Sass da Grüm – wo Fuchs und Heidschnuck sich gute Nacht sagen

Auffahrt (Christi Himmelfahrt), das bedeutet für uns: ein langes Wochenende! Mit Zug, Bus und zu Fuss geht es ins wunderschön gelegene Bio-Hotel Sass da Grüm im Tessin. Nach einem Aufstieg von circa 30 Minuten werden wir von der strahlenden Gastgeberin Elisabeth empfangen.

Sass da Grüm
Blick auf Sass da Grüm

Sass da Grüm liegt 660 Meter über dem Lago Maggiore und ist ein wissenschaftlich ausgewiesener „Ort der Kraft“. Das sind spezielle Plätze auf der Erde, die über eine ganz besondere Energie verfügen. Der Inhaber Peter lädt jeden Abend zu einer geleiteten Meditation an diesem speziellen Ort und erzählt auch gerne noch eine spannende, historische Geschichte.

Für mich ein grosses Plus des Hotels: die vegetarische Bio-Küche! Die gesamte Hotelanlage ist biologisch gebaut und der Betrieb wird nach ökologischen Grundsätzen geführt. Zudem leben auf der Weide 3 graue, gehörnte Heidschnucken. Diese sind anspruchslos und zur Landschaftspflege besonders geeignet. Ich hab es genossen, diese drei Tiere zu beobachten. Und dann, am Abend auf dem Balkon, läuft einfach so auf dem Wanderweg ein Fuchs vorbei!

Heidschnucke
Graue gehörnte Heidschnucke

Die Tage verbringen wir mit Wanderungen z.B. zum eindrücklichen Wasserfall bei Monti di Gerri oder hinauf zur Alpe Cedullo, die selbstgemachten Ziegenkäse anbietet.

Und danach gibt’s eine Abkühlung im Pool mit Blick auf Locarno und den Lago Maggiore.

Pool von Sass das Grüm
Blick vom Pool auf den Lago Maggiore

Wie habt ihr das lange Wochenende verbracht?

Biologisch essen in Bologna

Die Ostertage verbrachten wir in Bologna – auch „die Fette“ genannt. Hier gibt es an jeder Ecke was zu essen und die wunderschönen Arkaden laden zum Flanieren ein. Doch wie grün ist Bologna? Hier meine Highlights!

Bologna
Stadtbild von Bologna

Das untere Ende der Via Mascarella ist nicht so belebt, wie das sonst in der Innenstadt der Fall ist. Dafür befinden sich an ihr 2 biologische Restaurants und ein Bio-Laden.

Bar Restaurant Estravagario

Die Küche ist vegan und vegetarisch sowie biologisch. Auch auf Fair Trade wird grossen Wert gelegt. Man kann draussen sitzen, wenn auch direkt an der Strasse. Wir hatten dreierlei Antipasti, die Käseplatte mit Konfi und eine Art Gemüsecalzone mit Topinambur (kalt) und Salat. Getrunken haben wir ein Bio-Chinotto und ein Bio-Mate. Die Bedienung war freundlich und verstand etwas Englisch. Die Besitzer sind Koch, Barman, Bauer und soziale Aktivisten gleichzeitig. Das Essen hat uns gut geschmeckt. Daumen hoch für dieses Restaurant!

Via Mascarella 81H. Montag bis Samstag ab 11.00 Uhr. Sonntag geschlossen.

Alchemilla


In diesem Bistro/Take-away haben wir nicht gegessen. Sofort aufgefallen ist uns jedoch das große Bild an der Außenwand! Es hat nur einen langen Tisch (Platz für ca. 8 Personen) und ist wohl eher als Take away gedacht. Für ein Mittagessen könnte ich es mir gut vorstellen, für abends eher weniger. Das alchemilla hat eine vegane & vegetarische Bio-Küche, auch Rohkost wird geboten. Und es wird komplett auf Palmöl verzichtet.
Via Mascarella 76/A.
Montag – Freitag. Mittagessen: 11.00-15.00; Abendessen: 18.00-22.30.

Chlorofilla – Ristorante Naturale

Dieses Restaurant haben wir beim Flanieren entdeckt, es jedoch nicht getestet. Es hat vegane & vegetarische Speisen, aber auch Fisch auf der Karte. Gemäss Website existiert das Restaurant seit 1984.  Es ist jedoch nicht biologisch – schade. Auf der Menükarte fand sich jedoch eine Bio-Fussili.

Strada Maggiore 64/c, 40125 Bologna

Fazit: Auch in der italienischen Stadt Bologna lassen sich nachhaltige Ecken entdecken! 🙂

Auszeit im Schwarzwald

Das Wochenende starten meine Freundin und ich mit einem ausgiebigen Brunch im Les Garecons am Badischen Bahnhof: Kaffee-, Tee- und Schokoladenprodukte sind Bio und Fairtrade und auch die Frischmilch aus der Region Basel ist Bio. Zudem gibt es auch ein veganes Frühstück! Sehr lecker! Dann geht’s los: Zug, Bus und nochmals ein sehr kleiner Bus bringen uns in das verschlafene Dorf Neuenweg im Schwarzwald. Dort steht schon Brigitte vom Gästehaus Birkenhof, die uns zu Ihrem Bauernhof mitnimmt. Ankommen, Seele baumeln lassen, die März-Sonne geniessen…

Das Gästehaus liegt idyllisch, mit Weitblick, nahe des Belchens (1’414 m ü M) und mitten im Biosphärengebiet Schwarzwald. Das Haus bezieht Öko-Strom aus der Region und das Warmwasser wird mit der eigenen Solaranlage erwärmt. Auf dem Hof wohnen auch noch Kaninchen, die gerade Junge haben (sehr süss!), eine Katze, die Labrador-Mischlingshündin Lilla (ganz ein toller Hund) und Ziegen.

Im Vorfeld haben wir ein 2-stündiges Trekking mit den Lamas gebucht. Wusstet ihr, dass Lamas sehr gut sehen und hören?

An meiner Seite läuft Regia (die Königliche), meine Freundin wird von Mariella begleitet. Samba, das Lama-Junge (2.5 Jahre alt) tobt wild herum.

Schwarzwald
Ich und das Lama

Nach dem Trekking gibt es ein feines biologisches Abendessen mit Dessert (Schokoküchlein, mhhh). Die sehr grosse Bibliothek lädt zum Schmöckern ein, da reicht ein Wochenende nicht! Nach einer sehr ruhigen Nacht starten wir den Tag mit einem Frühstück: Es gibt alles, was das Herz begehrt; hausgemachten Zopf und frischen Kräuter-Quark inklusive. Brigitte nimmt sich sehr viel Zeit für uns – und sie erzählt uns einiges über die Bachblüten-Therapie. Darüber wusste ich noch nicht viel, und es ist sehr faszinierend. Dann macht sie mit uns einen Rundgang durch den Permakultur-Garten.

Der Abschied von den herzlichen Gastgebern Brigitte und Peter fällt schwer. Für uns geht es zu Fuss ca. 9 km nach Schönau. Eine wunderschöne Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter.

Wir werden sicher wiederkommen!

Im Garten von Lucas – Madrid

Im Quartier Chueca in Madrid, genauer in der Calle San Lucas 13, befindet sich der „Gemüsegarten von Lucas“ (El huerto de Lucas). Es handelt sich dabei um ein Projekt mit mehr als 450m2 Fläche. Der Raum wurde giftfrei gebaut und mit einem vertikalen Garten im Eingangsbereich und hängenden Pflanzen im Innenhof eingerichtet. Sieht spannend und einladend aus.

Der „Huerto de Lucas“ besteht aus einem grosszügigen Bio-Laden. Dazu schnappt man sich ein Weidenkörbchen, läuft im Laden rum und füllt dieses mit biolgischen Nahrungsmittel. Diese stammen jedoch nicht nur aus Spanien – ich habe auch deutsche und englische Produkte entdeckt.

Zum Projekt gehört ein biologisches Restaurant und Café. Die Küche würde ich als mediterran-italienisch bezeichnen und neben vegan/vegetarischen Menüs (auch Rohkost) findet sich auch Fleisch und Fisch auf der Karte. Es werden Smoothies und hausgemachte Kuchen angeboten. Kuchen hatte ich keinen, aber einen leckeren Smoothie. Dieser wurde mit Papierstrohhalm serviert (wäre aber auch gut ohne gegangen wie ich finde). Der Kaffee oder die heisse Schoki werden auch mit Soja-, Reis-, Hafer- oder Mandelmilch serviert.

Im Quartier Chueca findet sich ganz in der Nähe von „Lucas‘ Garten“ die Markthalle San Anton, die ich ebenfalls für einen Besuch empfehlen würde.

Zürich’s nachhaltiger Lifestyle

Zürich ist die grösste Schweizer Stadt mit ca. 400’000 EinwohnerInnen und liegt am Zürichsee mit Blick auf die Alpen. Wir hatten einen freien Tag, und da man von Basel in 53 Minuten mit dem Zug in Zürich ist, nutzten wir die Gelegenheit, die nachhaltige Seite von Zürich zu entdecken!

Let’s start the day

Den Tag starten kann man wunderbar im „Bohemia“ am Kreuzplatz. Das Bohemia wurde 1999 als eines der ersten Restaurants mit eigener Micro Coffee-Roastery eröffnet. Aufgrund der erhöhten Nachfrage und dem steigenden Bedarf konnte nach einigen Jahren der Kaffee nicht mehr im Bohemia geröstet werden. Deshalb wurde die Kaffee-Rösterei ins aargauische Bünzen ausgelagert, wo er nach wie vor von Hand geröstet wird. Ich hab mir einen (kleinen) Latte Macchiato bestellt – diesen bekommt man auch mit Soja- oder laktosefreier Milch. Der Kaffee ist Rainforest Alliance Certified™, d.h. die Bohnen werden von Rainforest Alliance zertifizierten Kaffee-Bauernhöfen bezogen. Dazu gab’s noch ein „Schöggeli“.

Markt auf dem Bürkliplatz

Am Dienstag und Freitag jeweils von 6.00 bis 11.00 Uhr findet auf dem Bürkliplatz ein sehr schöner und grosser Markt statt. Am Ende der Bahnhofstrasse, unter Kastanienbäumen tummeln sich viele Marktbesucher und auch die Auswahl an biologischen Produkten ist gross!

Ab ins Museum

Nach dem Marktbesuch erkundeten wir das Landesmuseum Zürich. Mein Tipp: Mindestens 2 Stunden einplanen, wenn es geht, sogar mehr! Das meistbesuchte kulturhistorische Museum der Schweiz präsentiert die Geschichte von den Anfängen bis heute. Das Haus besteht aus einem alten Teil, erbaut 1898 von Gustav Gull und einem neuen Teil, welcher 2016 eingeweiht wurde (mit viel Sichtbeton). Das Landesmuseum Zürich zeigt in den permanenten Ausstellungen „Archäologie Schweiz“, „Geschichte Schweiz“ und „Galerie Sammlungen“ Schweizer Geschichte von den Anfängen bis heute. Wir konnten uns zudem die Sonderausstellungen „Europa in der Renaissance“ sowie „Flucht“ anschauen.

Biologischer und veganer Lunch

Nach dem ausgiebigen Museums-Besuch knurrt der Magen. Es geht also auf direktem Weg ins „The Sacred„, dem ersten veganen Bio-Restaurant in der Schweiz. Es befindet sich an der Müllerstrasse – nur 100 Meter vom Volkshaus und dem Helvetiaplatz entfernt. Das vegane Büffet steht ab 11.30 Uhr bereit und ist super lecker! Man füllt sich den Teller, an der Kasse wird dieser gewogen und auch gleich bezahlt. Als Getränk haben wir ein „Chi“ gewählt – ein fermentieres, nicht pasteurisiertes Bio-Getränk. Im Restaurant hat es eine Eistheke, die Vegelateria, welche – auch im Winter – vegane & biologische Glacés anbietet. Zudem sind die Mitarbeitenden sehr freundlich und hilfsbereit. Wirklich zu empfehlen!

Vegelateria
Vor dem veganen Bio-Restaurant „The Sacred“ in Zürich

Farbenfroher Laden & leckere Mitbringsel

Nach dem Mittagessen steht der Sinn nach etwas Bewegung und so tun die ca. 20 Minuten zu Fuss bis zu „Nanna Bunte Küche“ an der Birmensdorferstrasse 171 gerade gut. Der Laden von Nanna ist einfach wunderschön farbenfroh. Wir konnten uns kurz mit ihr unterhalten. Zuhause ist die 4-fache Mutter in St. Gallen – sie pendelt also fast täglich in ihr Geschäft nach Zürich. Nanna stammt aus einer bekannten Gewürzfamilie aus Wiesbaden. Alle Gewürz-, Reis- & Getreidemischungen werden von ihr kreiert und von Hand zusammengestellt. Sie achtet wenn möglich auf Fair Trade, Bio- oder auch Demeterqualität (ist aber diesbezüglich nicht zertifiziert). Auf Konservierungsstoffe bei den Gewürzmischungen verzichtet sie komplett. Was noch schöner wäre: Wenn die Mischungen nicht in Plastiksäcklein, sondern in Papiertüten abgefüllt wären. Da würde mein nachhaltiges Herz noch höher schlagen!

Im Niederdorf

Das „Niederdörfli“ ist die Flaniermeile in der autofreien Altstadt von Zürich. Dort erkunden wir den „rrrevolve„-Laden. Ein freundlicher junger Mann mit cooler Mütze begrüsst uns. Im „Fair Fashion“-Laden an der Niederdorfstrasse 17 sind Kleider für Damen und Herren von Armedangels, Wunderwerk, Lanius, Knowledge Cotton Apparel, Junglefolk, Re-Bello, Komana, ZRKL und weiteren Brands zu finden. Nur circa 2 Minuten entfernt findet sich der Concept Store mit Fairtrade-Produkten – dort finden sich u.a. auch Bambus-Zahnbürsten. Ein wirklich sehr hübscher Laden!

 Und gleich neben dem Concept Store befindet sich die „Äss-Bar“ – das Konzept ist das gleiche wie beim Backwaren Outlet in Basel. Die Äss-Bar hat zum Ziel, Lebensmittelabfälle in Bäckereien zu reduzieren. So werden Backwaren und Patisserie, die bis Ladenschluss nicht verkauft werden, am Folgetag in der Äss-Bar zu reduziertem Preis angeboten. Da mussten wir nicht lange überlegen und haben uns mit einer Schoko-Punschkugel und einem Vanille-Schoko-Schneck eingedeckt. Lecker! Die Äss-Bar gibt es auch in Winterthur, St. Gallen, Fribourg und Bern.

Den Tag ausklingen lassen

Wie ihr ja schon bemerkt habe, liegt mir gutes Essen sehr am Herzen. Zum Znacht (Abendessen) ging’s deshalb in die Marktküche. Das vegane Restaurant setzt auf regionale Zutaten und macht vieles noch von Hand – so wird selbst gebackenes Brot serviert und auch die Teigwaren sind hausgemacht. Die Portionen sind eher klein, ein 3-Gang-Menü lässt sich somit problemlos verspeisen. Und ja, es ist nicht ganz billig, hier zu essen – aber es lohnt sich.

Il Gelato del Mercato

Auf unserer Reise nach El Hierro mussten wir eine Nacht auf Teneriffa, genauer im Touristenort „Los Cristianos“ verbringen. Hier gibt es riesige Hotels und das Angebot ist auf den Pauschaltouristen ausgerichtet. Kein sehr schöner Ort in meinen Augen…

Wir haben jedoch eine kleine, feine Eisdiele entdeckt. Diese möchte ich Euch kurz vorstellen: „Il Gelato del Mercato“ verwendet nur natürliche Produkte und Früchte der Saison und von den Kanaren.

Wir hatten ein sehr leckeres Bananen-Eis mit Kardamon, Kiwi-, Gofio- und Feigen-Eis. YammYamm. Die Glacé war so schnell weg, dass es leider kein Foto davon gibt..

 

Organico Fortuna in Costa Rica

Im Ausland halten wir immer Auschau nach Orten, wo wir möglichst lokal und biologisch essen können. Überraschend sind wir in La Fortuna, Costa Rica, auf das hübsche Restaurant „Organico Fortuna“ gestossen.

Zuerst sind wir über die für Mittelamerika hohen Preise überrascht. Dann liest man eine Tafel und muss schmunzeln: „Don’t ask why the healthy food is so expensive. Ask yourself why junk food is so cheap„. Stimmt! Wir bestellen uns einen grossen Salat (Hauptspeise) für $14 und eine vegane Pasta mit viel Bio-Gemüse für $15. Die Smoothies sind hausgemacht und ich probiere einen Goldenberry-Juice (Fazit: Sehr lecker!). Mein Freund trinkt eine Wild Brews Kombucha in der Glasflasche aus Costa Rica. Getränke liegen preislich um die $5.

Nach dem Essen nutzen wir die Gelegenheit, uns mit dem Besitzer Juan zu unterhalten. Er erzählt uns, dass seine Frau Gloriana und er das Restaurant erst vor 6 Monaten eröffnet haben. Da sich die Ticos und Ticas (die Einwohner von Costa Rica) nicht besonders für biologische Lebensmittel interessieren, hat das Organico Fortuna als Zielgruppe ausländische Touristen. So ist alles auch auf Englisch beschriftet. Gekocht wird nur mit Bio-Lebensmitteln und Kokosöl. Und die beiden bieten sowohl glutenfreie wie auch vegane und vegetarische Menüs an.

Dazu gibt es einen „Organic Market“, einen kleinen Laden, in dem Bio-Ware verkauft wird (auch importiere Ware wie Olivenöl aus Griechenland).

Das Organico Fortuna befindet sich im Stadtzentrum von La Fortuna an der Calle 466. Es ist geöffnet von Montag bis Samstag, 7:00 – 19:00 Uhr.

Na(s)chhaltigkeit in Basel

Eine na(s)chhaltige neue Entdeckung im Gundeli-Quartier (Güterstrasse 120, gleich beim Hintereingang Bahnhof SBB, Basel) ist das BackwarenOutlet. Dieses hat vor knapp 2 Monaten seine Türen geöffnet und es werden Backwaren vom Vortag zum halben Preis verkauft.

Gemäss Foodwaste.ch werden 56% aller Backwaren weggeworfen. Das Outlet mit den Inhabern Ursula Moser und Berto Beat Dünki setzt ein klares Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Bei kleinen Bäckereien in der Stadt, im Baselbiet und im Fricktal werden die Gipfeli, Brote, Kuchen, etc. abgeholt. Was bis 18.30 Uhr nicht verkauft wird, verteilen die Mitarbeitenden an der Tramhaltestelle.

Ich hatte die Möglichkeit, mit Berto zu telefonieren und mehr über das Konzept herauszufinden. Der 62-Jährige Berto sieht das BackwarenOutlet als ein sozialwirtschaftliches Unternehmen.

  • So gibt es zum Beispiel eine „Post-It-Zettelwand„. Die funktioniert so: Ich als Kunde verlange nach einem Post-It-Zettel, schreibe einen Betrag darauf und bezahle diesen. Ein anderer Kunde, dem es finanziell nicht so gut geht, und sich vielleicht ein Brot kaufen möchte, nimmt sich die Post-It-Zettel mit entsprechendem Betrag und bezahlt damit seine Backwaren.
  • Weiter gibt es die „Coupon-Bons„, die für Firmen, Vereine etc. gedacht sind. Wenn diese Coupons benutzt werden, fliesst 1/3 des Betrages an eine gemeinnützige Institution.
  • Das BackwarenOutlet ist zudem neu Mitglied bei der lokalen Basler Währung NetzBon.
  • Da das BackwarenOutlet zwei Schaufenster hat, haben sich die Inhaber Ursula und Berto folgendes überlegt: Ein Schaufenster soll kostenlos an KMU, Projekte, Stiftungen, Institutionen, Kultur- und Sozialbetriebe, Handwerker etc. angeboten werden, die z.B. ein Nachhaltigkeitsthema vermitteln möchten. Kunstschaffende sollen dann dieses Thema gestalterisch umsetzen. Der Architekt und Kreative Beat Fischer arbeitet als erster Gestalter am Samstag, 23. Januar 2016 ab 6.30 in der Früh am linken, kleineren Schaufenster, welches die Botschaft für Backwaren, Torten, Sandwiches, Patisserien übernehmen will.

Das BackwarenOutlet ist gemütlich mit Second Hand-Möbeln eingerichtet – auch die vollautomatische Kaffeemaschine ist aus zweiter Hand. Es hat zwei kleine Tische und bietet Platz für 6 Personen. So kann man gemütlich ein Znüni, Zmittag oder Zvieri einnehmen. Dazu gibt es Tee oder Kaffee. Wir hatten je ein Stück Pizza, das uns warm gemacht wurde. Zum Dessert gab’s Vermicelles und ein Stück Schoko-Torte. Mitgenommen haben wir noch was Süsses für Unterwegs und ein Vollkornbrot.

Es gibt auch die Möglichkeit, im BackwarenOutlet Geburtstag zu feiern mit „einer Handvoll Gästen“. Aus dem Outlet-Bereich gibt es für die Gruppe alles kostenlos, den Prosecco muss man einfach selber mitbringen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 6.30 – 18.30 Uhr, Samstag, 6.30 – 17 Uhr.

Free Bird Cafe in Chiang Mai

Im wunderbaren Chiang Mai in Thailand kann man generell toll vegan, vegetarisch und bio essen. Besonders aufgefallen ist uns das „Free Bird Cafe„. Es bietet frische vegetarische und vegane Bio-Küche verbunden mit einem guten Zweck. Mit den Einnahmen wird das Thai Freedom House finanziert, welches Sprach- und Kunstprogramme für burmesische Flüchtlinge finanziert.

An unserem letzten Tag in Chiang Mai gönnten wir uns ein leckeres Frühstück mit Smoothies und einem Chocolate-Chips-Kaffee.

FreeBirdCafe

Lisa Nesser, Gründerin und Geschäftsführerin vom Thai Freedom House, antwortete mir auf meine Frage, ob denn auch wirklich alles bio sei, wie folgt: „Wir machen alle unsere Saucen und Konfitüren selber, so wissen wir genau, welche Zutaten drin sind. Wir arbeiten auch eng mit unseren Anbietern und Bauern zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Produkte keine Chemikalien enthalten. Wir sind somit eines der wenigen Cafés, welches zu 100% biologischen Kaffee offeriert. Die Schokolade im Chocolate-Chips-Kaffee ist nicht bio – aber wir bieten die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis, 100% roher, veganer, biologischer Kakao hinzuzufügen. Es gibt auch die Möglichkeit, biologische Mandelmilch zu bestellen anstatt Kuhmilch“.

Im integrierten, kleinen Laden kann man einerseits Second Hand Produkte (Kleider, Schmuck, Bücher, …) und andererseits biologische und meist fair-trade Kosmetikprodukte erwerben.  

Das Free Bird Café befindet sich gleich ausserhalb des alten Stadtzentrums von Chiang Mai an einer (leider) stark befahrenen Strasse: 116, Maneenopparat Rd. Es ist geöffnet von Dienstag bis Samstag, 9:00 – 17:00 Uhr.

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For my English speaking followers: Free Bird Cafe is an organic vegetarian  and vegan charity cafe established for a love of healthy, whole, local & homemade food, coffee and smoothies and to support the work of Thai Freedom House; a language and arts community learning center for Indigenous Peoples and Burmese refugees. 100% of the profits from the cafe go to Thai Freedom House. A Pre-Loved Charity Shop inside the cafe has tons of funky finds; clothes, jeans, purses, jewelry, books, herbal spa products (Arun Thai) and much more! (Source: Free Bird Cafe). „Free Bird Cafe in Chiang Mai“ weiterlesen

Bio Bistro im Gundeli

Ein Ort, an dem ich gerne zu Mittag esse, ist das Bio Bistro im Gundeldinger Feld (Dornacherstrasse 192, Basel). An warmen Tagen kann man wunderbar draussen speisen, aber auch innen ist es hell und gemütlich. Über Mittag kann es ganz schön voll werden, früh kommen lohnt sich. Das Konzept und das Essen überzeugen mich: Das Bistro engagiert sich sozial und bietet Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung Arbeitsplätze an. In der Küche werden vorwiegend regionale Produkte in Bio-Qualität sowie ProSpecieRara-Produkte verarbeitet. „ProSpecieRara ist eine schweizerische, nicht-Profit-orientierte Stiftung. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren“ (Quelle: ProSpeciaRara).

Kartoffelvielfalt
ProSpecieRara

Es hat immer Vegi-Menüs und am Freitag gibt es auch ein veganes Menü.

Das Bistro gibt es seit 2002 und ist mit der Bio-Knospe (Bio Suisse) zertifiziert. Dazu kommt noch ein Bienenvolk auf dem Dach – den süssen StadtHonig kann man auch im Bistro kaufen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 – 17.00 Uhr. Warme Küche von 12.00 – 14.00 Uhr.