma. Während unserem Gespräch kommt ein kleines Mädchen vorbei, sie holt Brot ab. Ein älteres Paar lässt sich Bio-Schafskäse aus dem Jura einpacken und bestaunt die vielen verschiedenen Konfis und Gelées.

Vor über einem Jahr – am 20.5.2015 – hat das kauf lokal in der Jungstrasse 33 eröffnet. Und sich schnell zum beliebten Quartierlädeli entwickelt, in dem man auch einfach mal einen netten Schwatz halten kann. Stefanie hat das Lokal eröffnet, weil es ihr ein eigenes Bedürfnis war, regionale Produkte auch in der Stadt einkaufen zu können. So kündigte sie ihre Festanstellung, um sich fortan um „emma“ kümmern zu können. Sie besuchte viele Bauernhöfe in der Region, knüpfte Kontakte, probierte alle Produkte selber aus und arbeitet in jedem Betrieb auch in der Produktion mit. Auch heute noch holt sie alle Produkte bei den Bauern persönlich ab.

Regional und Zero Waste

Das Lokal ist schlicht eingerichtet, der Fokus richtet sich aufs Wesentliche: auf die regionalen und frischen Produkte. Tierische Produkte wie Eier, Milch, Butter und Käse sind aus Bio-Produktion. Neben den Lebensmitteln kann man auch Seifen, Kerzen, handgefertigtes Porzellan oder Handcreme aus der Region erwerben.

Wer „Zero Waste“ einkaufen möchte, also ohne Abfall zu produzieren, kann mit einem eigenen Behälter kommen. Milch ist sowieso in Mehrweg-Glasflaschen abgefüllt und Plastiksäcke sucht man bei emma vergebens.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Freitag, 10.00 – 18.30 Uhr, Donnerstag, 13.00 – 18.30 Uhr, Samstag, 10.00 – 13.00 Uhr.

Was tun mit altem Brot?

Es passiert auch bei uns in der WG immer wieder: Es wurde zu viel Brot eingekauft. So langsam wird es alt und hart… Wegwerfen ist jedoch viel zu schade! Hier ein paar Ideen, welche Gerichte sich mit altem Brot zaubern lassen.

Tipps von Foodwaste.ch:  „Aus altem, noch nicht ganz trockenem, Brot kannst du Croutons für Salate oder Suppen machen. Aus sehr trockenem Brot kannst du Paniermehl machen“.

Auf srf.ch ist zu lesen: „Altes, hartes Brot ist die Grundlage für eine Reihe von schmackhaften salzigen und süssen Gerichten mit Tradition. Zu Ersteren gehören beispielsweise die Brotsuppe mit Zwiebeln oder der Brotgratin. Ein Sommer-Hit ist der toskanische Brotsalat, die Panzanella.“

Da gerade nicht Sommer ist, entscheide ich mich, einen Walliser Brotgratin zuzubereiten. Dafür brauchst Du folgende Zutaten:

250g (altes) Brot, 1 grosse Fleischtomate, 400 g Bio-Raclettekäse, 1 Prise Salz, 1 Prise Paprika, 1 paar Blätter Basilikum, Weisswein, evtl. Senf.

Wir haben 4 Tage altes Brot verwendet, das konnte man gerade noch in Scheiben schneiden. Dann das Brot in eine Gratinform legen, mit Weisswein beträufeln, (für die, die es mögen: Brot mit Senf bestreichen), mit Käsescheiben und Tomaten belegen, salzen und pfeffern, Basilikumblätter drauftun. Dann eine zweite Schicht nach dem selben Prinzip. Ofen auf 230 Grad vorheizen und den Brotgratin 30 Minuten backen. Vor dem Servieren kann man noch ein bisschen Paprika drüber streuen. En Guete!

„Bei den süssen Zubereitungen zählen Speisen wie Vogelheu, Fotzelschnitten und Apfelrösti zu den beliebten Klassikern der Brotrestenverwertung. Und im Tessin hat die Torta di pane, die Brottorte, gar den Status einer der bekanntesten regionalen Spezialitäten erlangt. (srf)“

Fotzelschnitten (Arme Ritter, Pavesen oder auch „French Toast“ genannt) lassen sich sehr einfach zubereiten. Für 2 Personen brauchst Du ca. 300g Brot, 2 dl Milch, 2 – 3 Bio-Eier, eine Prise Salz, Öl/Butter und Apfelmus, Zimt, Zucker.

Das Weissbrot (ein Baguette) war wieder 4 Tage alt, schneiden ging aber noch. Milch und Eier (mit Gabel verrührt und leicht gesalzen) je in eine Schale füllen. Die Brotscheiben zuerst in der Milch baden, dann in der Eiermasse und ab in die Pfanne mit den Schnitten. Goldgelb backen und mit Zimt, Zucker und Apfelmus servieren.

Fotzelschnitten

Die Gerichte sind so lecker, dass es sich für Baslerinnen und Basler sogar lohnt, extra ein Brot vom Vortag aus dem BackwarenOutlet zu holen! 🙂

Und was ist Dein Lieblingsrezept mit altem Brot?

Na(s)chhaltigkeit in Basel

Eine na(s)chhaltige neue Entdeckung im Gundeli-Quartier (Güterstrasse 120, gleich beim Hintereingang Bahnhof SBB, Basel) ist das BackwarenOutlet. Dieses hat vor knapp 2 Monaten seine Türen geöffnet und es werden Backwaren vom Vortag zum halben Preis verkauft.

Gemäss Foodwaste.ch werden 56% aller Backwaren weggeworfen. Das Outlet mit den Inhabern Ursula Moser und Berto Beat Dünki setzt ein klares Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Bei kleinen Bäckereien in der Stadt, im Baselbiet und im Fricktal werden die Gipfeli, Brote, Kuchen, etc. abgeholt. Was bis 18.30 Uhr nicht verkauft wird, verteilen die Mitarbeitenden an der Tramhaltestelle.

Ich hatte die Möglichkeit, mit Berto zu telefonieren und mehr über das Konzept herauszufinden. Der 62-Jährige Berto sieht das BackwarenOutlet als ein sozialwirtschaftliches Unternehmen.

  • So gibt es zum Beispiel eine „Post-It-Zettelwand„. Die funktioniert so: Ich als Kunde verlange nach einem Post-It-Zettel, schreibe einen Betrag darauf und bezahle diesen. Ein anderer Kunde, dem es finanziell nicht so gut geht, und sich vielleicht ein Brot kaufen möchte, nimmt sich die Post-It-Zettel mit entsprechendem Betrag und bezahlt damit seine Backwaren.
  • Weiter gibt es die „Coupon-Bons„, die für Firmen, Vereine etc. gedacht sind. Wenn diese Coupons benutzt werden, fliesst 1/3 des Betrages an eine gemeinnützige Institution.
  • Das BackwarenOutlet ist zudem neu Mitglied bei der lokalen Basler Währung NetzBon.
  • Da das BackwarenOutlet zwei Schaufenster hat, haben sich die Inhaber Ursula und Berto folgendes überlegt: Ein Schaufenster soll kostenlos an KMU, Projekte, Stiftungen, Institutionen, Kultur- und Sozialbetriebe, Handwerker etc. angeboten werden, die z.B. ein Nachhaltigkeitsthema vermitteln möchten. Kunstschaffende sollen dann dieses Thema gestalterisch umsetzen. Der Architekt und Kreative Beat Fischer arbeitet als erster Gestalter am Samstag, 23. Januar 2016 ab 6.30 in der Früh am linken, kleineren Schaufenster, welches die Botschaft für Backwaren, Torten, Sandwiches, Patisserien übernehmen will.

Das BackwarenOutlet ist gemütlich mit Second Hand-Möbeln eingerichtet – auch die vollautomatische Kaffeemaschine ist aus zweiter Hand. Es hat zwei kleine Tische und bietet Platz für 6 Personen. So kann man gemütlich ein Znüni, Zmittag oder Zvieri einnehmen. Dazu gibt es Tee oder Kaffee. Wir hatten je ein Stück Pizza, das uns warm gemacht wurde. Zum Dessert gab’s Vermicelles und ein Stück Schoko-Torte. Mitgenommen haben wir noch was Süsses für Unterwegs und ein Vollkornbrot.

Es gibt auch die Möglichkeit, im BackwarenOutlet Geburtstag zu feiern mit „einer Handvoll Gästen“. Aus dem Outlet-Bereich gibt es für die Gruppe alles kostenlos, den Prosecco muss man einfach selber mitbringen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 6.30 – 18.30 Uhr, Samstag, 6.30 – 17 Uhr.

Guten Morgen Joseph!

Bei einem Wienbesuch darf auch ein Abstecher zur Joseph-Bäckerei nicht fehlen. Mein Freund und ich waren zu einem späten, zweiten Frühstück an der Landstrasser Haupstrasse 4 anzutreffen. Dort befindet sich nämlich das Bistro von Joseph. Als besonders gemütlich würde ich es nicht beschreiben, aber hell & freundlich mit effizientem Service.

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Was macht nun den Joseph zu etwas Besonderem?

  • Alle Zutaten sind 100% biologisch und möglichst aus der Region.
  • Der Teig wird von Hand geknetet, ruht bis zu 48 Stunden lang und wird danach 2x gebacken.

Wir haben das „Joseph Vegetarian Omlett“ (EUR 7.10) und einen „Beauty and the Beets“-Smoothie (EUR 4.60) ausprobiert. Der Smoothie wird in einem hübschen Glas – leider mit Strohhalm – serviert.

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Öffnungszeiten Bistro: Montag – Freitag, 8.00 – 21.00 Uhr, Samstag, Sonntag & Feiertage 8.00 – 18.00 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 4, 1030 Wien. Bequem zu erreichen mit der U3 und U4.