Eine kurze Geschichte der Menschheit

Hast Du schon „Ein kurze Geschichte der Menschheit“ von Prof. Yuval Noah Harari gelesen? Falls nicht, möchte ich Dir dieses Buch ans Herz legen. Es hat mich total fasziniert! Auf sehr unterhaltsame Art vermittelt der Autor unglaubliches Wissen und zeigt verschiedene Zusammenhänge auf.

Yuval Noah Harari
Prof. Harari mit seinem Buch (courtesy Bradshaw Foundation)

Massentierhaltung

Harari geht in seinem Buch mehrfach auf die Massentierhaltung ein. Prof. Harari schreibt zum Beispiel, dass „in der industriellen Revolution (ab der 2. Hälfte des 18. Jh) die Pflanzen und die Tiere mechanisiert wurden. Die Nutztiere verloren ihren Status als Lebewesen, die Schmerz und Leid empfinden konnten, und verwandelten sich in Maschinen. Heute werden diese Tiere häufig in Fabriken massenproduziert, ihre Körper werden nach den Bedürfnissen der Industrie gestaltet und sie verbringen ihr ganzes Leben als Rädchen in einer riesigen Produktionsanlage. Wie gut und wie lange sie leben, wird von der Kosten-Nutzen-Rechnung der Unternehmen diktiert…“.

Harari
Massentierhaltung (Bild vom Bund deutscher Tierfreunde)

Kann Aufräumen mein Leben verändern?

Gemäss der Japanerin Marie Kondo: Ja, richtiges Aufräumen kann Dein Leben verändern!

Da ich mich momentan neben Zero Waste verstärkt mit Minimalismus auseinandersetze, habe ich das Buch „Magic Cleaning“ gelesen.

Was bedeutet Magic Cleaning?

„Radikales Ausmisten und Entrümpeln wirkt auf die Seele wie ein Schlussstrich unter die Vergangenheit“. Ich stimme nicht bei allem mit Frau Kondo überein, aber dieser Satz gefällt mir. Sie meint, der Hauptgrund, warum viele Menschen nicht aufräumen können, liegt daran, dass sie zu viele Dinge besitzen. Und es immer mehr werden. Es gilt deshalb:

  1. Dinge wegwerfen
  2. Aufbewahrungsort bestimmen (für Dinge, die nicht weggeworfen werden)

Sie empfiehlt zudem, ein klares Ziel zu definieren: Was möchte ich mit dem Aufräumen erreichen?

Macht es mich glücklich?

Dies ist die zentrale Frage der „KonMari-Methode“. Macht es mich glücklich, wenn ich den Gegenstand in die Hand nehme? Es müssen deshalb zwingend immer alle Gegendstände in die Hand genommen werden!

Und sie empfiehlt beim Ausmisten folgende Reihenfolge:

  • Kleidung (inkl. Taschen, Schuhe)
  • Bücher
  • Schriftstücke/Unterlagen/offizielle Schreiben
  • Kleinkram
  • Erinnerungsstücke (inkl. Fotos)

Kleidung aussortieren

Nach dem Lesen des Buches bin ich sehr motiviert. Ich mache mich an die Kleidung ran. Es wird zusätzlich geraten, nach Unterkategorien vorzugehen. Und nicht mit Kleidung, die gerade Saison hat. Somit widme ich mich meinen T-Shirts. Vom Sommer sind wir ja noch etwas entfernt. Und bin überrascht von der Menge: Ich besitze tatsächlich ca. 73 T-Shirts, davon sind ca. 23 ohne Ärmel.

Ich hole also alle T-Shirts aus Kommode und Schrank raus und lege alles auf den Boden. Danach nehme ich jedes T-Shirt einzeln in die Hand und überlege/fühle rein, ob ich das T-Shirt „liebe“. Schwer. Sehr schwer. Ich trenne mit von 7 T-Shirts. Und räume dann gemäss der KonMari-Methode meine Kommode ein: Die T-Shirts sollen stehen und nicht liegen. Zudem soll man alles zusammenlegen, dass man zusammenlegen kann. Wenn möglich keine Kleidung aufhängen.

Das Zusammenlegen ist leicht (siehe dazu auch das Video auf Youtube). Doch nach ca. 20 Shirts ist meine Kommode voll. Also nicht so praktikabel. Oder ich müsste noch rigoroser ausmisten? Ich räume meine T-Shirts also wieder ganz normal liegend ein. Weiter bin ich bei der Kleidung noch nicht gekommen… Ich habe jedoch fest vor, bald die anderen Kleidungsstücke in Angriff zu nehmen.

Bücher, Papierkram & Krimskrams

Marie Kondo erklärt, alle Bücher, die ungelesen oder halbgelesen sind, gehören ins Altpapier. (Frau Kondo ist nicht nachhaltig unterwegs. Aussortierte Bücher gehören für mich in die Brockenstube oder in ein offenes Bücherregal).

Für Papierkram gilt grundsätzlich, dass er ohne grosse Umschweife wegzuwerfen ist. Seminarunterlagen, Kreditkartenabrechnungen, Neujahrskarten, Lohnausweise, etc. sind komplett zu entsorgen.

Beim Krimskrams darf – wie bei den andern Sachen auch – nur bleiben, was glücklich macht. Und: Münzen gehören immer ins Portemonnaie.

Warum das Ganze?

Aufräumen als Weg zur Selbsterkenntnis. Man muss sich auch mit der Frage auseinander setzen, warum will ich etwas nicht wegwerfen? Ist es, weil ich an der Vergangenheit anhafte oder weil ich unsicher bin in Bezug auf die Zukunft? Es scheint mir wirklich mehr Sinn zu machen, von Dingen umgeben zu sein, die mich glücklich machen und die ich tatsächlich brauche.

Mein Fazit

Das Buch hat mir gefallen. Es ist einfach zu lesen. Die Umsetzung ist naturgemäss schwieriger. Ich werde sicherlich mit der Kleidung weitermachen. Wie schon gesagt, teile ich nicht alle Einstellungen von Frau Kondo, die leider sehr konservativ sind und auch nicht nachhaltig. Aber: Wir können dennoch ausmisten, und die ausgemisteten Dinge dem 2nd Hand Markt zuführen.

Zero Waste Home

„Reduziere deinen Müll und vereinfache dein Leben!“ So der Untertitel des Buches „Glücklich leben ohne Müll“ von der Zero Waste-Ikone Bea Johnson.

Glücklich leben ohne Müll
Bea Johnson bei sich Zuhause. (photo credit: Coleman-Rayner)

Das Buch habe ich bei einem Wettbewerb gewonnen (an dieser Stelle nochmals ein Danke an Christiane vom Blog „Weniger ist mehr Leben„!) und mich danach gleich in die Lektüre vertieft.

Die Zero Waste-Regeln

Die Regeln bei Zero Waste sind eigentlich ganz einfach, man muss sie nur konsequent anwenden (was im Alltag nicht immer so einfach ist):

  • Refuse (Ablehnen, was man nicht braucht)
  • Reduce (Reduzieren, was man braucht)
  • Reuse (Wiederverwenden)
  • Recycle (Recyceln)
  • Rot (Verrotten – durch Kompost)

Zum Thema Recyclen: „Die Schweizer sind Weltmeister im recyceln. Allerdings gehören sie mit 700 Kilogramm pro Kopf und Jahr auch zu den grössten Abfallsündern überhaupt! Genauer gesagt liegen die Schweizerinnen und Schweizer auf Platz 3, nach den USA und Dänemark. Potenzial haben wir beim Thema „Rot“ bzw. bei den organischen Abfällen (Rüeblischale, Kartoffelschale, etc.), die noch immer viel zu wenig getrennt entsorgt werden“ (Watson).

Die Vorteile des Zero Waste-Lebenstils

Bea Johnson erklärt in ihrem Buch die Vorteile, die ihr Lebensstil nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf den Lebensstandard hat:

  • Finanzielle Einsparungen u.a. durch Reduktion
  • Gesundheitliche Vorteile, da die Belastungen durch Kunststoffe und Synthetik reduziert werden
  • Zeitersparnis
Zero Waste
Bea Johnson produziert nur sehr wenig Müll (photo credit: Coleman-Rayner)

Tipps von Bea

Das Buch enthält viele praktische Tipps, die ihr teilweise auch auf ihrer Website findet. Bea Johnson rät weiter auch dazu, die Stimme zu erheben, indem z.B. eine Email an Organisationen/Firmen mit Verbesserungsvorschlägen geschickt wird. Dies finde ich eine sehr gute und einfach umzusetzende Sache. Und sind wir ehrlich: Wir stolpern doch häufig über Dinge, die verbessert werden können (wie z.B. viel zu grosse Verpackungen).

Mein Fazit

Das Buch hat mir gut gefallen, es liest sich sehr einfach und enthält viele Tipps und persönliche Erlebnisse von Bea Johnson. Etwas schade fand ich, dass sich (da Bea in USA lebt), viele Tipps auf Amerika beziehen und so teilweise wenig Relevanz für Europa oder die Schweiz haben. Ein Beispiel ist die Werbepost: In der Schweiz kleben wir ein „Stopp Werbung“ an den Briefkasten – und das Thema ist so gut wie erledigt. In den USA scheint es jedoch ein regelrechter Kampf zu sein, ungeliebte Werbepost abzubestellen. In Deutschland kann man adressierte Werbebriefe unterdrücken mit der Robinsonliste.

Reklame vermeiden
Stopp – Keine Werbung!

Was mich (positiv) überrascht hat, ist, wie eng Minimalismus und Zero Waste zusammen hängen. Das war mir so nicht bewusst. Ich würde Euch das Buch auf jeden Fall empfehlen. Am besten natürlich, man leiht es in der Bücherei aus oder kauft es Second Hand.

Informatives Buch: Food Crash

Das Buch „Food Crash – wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ von Felix zu Löwenstein hat mir sehr gut gefallen. Er schildert viele persönliche Beispiele, die das Buch anschaulich machen. Zudem stützt er seine Aussagen auf wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Der Autor stellt kritische Fragen, die ich Euch gerne mit den Antworten wiedergeben möchte.

Ist das Welternährungsproblem tatsächlich ein Produktivitätsproblem?

Felix zu Löwenstein sieht andere Gründe wie z.B.

  • Degradation durch falschen Ackerbau, Überweidung, Entwaldung, Versalzung der Böden > Verlust zwischen 1950 und 1990 von einem Drittel der fruchtbaren Böden weltweit!
  • Die Grasfresser Rind und Schaf wurden vom Nahrungspartner, der für die unmittelbare Produktion menschlicher Lebensmittel ungeeignete Grünlandflächen in Fleisch und Milch umwandelt, zum Nahrungskonkurrenten des Menschen. Dies deshalb, weil wir Futterpflanzen für die Tiere anbauen, anstatt Nahrungspflanzen für uns.
  • Unser Fleischkonsum muss reduziert und schwerpunktmässig auf Fleisch umgelenkt werden, das auf Grünland erzeugt wurde – also auf Flächen, auf denen keine Nahrungskonkurrenz zum Menschen stattfindet.
  • Food Waste > dies könnte durch sorgfältige Planung und Nutzung der Lebensmittel vermieden werden.

So ist das Fazit nicht überraschend: Nicht die Produktivität der Fläche ist der entscheidende Faktor für die Unterernährung einer Milliarde Menschen, sondern soziale und wirtschaftliche Missstände, die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Lebensstil eines Teiles der Weltbevölkerung, der für sich einen unverhältnismässig hohen Anteil der Ressourcen dieser Erde in Anspruch nimmt!

Humus zur Bekämpfung des Klimawandels

Seit Beginn der modernen Landwirtschaft im 19. Jahrhundert wurde der Humusgehalt in unseren Böden dramatisch verringert. Es gibt viele Untersuchungen, die zeigen, wie es durch die Umstellung auf ökologischen Landbau zum Aufbau von Humus und damit zur Bindung von CO2 kommt.

Was kann ich tun?

Ich finde es immer gut, wenn den Leserinnen und Lesern konkrete Tipps an die Hand gegeben werden, was wir selber tun können. Felix zu Löwenstein macht genau dies in seinem letzten Kapitel. Er schlägt folgendes vor:

  1. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel
  2. Kaufen Sie regional und saisonal
  3. Werden Sie selbst zum Erzeuger – sei es auf dem Fensterbrett oder bei einer Urban Agriculture Initiative
  4. „Eat Food“, soll heissen: vermehrt landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln, Gemüse, Früchte, Fleisch, Eier, Milch selber verarbeiten anstatt fixfertige Menüs zu kaufen
  5. Weniger Fleisch essen, da Fleisch ein sehr CO2-intensiver Rohstoff ist
  6. Nachhaltigen Fisch kaufen

Felix zu Löwenstein - Autor von Food Crash
Felix zu Löwenstein – Autor von Food Crash
Wer noch mehr wissen möchte: Bei Bio Suisse ist kürzlich ein Interview mit Dr. Felix Prinz zu Löwenstein erschienen.

Dirty Little Secret

Der österreichische Autor, Medizin-Journalist und Filmemacher Bert Ehgartner hat 2012 ein Buch zum Thema Aluminium geschrieben:“Dirty Little Secret – Die Akte Aluminium„. Da das Buch sehr umfassend ist, möchte ich Euch zuerst über die sehr aufwändige und umweltbelastende Gewinnung von Aluminium berichten.

Aluminium wird aus Bauxit gewonnen. Bauxit ist eine Gesteinsschicht mit einem Gehalt an Aluminiumoxid von mind. 30 bis 60%. Besonders häufig kommt Bauxit in den Tropen vor. Die bedeutendsten Förderländer sind Australien, Brasilien, Guinea und Jamaika.

Vernichtung von Regenwald

In Porto Trombetas (Brasilien) befindet sich die drittgrösste Bauxitmine der Welt, welche 360 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, in Betrieb ist. Jedes Jahr werden dort circa 250 Fussballfelder Regenwald gerodet, um an Bauxit-Flöze heranzukommen. Weil beim Abbau des Bauxits die Vegetation und die obere Bodenschicht vollständig entfernt werden muss, ist dies mit einem enormen, grossflächigen Eingriff in die Natur verbunden. Und: Primärregenwälder sind nach ein Rodung unwiederbringlich verloren…

Hoher Wasser- und Strombedarf

Der Prozess von Bauxit bis zu Aluminium(oxid) ist ziemlich komplex. Ich versuche, das Ganze in wenigen Sätzen zu beschreiben.

Das Bauxit wird mechanisch zerkleinert und Minerale (Sand, Kalkstein, ..) abgetrennt. Diese bleiben als Rückstand der Alu-Produktion zurück und machen 15 – 30% der Abbaumenge aus. Das Bauxit wird mehrfach gemahlen und dann mit Natronlauge getränkt. Zum Waschen des Bauxits sind grosse Mengen Wasser notwendig. Unter hohem Druck und bei einer Temperatur von 120 – 300°C wird das Bauxit aufgeschlossen: Das heisst, das Aluminiumhydroxid löst sich in der Natronlauge und bildet Aluminatlauge. Die restlichen Bestandteile (Eisen, Sizilium, Titan, etc.) sinken zu Boden und werden als Rotschlamm abgetrennt.

Das Aluminiumhydroxid wird dann entwässert und durch Glühen bei ca. 1200°C entsteht ein weisses Pulver: Das Aluminiumoxid. „Das Aluminiumoxid wird geschmolzen und im Elektrolyse-Verfahren unter Einsatz von grossen Mengen elektrischer Energie zu metallischem Aluminium reduziert. Die Herstellung von einer Million Tonnen Aluminiumoxid verbraucht dabei so viel Energie wie eine halbe Million Haushalte in einem Jahr“ (Quelle).

Die Stromkosten machen 30 – 45% der Herstellungskosten von Aluminium aus. Deshalb ist die Alu-Industrie an günstigem Strom interessiert. So „werden beispielsweise in Südamerika zur Energieerzeugung für die Aluminiumherstellung Staudämme gebaut, die die dortige Ökologie irreparabel schädigen“ (Wikipedia).

Giftiger Rotschlamm

Pro Jahr fallen weltweit rund 150 Mio. Tonnen giftiger Rotschlamm als Industrieabfall an. Der Rotschlamm enthält die stark alkalische Natronlauge mit einem pH-Wert von 14. Auf Regenwald.org ist zu lesen: „Pro Tonne hergestellten Aluminiums entstehen zwischen einer und sechs Tonnen des gefährlichen Abfallprodukts. Da es kaum Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung für Rotschlamm gibt, wird die toxische Substanz in grossen Seen deponiert oder einfach in Flüsse geleitet. Für die betroffenen Ökosysteme hat das meist tödliche Folgen“.

Trombetas-Pond

Aluminium-Industrie

Die Aluminium-Industrie zählt zu einem der umsatzstärksten Segmente der Weltwirtschaft. Fünf Konzerne teilen sich den Markt: Rusal (Russland), Rio Tinto Alcan (Australien – England – Kanada), Alcoa (USA), Hydro (Norwegen), Chinalco (China).

Was hat ein Aroma in meinem Tee zu suchen?

Das aufrüttelnde Buch von Dr. Hans-Ulrich Grimm „Die Suppe lügt – die schöne neue Welt des Essens“ wurde mir von meiner Freundin Cathy empfohlen. Es geht hauptsächlich um Aroma, das unserem Essen beigefügt wird; häufig ohne, dass wir dies wissen. Und warum werden Aromastoffe dazu gegeben? Weil industriell verarbeitete Lebensmittel sonst ungeniessbar und damit unverkäuflich wären. Das macht ja nicht gerade Appetit…

Werbung und Verpackung erzählen eine andere Geschichte als der Inhalt des Lebensmittels. Ein Beispiel dazu: Du kaufst Dir ein Erdbeerjoghurt und denkst: „lecker und gesund“, da Erdbeeren Vitamin C & Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Magnesium enthalten. Aber Du bekommst in Wahrheit keine Erdbeeren, dafür Erdbeer-Aroma mit einem Nährwert von Null. Damit wird auch Dein Körper betrogen. Und zahlreiche Krankheiten wie Allergien deuten darauf hin, dass der menschliche Organismus mit diesem Angebot nicht zurechtkommt.

Bisher konnten über 3’000 verschiedene Aromastoffe in Lebensmitteln nachgewiesen und identifiziert werden, wobei der Gesamtgehalt in einem Produkt meist nur zwischen 0,0001 und 0,1 Prozent liegt. (Greenpeace).

Aroma_Tee
Früchtetee, z.B. aromatisiert mit Apfelkuchen-Karamell-Geschmack

Nun gibt es ja auch natürliche Aromen. Wie ich feststellen musste, ist dies auch in meinem Bio Tee „Grüne Energie“ von YogiTea der Fall. Es ist vorgeschrieben, dass „natürliche“ Aromen nur aus Lebensmitteln hergestellt werden dürfen. Ok, soweit, so gut. Doch: dass kann einfach heissen, dass Mikroben oder Schimmelpilze am Werk waren:

„Natürlich“ bedeutet nicht, dass ein natürliches Aroma, das nach Himbeeren schmeckt, tatsächlich aus Himbeeren gewonnen wurde. In aller Regel handelt es sich um einen Zederholzölextrakt. „Natürliches Aroma“, das typisch nach „Apfel“ schmeckt, wird z.B. aus Tagesteöl, Weinfuselöl, Hefeöl-Destillat, abgerundet mit etwas biotechnologisch hergestelltem Äthylacetat gemixt. Andere „natürliche Aromen“ mit Geschmacksrichtungen wir Pfirsich, Kokos, Nuss oder Bratkartoffel werden biotechnologisch aus Schimmelpilzkulturen gewonnen. (Zusatzstoffmuseum)

Ich werde ab sofort noch kritischer die Zutatenliste der industriell verarbeiteten Lebensmittel studieren. Und mich noch mehr dem echten Essen zuwenden. Denn wie Grimm sehr schön am Schluss des Buches bemerkt: „Echtes Essen hat kein Etikett“.

Anständig leben

Das BucFotoh von Sarah Schill „Anständig leben“ habe ich letzten Herbst gelesen. Die deutsche Autorin mit Jahrgang 1977 hat einen Selbstversuch unternommen, der mit „einem Monat vegan“ startet. Auslöser für ihren Selbstversuch war die Messung des ökologischen Fussabdrucks – dieser stellt unseren Verbrauch dem Angebot der Erde gegenüber. Du kannst Deinen Fussabdruck auf der Website des WWF errechnen lassen. Und eine Möglichkeit, den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren, besteht darin, weniger oder kein Fleisch mehr zu essen. Diesem Weg folgt Sarah Scholl. Und was sie dabei erlebt, erzählt sie einfach und unterhaltsam in ihrem Buch.

Plastikfreie Zone

Gerade habe ich das Buch von Sandra Krautwaschl fertig gelesen. Die Österreicherin war so inspiriert von dem Film „Plastic Planet„, dass Sie und Ihre Familie ein Experiment starteten: Leben ohne Plastik! Aus dem zuerst 1-monatigen Experiment, das viele sowieso für unmöglich hielten, wurden 6 Jahre! Sandra Krautwaschl erzählt in ihrem Buch wunderbar unkompliziert und gibt viele praktische Tipps. Ihren Blog findet ihr unter http://www.keinheimfuerplastik.at/

Mich hat das Buch auf jeden Fall ermutigt, auf meinem Weg weiterzumachen, und wo immer möglich auf Plastik zu verzichten. Um nicht mehr auf Plastikbehälter (Tupper) angewiesen zu sein, habe ich in wunderschöne Edelstahldosen investiert und grosse Freude daran. Solche Dosen gibt es von Kivanta und Klean Kanteen.

Und wie reduzierst Du deinen Plastikverbrauch im Alltag?