Biologisch einkaufen in Bologna

Über meine Restaurant-Highlights in Bologna habe ich bereits berichtet. Heute möchte ich Euch ein paar Orte in Bologna zeigen, an denen ein nachhaltiger Einkauf möglich ist.

Bologna
Piazza Maggiore in Bologna

Bioladen L’Albero della Vita

In diesem Öko- und Bio-Laden ist Bulk Shopping, d.h. einkaufen ohne Verpackung möglich. Es hat eine sehr kleine Auswahl an frischem Obst und Gemüse sowie Naturkosmetik. Via Mascarella, 81. Von 10 – 14 und von 16 – 20 Uhr.

L’Angolo del biologico

Dieser Bio-Laden liegt an einer sehr hübschen Straße. Den Spaziergang hierher haben wir nicht bereut. Der Bio-Laden hat eine gute Auswahl an klassischem Produkten wie Müsli, Konfis, Teigwaren. Dazu Naturkosmetik sowie frisches Obst und Gemüse. Bulk Shopping ist leider nicht möglich. Mitgenommen haben wir eine Bio-Tomatensauce von Solleone (bin gespannt!) und ein Bio-Arranciato im Glas für aus den Weg. Strada Maggiore 82/c. 8.30 – 20.30 Uhr.

Bottega della canapa


Die Bottega della canapa ist eine italienische Firma, die sich auf natürliche und biologische Produkte konzentriert. In diesem hübschen Laden habe ich Bambus-Zahnbürsten von Tea Natura entdeckt! Habe mir gleich 2 Stück gekauft – diese Zahnbürsten sind biologisch abbaubar und kompostierbar. Via Marsala, 31.

Zoo

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Mein Freund wollte sich schon länger eine Edelstahflasche kaufen, doch das eher hohe Gewicht hat ihn etwas abgeschreckt. Umso größer war die Begeisterung, als wir per Zufall im Zoo eine ultraleichte Flasche der italienischen Marke „24Bottles“ entdeckten! Auf seiner 1 Liter-Flasche ist der Aufruck „-0.16“, damit ist die Menge an CO2 gemeint, die vermieden wird, indem aus der Edelstahlflasche getrunken wird anstatt eine PET-Flasche zu kaufen. Strada Maggiore 50/A.

Und sonst? Gefunden haben wir ein biologisches Olivenöl vom Agrarbetrieb “Masoni Becciu” und einen weissen Bio-Balsamcio (Bio-Weissweinessig und Bio-Traubenmost mit 5,5% Säure) vom „Casa del Balsamico Modenese“ (Modena ist übrigens ein super Tagesausflug von Bologna, nur ca. 20 Minuten mit dem Zug – Preisvergleiche bei den Aceto’s lohnen sich!).

Bologna
Bio Olivenöl und Bio Balsamico Bianco

Fazit: Nachhaltig einkaufen ist in Bologna problemlos möglich!

Biologisch essen in Bologna

Die Ostertage verbrachten wir in Bologna – auch „die Fette“ genannt. Hier gibt es an jeder Ecke was zu essen und die wunderschönen Arkaden laden zum Flanieren ein. Doch wie grün ist Bologna? Hier meine Highlights!

Bologna
Stadtbild von Bologna

Das untere Ende der Via Mascarella ist nicht so belebt, wie das sonst in der Innenstadt der Fall ist. Dafür befinden sich an ihr 2 biologische Restaurants und ein Bio-Laden.

Bar Restaurant Estravagario

Die Küche ist vegan und vegetarisch sowie biologisch. Auch auf Fair Trade wird grossen Wert gelegt. Man kann draussen sitzen, wenn auch direkt an der Strasse. Wir hatten dreierlei Antipasti, die Käseplatte mit Konfi und eine Art Gemüsecalzone mit Topinambur (kalt) und Salat. Getrunken haben wir ein Bio-Chinotto und ein Bio-Mate. Die Bedienung war freundlich und verstand etwas Englisch. Die Besitzer sind Koch, Barman, Bauer und soziale Aktivisten gleichzeitig. Das Essen hat uns gut geschmeckt. Daumen hoch für dieses Restaurant!

Via Mascarella 81H. Montag bis Samstag ab 11.00 Uhr. Sonntag geschlossen.

Alchemilla


In diesem Bistro/Take-away haben wir nicht gegessen. Sofort aufgefallen ist uns jedoch das große Bild an der Außenwand! Es hat nur einen langen Tisch (Platz für ca. 8 Personen) und ist wohl eher als Take away gedacht. Für ein Mittagessen könnte ich es mir gut vorstellen, für abends eher weniger. Das alchemilla hat eine vegane & vegetarische Bio-Küche, auch Rohkost wird geboten. Und es wird komplett auf Palmöl verzichtet.
Via Mascarella 76/A.
Montag – Freitag. Mittagessen: 11.00-15.00; Abendessen: 18.00-22.30.

Chlorofilla – Ristorante Naturale

Dieses Restaurant haben wir beim Flanieren entdeckt, es jedoch nicht getestet. Es hat vegane & vegetarische Speisen, aber auch Fisch auf der Karte. Gemäss Website existiert das Restaurant seit 1984.  Es ist jedoch nicht biologisch – schade. Auf der Menükarte fand sich jedoch eine Bio-Fussili.

Strada Maggiore 64/c, 40125 Bologna

Fazit: Auch in der italienischen Stadt Bologna lassen sich nachhaltige Ecken entdecken! 🙂

Verstecktes Alu im Essen

Auch in Lebensmitteln befindet sich – versteckt hinter E-Nummern – Aluminium. Ja, genau, wir essen vielleicht sogar täglich Aluminium. Ohne, dass uns das wirklich bewusst ist. Das ist für mich eine schockierende Erkenntnis. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat berechnet, dass ein Erwachsener zwischen 1,6 und 13 mg Aluminium pro Tag zu sich nimmt. „Der Verzehr sollte möglichst begrenzt werden. Nach einer Untersuchung der EU-Kommission aber wird bei Aluminiumzusätzen die akzeptable tägliche Aufnahmemenge bei vielen Menschen erheblich überschritten, bei Kindern um das bis zu 7,5-fache“ (Food-Detektiv). Um den Verzehr zu begrenzen, müssen wir uns anschauen, in welchen Lebensmitteln überhaupt Alu drin ist.

Alu E-Nummern in Lebensmitteln

Untenstehend eine Auflistung der Alu E-Nummer (gefunden im Buch „Dirty Little Secrets“, S. 256ff.).

E 127 (Erythrosin Aluminiumfarbstoff) findet sich in Cocktailkirschen (z.B. Odenwald Cocktailkirschen bei Rewe oder in „Rote Herzkirschen entsteint“, Qualité & Prix von Coop), kandierten Kirschen und in Kaiserkirschen (Bigarreaux-Kirschen) in Obstkonserven. Wird auch in Lippenstiften eingesetzt. Wikipedia schreibt: „Erythrosin ist stark iodhaltig (57,7% Iod). Der Farbstoff ist in letzter Zeit wegen möglicher Allergieauslösung und möglicher Beeinflussung der Schilddrüsenfunktionen ins Zwielicht geraten. Der Eingriff in die Schilddrüsenfunktion soll z. B. unkontrollierte Impulsivität von hyperaktiven Kindern auslösen können“.

E 132 (Indigocarmin Aluminiumfarbstoff) wird in Süsswaren, Kuchen, Keksen, Blätterteig, Speiseeis, Desserts, Likör und in alkoholfreien Getränken verwendet. „Bei einer Studie an Mäusen haben sich Hinweise darauf ergeben, dass sich Indigotin in Gegenwart von Natriumnitrit in Nitrosamine umwandelt. Nitrosamine stehen unter Verdacht eine krebserzeugende Wirkung zu haben. Es gibt bisher jedoch keine Studien am Menschen, die diesen Hinweis bestätigen“ (Lebensmittellexikon).

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