Äss-Bar jetzt in Basel

Die Äss-Bar hat in Basel ihre erste Filiale eröffnet. Ab sofort können in der Spalenvorstadt 41 (Nähe Uni)  Backwaren «frisch von gestern» zum halben Preis oder weniger gekauft werden.

Backwaren frisch von gestern
Äss-Bar in Basel

Die Äss-Bar verhindert die Entsorgung von über 250 Tonnen Backwaren jährlich. Dies entspricht einer CO2-Reduktion von über 225’000kg!

Ein Konzept, das mich persönlich sehr überzeugt. Und welches bereits im Gundeli mit dem Backwaren Outlet existiert.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 7.30 – 18.30 Uhr, Samstag, 9 – 16 Uhr.

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Informatives Buch: Food Crash

Das Buch „Food Crash – wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ von Felix zu Löwenstein hat mir sehr gut gefallen. Er schildert viele persönliche Beispiele, die das Buch anschaulich machen. Zudem stützt er seine Aussagen auf wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Der Autor stellt kritische Fragen, die ich Euch gerne mit den Antworten wiedergeben möchte.

Ist das Welternährungsproblem tatsächlich ein Produktivitätsproblem?

Felix zu Löwenstein sieht andere Gründe wie z.B.

  • Degradation durch falschen Ackerbau, Überweidung, Entwaldung, Versalzung der Böden > Verlust zwischen 1950 und 1990 von einem Drittel der fruchtbaren Böden weltweit!
  • Die Grasfresser Rind und Schaf wurden vom Nahrungspartner, der für die unmittelbare Produktion menschlicher Lebensmittel ungeeignete Grünlandflächen in Fleisch und Milch umwandelt, zum Nahrungskonkurrenten des Menschen. Dies deshalb, weil wir Futterpflanzen für die Tiere anbauen, anstatt Nahrungspflanzen für uns.
  • Unser Fleischkonsum muss reduziert und schwerpunktmässig auf Fleisch umgelenkt werden, das auf Grünland erzeugt wurde – also auf Flächen, auf denen keine Nahrungskonkurrenz zum Menschen stattfindet.
  • Food Waste > dies könnte durch sorgfältige Planung und Nutzung der Lebensmittel vermieden werden.

So ist das Fazit nicht überraschend: Nicht die Produktivität der Fläche ist der entscheidende Faktor für die Unterernährung einer Milliarde Menschen, sondern soziale und wirtschaftliche Missstände, die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Lebensstil eines Teiles der Weltbevölkerung, der für sich einen unverhältnismässig hohen Anteil der Ressourcen dieser Erde in Anspruch nimmt!

Humus zur Bekämpfung des Klimawandels

Seit Beginn der modernen Landwirtschaft im 19. Jahrhundert wurde der Humusgehalt in unseren Böden dramatisch verringert. Es gibt viele Untersuchungen, die zeigen, wie es durch die Umstellung auf ökologischen Landbau zum Aufbau von Humus und damit zur Bindung von CO2 kommt.

Was kann ich tun?

Ich finde es immer gut, wenn den Leserinnen und Lesern konkrete Tipps an die Hand gegeben werden, was wir selber tun können. Felix zu Löwenstein macht genau dies in seinem letzten Kapitel. Er schlägt folgendes vor:

  1. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel
  2. Kaufen Sie regional und saisonal
  3. Werden Sie selbst zum Erzeuger – sei es auf dem Fensterbrett oder bei einer Urban Agriculture Initiative
  4. „Eat Food“, soll heissen: vermehrt landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln, Gemüse, Früchte, Fleisch, Eier, Milch selber verarbeiten anstatt fixfertige Menüs zu kaufen
  5. Weniger Fleisch essen, da Fleisch ein sehr CO2-intensiver Rohstoff ist
  6. Nachhaltigen Fisch kaufen

Felix zu Löwenstein - Autor von Food Crash
Felix zu Löwenstein – Autor von Food Crash
Wer noch mehr wissen möchte: Bei Bio Suisse ist kürzlich ein Interview mit Dr. Felix Prinz zu Löwenstein erschienen.