Café Zähringer in Zürich

Wer in Zürich ein nettes Café bzw. Restaurant sucht, wird am Zähringerplatz fündig.

Rechts von uns sitzt der junge Väter, seine beiden Söhne sind ganz vertieft in ein Kinderbuch, welches sie im Regal gefunden haben. Später setzen sich eine ganz in schwarz gekleidete Frau mit Rastazöpfen und ihre Freunde zu uns an den langen Holztisch. Die Stimmung ist angenehm und warm. Das leckere (vegane) Essen und die freundliche Bedienung tragen natürlich auch dazu bei.

Veganes Mittagessen: Stroganoff
Vegane Knödel mit Pilzsauce und Gemüse –  sehr lecker!

A propos natürlich: „Das Café Zähringer bietet als selbstverwaltetes Restaurant à la Carte-Angebote, abwechslungsreiche Tagesmenus und für Langschläfer*innen ein grosses Frühstücksangebot bis 17 Uhr. Und (fast) alles hausgemacht und mit regionalen, biologischen und saisonalen Produkten“.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Mo, 18:00 – 24:00; Di–So 9:00–24:00
Zähringerplatz 11, 8001 Zürich

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Zero Waste Restaurant in Basel

Mit grosser Begeisterung habe ich vom ersten „Zero Waste Restaurant“ in Basel erfahren. Initiiert wurde es von pureTaste – einer Initiative aus Basel gegen Food Waste. Es heisst ganz simpel „Mittagspause“ und der Name ist Programm, denn das Restaurant hat nur über Mittag geöffnet – gekocht wird mit übriggebliebenen Lebensmitteln, welche es aus Gründen der Standardisierung, hoher Produktion, perfekter Reife und fehlendem Absatzmarkt nicht in den Verkauf schafften:

Ab 1. November 2017 jeweils Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 12.00 – 13.30 Uhr im Quartiertreffpunkt Kleinhüningen, Kleinhüningerstrasse 205, 4057 Basel

Bio-Gemüsemarkt gegen Foodwaste

Ein weiteres tolles Angebot ist der wöchentliche «Standard war gestern»-Gemüsemarkt in den Quartiertreffpunkten LoLa (Lothringerstrasse 63, 4056 Basel) und Kleinhüningen, jeweils Freitags von 16.00 – 19.00 Uhr.

Zero Waste
Zero Waste Gemüsemarkt in Basel

Das gerettete Gemüse kommt direkt ins Quartier in den Verkauf, den Wert bestimmst du. Bring deine eigene Tasche mit. Ob klein, krumm, hässlich, aber qualitativ hochwertig – die Lebensmittel werden direkt vom Bauern auf den Markt gebracht. Frisches Bio-Gemüse aus der Region, welches es nicht in den Verkauf geschafft hat. Finde ich eine super Sache!!

Zero Waste Fermentation Factory

Neben dem Restaurant und dem Markt gibt es noch die „Zero Waste Fermentation Factory„: Die Saison wird verlängert, indem Gemüse und Fleisch im Glas konserviert wird – immer wieder neu. Das Sortiment passt sich immer wieder an das Rohprodukt an – manchmal viel, manchmal weniger, manchmal anders. Die Produkte können online bestellt werden.

Sustainable Bristol

Bristol ist die sechstgrösste Stadt in England und hat circa 450’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Über die Stadt verstreut finden sich einige Werke des Graffiti-Künstlers Banksy, der in Bristol geboren wurde.

6 gute Gründe für einen Besuch in Bristol

  1. Bristol hat seit über 3 Jahren eine lokale Währung, was ich super finde! Diese kann in über 800 Geschäften eingesetzt werden. Über lokale Währungen und die Vorteile davon – auch in Basel – habe ich bereits geschrieben.

    2. Refill Bristol – ein super Projekt, um Plastikflaschen zu reduzieren. In der ganzen Stadt gibt es ca. 200 Auffüll-Stationen (Cafés, Bars, Restaurants, aber auch Banken, Gallerien und Museen). Diese haben einen runden, blauen Kleber auf ihrem Fenster, so dass durstige Passanten wissen: Hier kann ich meine Trinkflasche kostenlos auffüllen!

    3. Tolle Bio-Cafés! Im Folk House Café werden nur biologische und nachhaltige Zutaten verwendet, oft von lokalen Produzenten. Empfehle ich gerne für ein leckeres Frühstück, welches mit Bristol Pounds bezahlt werden kann.

    Im Organic Café von Better Food (u.a. beim Wapping Wharf) bekommt man das leckere und typisch Englische „Millionaire’s Shortbread“. Es gibt auch einen biologischen Brunch, frische Säfte, Sandwiches und Salate. Auch die Better Food Company nimmt gerne Bristol Pounds.

    Organic Café
    Organic Café

    4. Plant lovers‘ paradise bei der Clifton Suspension Bridge: Der St. Vincent’s Rock ist die Heimat von über 100 verschiedenen Pflanzen.

    Bristol
    St. Vincent’s Rock

    5. Mabboo: Ein unabhängiges Team mit Sitz in Bristol, welches fair produzierte, biologische Kleidung und Accessoires aus Bambus verkauft – inkl. Bambuszahnbürsten! Diese sind 100% biologisch abbaubar – die Borsten jedoch nicht, diese sind aus Bambus und Nylon, aber frei von Phthalat, PVC & BPA. Und auch hier werden Bristol Pounds gerne genommen.

    Mabboo
    Bambuszahnbürsten von Mabboo

    6. Bristol ist eine „essbare Stadt“: Edible Bristol mit dem Motto „If you eat, you’re in“ ist ein inspirierendes Projekt, welches die Leute motiviert, die Lebensmittelproduktion wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Über Bristol verstreut liegen über 30 „essbare Gärten“ in Parks, Strassenecken und Zugstationen.

    Viel Spass beim Entdecken von Bristol!

Die schönsten Bio-Cafés in Ubud

Eine Reise auf Bali ist nicht komplett ohne wenigsten ein paar Tage in Ubud zu verbringen. Ubud ist das kulturelle Zentrum von Bali, ein Ort für Yoginis & Gurus, mitten in Reisfeldern gelegen. In Ubud ist es besonders leicht, sich vegan, vegetarisch oder mit Rohkost zu ernähren – und dies häufig in Bio-Qualität!

Bali, Ubud
Reisfelder um Ubud

Warum Bio?

Die Vorteile von biologischer Ernährung sind klar: Keine Pestizide (d.h. es werden keine chemisch-synthetische Mittel eingesetzt), Förderung der Biodiversität, die Produkte sind nicht gentechnisch verändert und das Tierwohl steht im Zentrum.

Bio-Cafés in Ubud

Hier meine Top-Tipps für die schönsten Bio-Cafés in und um Ubud:

Juice Ja Cafe, Jl. Dewi Sita: Dieses nette Café würde ich für ein Mittagessen oder eine Pause am Nachmittag auf jeden Fall empfehlen. Die Produkte, welche verwendet werden, sind so lokal und biologisch wie möglich. Die meisten Zutaten stammen vom eigenen Gemüse- & Fruchtbauernhof ausserhalb von Ubud. Neben gutem Essen und feinen Säften kann man auch Produkte wie Bio-Brot von „Brotzeit“ (der German Organic Bakery) oder Strohhalme aus Bambus, Glas (von Be Organic) oder Edelstahl kaufen (da habe ich gleich zugeschlagen!). Juice Ja Cafe entspricht den Richtlinien von Slow Food Bali, d.h. die Produkte sind „good, clean & fair“.

Café Warung Bodag Maliah (besser bekannt als „Sari Organik„): Wunderschön mitten in den Reisfeldern gelegen bekommt man Bio-Kost (Gemüse und Reis ohne Chemie)! Das Café liegt etwas ausserhalb von Ubud – man kann mit dem Roller hin, viel schöner ist es jedoch, dies mit einem ca. 1-stündigen Spaziergang zu verknüpfen. Wir haben dies am späten Nachmittag gemacht und die Stimmung war einfach wunderschön.

Atman Nourish Cafe: Dies ist mein absolutes Lieblingscafé in Ubud! Nach hinten ist man weg von der lärmigen Strasse und kann den Blick auf Reisfelder geniessen. Das Essen ist biologisch, sehr lecker und die Bedienung super freundlich.

Bali, Ubud
Atman Nourish Café

KAFE, Jln. Hanoman 44b: Das KAFE hat eine tolle Karte und man kann auch im ersten Stock auf der Terrasse sitzen. Es ist jeden Tag von 7.00 bis 23 geöffnet. Das KAFE, welches 2005 eröffnet wurde, verwendet lokale Produkte, die biologisch und frei von Chemiekalien sind. Zudem war es das erste Restaurant in Ubud, welches ganz klar Nein zu Plastikstrohhalmen sagte – so können 2’000 Strohhalme pro Monat (!) vermieden werden. Zudem kann man im KAFE „Alkaline Water“ beziehen und sich seine Wasserflasche gegen Gebühr auffüllen lassen. Ein weiteres Plus im Kampf gegen Plastik! Auch Recycling ist für das KAFE wichtig.

Soma Cafe Ubud: Das Soma hat einen schönen, ruhigen Aussensitzplatz und bietet frisches, lokales und biologisches Essen an. Das Café ist Teil von Slow Food.

Soma, Organic Ubud
Aussenbereich des Soma, Ubud ©Soma Café

Earth Café: Hier haben wir Rohkost-Süssigkeiten genossen. Das Earth Café ist etwas teurer. Dafür bekommt der Gast veganes Essen, welches auf macrobiotischen Prinzipien beruht. Es ist (wenn immer möglich) biologisch, und das Gemüse ist von zertifizierten biologischen Bauern. Gentechnisch veränderte Lebensmittel werden nicht verwendet („say NO to GMO!“). Es hat eine kleine Café-Bar im Erdgeschoss, gleich daneben befindet sich der Bio-Laden Earth Market. Im ersten Stock ist das Restaurant.

Bio-Markt in Ubud

Zweimal in der Woche gibt es einen Bio-Markt. Ich war am Samstag beim Pizza Bagus. Der Markt dauert von 9-14 Uhr. Juice Ja Café ist auch da, dort könnte ich mir die letzten Bio-Mangas der Saison kaufen! Es gibt auch hausgemachte Konfitüren und Chutneys, Gemüse, Säfte und Tees. Ein sehr sympathischer kleiner Markt, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Sass da Grüm – wo Fuchs und Heidschnuck sich gute Nacht sagen

Auffahrt (Christi Himmelfahrt), das bedeutet für uns: ein langes Wochenende! Mit Zug, Bus und zu Fuss geht es ins wunderschön gelegene Bio-Hotel Sass da Grüm im Tessin. Nach einem Aufstieg von circa 30 Minuten werden wir von der strahlenden Gastgeberin Elisabeth empfangen.

Sass da Grüm
Blick auf Sass da Grüm

Sass da Grüm liegt 660 Meter über dem Lago Maggiore und ist ein wissenschaftlich ausgewiesener „Ort der Kraft“. Das sind spezielle Plätze auf der Erde, die über eine ganz besondere Energie verfügen. Der Inhaber Peter lädt jeden Abend zu einer geleiteten Meditation an diesem speziellen Ort und erzählt auch gerne noch eine spannende, historische Geschichte.

Für mich ein grosses Plus des Hotels: die vegetarische Bio-Küche! Die gesamte Hotelanlage ist biologisch gebaut und der Betrieb wird nach ökologischen Grundsätzen geführt. Zudem leben auf der Weide 3 graue, gehörnte Heidschnucken. Diese sind anspruchslos und zur Landschaftspflege besonders geeignet. Ich hab es genossen, diese drei Tiere zu beobachten. Und dann, am Abend auf dem Balkon, läuft einfach so auf dem Wanderweg ein Fuchs vorbei!

Heidschnucke
Graue gehörnte Heidschnucke

Die Tage verbringen wir mit Wanderungen z.B. zum eindrücklichen Wasserfall bei Monti di Gerri oder hinauf zur Alpe Cedullo, die selbstgemachten Ziegenkäse anbietet.

Und danach gibt’s eine Abkühlung im Pool mit Blick auf Locarno und den Lago Maggiore.

Pool von Sass das Grüm
Blick vom Pool auf den Lago Maggiore

Wie habt ihr das lange Wochenende verbracht?

Biologisch essen in Bologna

Die Ostertage verbrachten wir in Bologna – auch „die Fette“ genannt. Hier gibt es an jeder Ecke was zu essen und die wunderschönen Arkaden laden zum Flanieren ein. Doch wie grün ist Bologna? Hier meine Highlights!

Bologna
Stadtbild von Bologna

Das untere Ende der Via Mascarella ist nicht so belebt, wie das sonst in der Innenstadt der Fall ist. Dafür befinden sich an ihr 2 biologische Restaurants und ein Bio-Laden.

Bar Restaurant Estravagario

Die Küche ist vegan und vegetarisch sowie biologisch. Auch auf Fair Trade wird grossen Wert gelegt. Man kann draussen sitzen, wenn auch direkt an der Strasse. Wir hatten dreierlei Antipasti, die Käseplatte mit Konfi und eine Art Gemüsecalzone mit Topinambur (kalt) und Salat. Getrunken haben wir ein Bio-Chinotto und ein Bio-Mate. Die Bedienung war freundlich und verstand etwas Englisch. Die Besitzer sind Koch, Barman, Bauer und soziale Aktivisten gleichzeitig. Das Essen hat uns gut geschmeckt. Daumen hoch für dieses Restaurant!

Via Mascarella 81H. Montag bis Samstag ab 11.00 Uhr. Sonntag geschlossen.

Alchemilla


In diesem Bistro/Take-away haben wir nicht gegessen. Sofort aufgefallen ist uns jedoch das große Bild an der Außenwand! Es hat nur einen langen Tisch (Platz für ca. 8 Personen) und ist wohl eher als Take away gedacht. Für ein Mittagessen könnte ich es mir gut vorstellen, für abends eher weniger. Das alchemilla hat eine vegane & vegetarische Bio-Küche, auch Rohkost wird geboten. Und es wird komplett auf Palmöl verzichtet.
Via Mascarella 76/A.
Montag – Freitag. Mittagessen: 11.00-15.00; Abendessen: 18.00-22.30.

Chlorofilla – Ristorante Naturale

Dieses Restaurant haben wir beim Flanieren entdeckt, es jedoch nicht getestet. Es hat vegane & vegetarische Speisen, aber auch Fisch auf der Karte. Gemäss Website existiert das Restaurant seit 1984.  Es ist jedoch nicht biologisch – schade. Auf der Menükarte fand sich jedoch eine Bio-Fussili.

Strada Maggiore 64/c, 40125 Bologna

Fazit: Auch in der italienischen Stadt Bologna lassen sich nachhaltige Ecken entdecken! 🙂

Auszeit im Schwarzwald

Das Wochenende starten meine Freundin und ich mit einem ausgiebigen Brunch im Les Garecons am Badischen Bahnhof: Kaffee-, Tee- und Schokoladenprodukte sind Bio und Fairtrade und auch die Frischmilch aus der Region Basel ist Bio. Zudem gibt es auch ein veganes Frühstück! Sehr lecker! Dann geht’s los: Zug, Bus und nochmals ein sehr kleiner Bus bringen uns in das verschlafene Dorf Neuenweg im Schwarzwald. Dort steht schon Brigitte vom Gästehaus Birkenhof, die uns zu Ihrem Bauernhof mitnimmt. Ankommen, Seele baumeln lassen, die März-Sonne geniessen…

Das Gästehaus liegt idyllisch, mit Weitblick, nahe des Belchens (1’414 m ü M) und mitten im Biosphärengebiet Schwarzwald. Das Haus bezieht Öko-Strom aus der Region und das Warmwasser wird mit der eigenen Solaranlage erwärmt. Auf dem Hof wohnen auch noch Kaninchen, die gerade Junge haben (sehr süss!), eine Katze, die Labrador-Mischlingshündin Lilla (ganz ein toller Hund) und Ziegen.

Im Vorfeld haben wir ein 2-stündiges Trekking mit den Lamas gebucht. Wusstet ihr, dass Lamas sehr gut sehen und hören?

An meiner Seite läuft Regia (die Königliche), meine Freundin wird von Mariella begleitet. Samba, das Lama-Junge (2.5 Jahre alt) tobt wild herum.

Schwarzwald
Ich und das Lama

Nach dem Trekking gibt es ein feines biologisches Abendessen mit Dessert (Schokoküchlein, mhhh). Die sehr grosse Bibliothek lädt zum Schmöckern ein, da reicht ein Wochenende nicht! Nach einer sehr ruhigen Nacht starten wir den Tag mit einem Frühstück: Es gibt alles, was das Herz begehrt; hausgemachten Zopf und frischen Kräuter-Quark inklusive. Brigitte nimmt sich sehr viel Zeit für uns – und sie erzählt uns einiges über die Bachblüten-Therapie. Darüber wusste ich noch nicht viel, und es ist sehr faszinierend. Dann macht sie mit uns einen Rundgang durch den Permakultur-Garten.

Der Abschied von den herzlichen Gastgebern Brigitte und Peter fällt schwer. Für uns geht es zu Fuss ca. 9 km nach Schönau. Eine wunderschöne Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter.

Wir werden sicher wiederkommen!

Im Garten von Lucas – Madrid

Im Quartier Chueca in Madrid, genauer in der Calle San Lucas 13, befindet sich der „Gemüsegarten von Lucas“ (El huerto de Lucas). Es handelt sich dabei um ein Projekt mit mehr als 450m2 Fläche. Der Raum wurde giftfrei gebaut und mit einem vertikalen Garten im Eingangsbereich und hängenden Pflanzen im Innenhof eingerichtet. Sieht spannend und einladend aus.

Der „Huerto de Lucas“ besteht aus einem grosszügigen Bio-Laden. Dazu schnappt man sich ein Weidenkörbchen, läuft im Laden rum und füllt dieses mit biolgischen Nahrungsmittel. Diese stammen jedoch nicht nur aus Spanien – ich habe auch deutsche und englische Produkte entdeckt.

Zum Projekt gehört ein biologisches Restaurant und Café. Die Küche würde ich als mediterran-italienisch bezeichnen und neben vegan/vegetarischen Menüs (auch Rohkost) findet sich auch Fleisch und Fisch auf der Karte. Es werden Smoothies und hausgemachte Kuchen angeboten. Kuchen hatte ich keinen, aber einen leckeren Smoothie. Dieser wurde mit Papierstrohhalm serviert (wäre aber auch gut ohne gegangen wie ich finde). Der Kaffee oder die heisse Schoki werden auch mit Soja-, Reis-, Hafer- oder Mandelmilch serviert.

Im Quartier Chueca findet sich ganz in der Nähe von „Lucas‘ Garten“ die Markthalle San Anton, die ich ebenfalls für einen Besuch empfehlen würde.

Zürich’s nachhaltiger Lifestyle

Zürich ist die grösste Schweizer Stadt mit ca. 400’000 EinwohnerInnen und liegt am Zürichsee mit Blick auf die Alpen. Wir hatten einen freien Tag, und da man von Basel in 53 Minuten mit dem Zug in Zürich ist, nutzten wir die Gelegenheit, die nachhaltige Seite von Zürich zu entdecken!

Let’s start the day

Den Tag starten kann man wunderbar im „Bohemia“ am Kreuzplatz. Das Bohemia wurde 1999 als eines der ersten Restaurants mit eigener Micro Coffee-Roastery eröffnet. Aufgrund der erhöhten Nachfrage und dem steigenden Bedarf konnte nach einigen Jahren der Kaffee nicht mehr im Bohemia geröstet werden. Deshalb wurde die Kaffee-Rösterei ins aargauische Bünzen ausgelagert, wo er nach wie vor von Hand geröstet wird. Ich hab mir einen (kleinen) Latte Macchiato bestellt – diesen bekommt man auch mit Soja- oder laktosefreier Milch. Der Kaffee ist Rainforest Alliance Certified™, d.h. die Bohnen werden von Rainforest Alliance zertifizierten Kaffee-Bauernhöfen bezogen. Dazu gab’s noch ein „Schöggeli“.

Markt auf dem Bürkliplatz

Am Dienstag und Freitag jeweils von 6.00 bis 11.00 Uhr findet auf dem Bürkliplatz ein sehr schöner und grosser Markt statt. Am Ende der Bahnhofstrasse, unter Kastanienbäumen tummeln sich viele Marktbesucher und auch die Auswahl an biologischen Produkten ist gross!

Ab ins Museum

Nach dem Marktbesuch erkundeten wir das Landesmuseum Zürich. Mein Tipp: Mindestens 2 Stunden einplanen, wenn es geht, sogar mehr! Das meistbesuchte kulturhistorische Museum der Schweiz präsentiert die Geschichte von den Anfängen bis heute. Das Haus besteht aus einem alten Teil, erbaut 1898 von Gustav Gull und einem neuen Teil, welcher 2016 eingeweiht wurde (mit viel Sichtbeton). Das Landesmuseum Zürich zeigt in den permanenten Ausstellungen „Archäologie Schweiz“, „Geschichte Schweiz“ und „Galerie Sammlungen“ Schweizer Geschichte von den Anfängen bis heute. Wir konnten uns zudem die Sonderausstellungen „Europa in der Renaissance“ sowie „Flucht“ anschauen.

Biologischer und veganer Lunch

Nach dem ausgiebigen Museums-Besuch knurrt der Magen. Es geht also auf direktem Weg ins „The Sacred„, dem ersten veganen Bio-Restaurant in der Schweiz. Es befindet sich an der Müllerstrasse – nur 100 Meter vom Volkshaus und dem Helvetiaplatz entfernt. Das vegane Büffet steht ab 11.30 Uhr bereit und ist super lecker! Man füllt sich den Teller, an der Kasse wird dieser gewogen und auch gleich bezahlt. Als Getränk haben wir ein „Chi“ gewählt – ein fermentieres, nicht pasteurisiertes Bio-Getränk. Im Restaurant hat es eine Eistheke, die Vegelateria, welche – auch im Winter – vegane & biologische Glacés anbietet. Zudem sind die Mitarbeitenden sehr freundlich und hilfsbereit. Wirklich zu empfehlen!

Vegelateria
Vor dem veganen Bio-Restaurant „The Sacred“ in Zürich

Farbenfroher Laden & leckere Mitbringsel

Nach dem Mittagessen steht der Sinn nach etwas Bewegung und so tun die ca. 20 Minuten zu Fuss bis zu „Nanna Bunte Küche“ an der Birmensdorferstrasse 171 gerade gut. Der Laden von Nanna ist einfach wunderschön farbenfroh. Wir konnten uns kurz mit ihr unterhalten. Zuhause ist die 4-fache Mutter in St. Gallen – sie pendelt also fast täglich in ihr Geschäft nach Zürich. Nanna stammt aus einer bekannten Gewürzfamilie aus Wiesbaden. Alle Gewürz-, Reis- & Getreidemischungen werden von ihr kreiert und von Hand zusammengestellt. Sie achtet wenn möglich auf Fair Trade, Bio- oder auch Demeterqualität (ist aber diesbezüglich nicht zertifiziert). Auf Konservierungsstoffe bei den Gewürzmischungen verzichtet sie komplett. Was noch schöner wäre: Wenn die Mischungen nicht in Plastiksäcklein, sondern in Papiertüten abgefüllt wären. Da würde mein nachhaltiges Herz noch höher schlagen!

Im Niederdorf

Das „Niederdörfli“ ist die Flaniermeile in der autofreien Altstadt von Zürich. Dort erkunden wir den „rrrevolve„-Laden. Ein freundlicher junger Mann mit cooler Mütze begrüsst uns. Im „Fair Fashion“-Laden an der Niederdorfstrasse 17 sind Kleider für Damen und Herren von Armedangels, Wunderwerk, Lanius, Knowledge Cotton Apparel, Junglefolk, Re-Bello, Komana, ZRKL und weiteren Brands zu finden. Nur circa 2 Minuten entfernt findet sich der Concept Store mit Fairtrade-Produkten – dort finden sich u.a. auch Bambus-Zahnbürsten. Ein wirklich sehr hübscher Laden!

 Und gleich neben dem Concept Store befindet sich die „Äss-Bar“ – das Konzept ist das gleiche wie beim Backwaren Outlet in Basel. Die Äss-Bar hat zum Ziel, Lebensmittelabfälle in Bäckereien zu reduzieren. So werden Backwaren und Patisserie, die bis Ladenschluss nicht verkauft werden, am Folgetag in der Äss-Bar zu reduziertem Preis angeboten. Da mussten wir nicht lange überlegen und haben uns mit einer Schoko-Punschkugel und einem Vanille-Schoko-Schneck eingedeckt. Lecker! Die Äss-Bar gibt es auch in Winterthur, St. Gallen, Fribourg und Bern.

Den Tag ausklingen lassen

Wie ihr ja schon bemerkt habe, liegt mir gutes Essen sehr am Herzen. Zum Znacht (Abendessen) ging’s deshalb in die Marktküche. Das vegane Restaurant setzt auf regionale Zutaten und macht vieles noch von Hand – so wird selbst gebackenes Brot serviert und auch die Teigwaren sind hausgemacht. Die Portionen sind eher klein, ein 3-Gang-Menü lässt sich somit problemlos verspeisen. Und ja, es ist nicht ganz billig, hier zu essen – aber es lohnt sich.

Il Gelato del Mercato

Auf unserer Reise nach El Hierro mussten wir eine Nacht auf Teneriffa, genauer im Touristenort „Los Cristianos“ verbringen. Hier gibt es riesige Hotels und das Angebot ist auf den Pauschaltouristen ausgerichtet. Kein sehr schöner Ort in meinen Augen…

Wir haben jedoch eine kleine, feine Eisdiele entdeckt. Diese möchte ich Euch kurz vorstellen: „Il Gelato del Mercato“ verwendet nur natürliche Produkte und Früchte der Saison und von den Kanaren.

Wir hatten ein sehr leckeres Bananen-Eis mit Kardamon, Kiwi-, Gofio- und Feigen-Eis. YammYamm. Die Glacé war so schnell weg, dass es leider kein Foto davon gibt..