Willkommen!

Schön, dass Du auf meinem Blog gelandet bist! Schon länger befasse ich mich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Plastik, lokaler und saisonaler Ernährung. Zeit also, meine gewonnen Erkenntnisse mit Dir zu teilen! Ich freue mich über Deine Kommentare.

Im Garten von Lucas – Madrid

Im Quartier Chueca in Madrid, genauer in der Calle San Lucas 13, befindet sich der „Gemüsegarten von Lucas“ (El huerto de Lucas). Es handelt sich dabei um ein Projekt mit mehr als 450m2 Fläche. Der Raum wurde giftfrei gebaut und mit einem vertikalen Garten im Eingangsbereich und hängenden Pflanzen im Innenhof eingerichtet. Sieht spannend und einladend aus.

Der „Huerto de Lucas“ besteht aus einem grosszügigen Bio-Laden. Dazu schnappt man sich ein Weidenkörbchen, läuft im Laden rum und füllt dieses mit biolgischen Nahrungsmittel. Diese stammen jedoch nicht nur aus Spanien – ich habe auch deutsche und englische Produkte entdeckt.

Zum Projekt gehört ein biologisches Restaurant und Café. Die Küche würde ich als mediterran-italienisch bezeichnen und neben vegan/vegetarischen Menüs (auch Rohkost) findet sich auch Fleisch und Fisch auf der Karte. Es werden Smoothies und hausgemachte Kuchen angeboten. Kuchen hatte ich keinen, aber einen leckeren Smoothie. Dieser wurde mit Papierstrohhalm serviert (wäre aber auch gut ohne gegangen wie ich finde). Der Kaffee oder die heisse Schoki werden auch mit Soja-, Reis-, Hafer- oder Mandelmilch serviert.

Im Quartier Chueca findet sich ganz in der Nähe von „Lucas‘ Garten“ die Markthalle San Anton, die ich ebenfalls für einen Besuch empfehlen würde.

Zero Waste Home

„Reduziere deinen Müll und vereinfache dein Leben!“ So der Untertitel des Buches „Glücklich leben ohne Müll“ von der Zero Waste-Ikone Bea Johnson.

Glücklich leben ohne Müll
Bea Johnson bei sich Zuhause. (photo credit: Coleman-Rayner)

Das Buch habe ich bei einem Wettbewerb gewonnen (an dieser Stelle nochmals ein Danke an Christiane vom Blog „Weniger ist mehr Leben„!) und mich danach gleich in die Lektüre vertieft.

Die Zero Waste-Regeln

Die Regeln bei Zero Waste sind eigentlich ganz einfach, man muss sie nur konsequent anwenden (was im Alltag nicht immer so einfach ist):

  • Refuse (Ablehnen, was man nicht braucht)
  • Reduce (Reduzieren, was man braucht)
  • Reuse (Wiederverwenden)
  • Recycle (Recyceln)
  • Rot (Verrotten – durch Kompost)

Zum Thema Recyclen: „Die Schweizer sind Weltmeister im recyceln. Allerdings gehören sie mit 700 Kilogramm pro Kopf und Jahr auch zu den grössten Abfallsündern überhaupt! Genauer gesagt liegen die Schweizerinnen und Schweizer auf Platz 3, nach den USA und Dänemark. Potenzial haben wir beim Thema „Rot“ bzw. bei den organischen Abfällen (Rüeblischale, Kartoffelschale, etc.), die noch immer viel zu wenig getrennt entsorgt werden“ (Watson).

Die Vorteile des Zero Waste-Lebenstils

Bea Johnson erklärt in ihrem Buch die Vorteile, die ihr Lebensstil nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf den Lebensstandard hat:

  • Finanzielle Einsparungen u.a. durch Reduktion
  • Gesundheitliche Vorteile, da die Belastungen durch Kunststoffe und Synthetik reduziert werden
  • Zeitersparnis
Zero Waste
Bea Johnson produziert nur sehr wenig Müll (photo credit: Coleman-Rayner)

Tipps von Bea

Das Buch enthält viele praktische Tipps, die ihr teilweise auch auf ihrer Website findet. Bea Johnson rät weiter auch dazu, die Stimme zu erheben, indem z.B. eine Email an Organisationen/Firmen mit Verbesserungsvorschlägen geschickt wird. Dies finde ich eine sehr gute und einfach umzusetzende Sache. Und sind wir ehrlich: Wir stolpern doch häufig über Dinge, die verbessert werden können (wie z.B. viel zu grosse Verpackungen).

Mein Fazit

Das Buch hat mir gut gefallen, es liest sich sehr einfach und enthält viele Tipps und persönliche Erlebnisse von Bea Johnson. Etwas schade fand ich, dass sich (da Bea in USA lebt), viele Tipps auf Amerika beziehen und so teilweise wenig Relevanz für Europa oder die Schweiz haben. Ein Beispiel ist die Werbepost: In der Schweiz kleben wir ein „Stopp Werbung“ an den Briefkasten – und das Thema ist so gut wie erledigt. In den USA scheint es jedoch ein regelrechter Kampf zu sein, ungeliebte Werbepost abzubestellen. In Deutschland kann man adressierte Werbebriefe unterdrücken mit der Robinsonliste.

Reklame vermeiden
Stopp – Keine Werbung!

Was mich (positiv) überrascht hat, ist, wie eng Minimalismus und Zero Waste zusammen hängen. Das war mir so nicht bewusst. Ich würde Euch das Buch auf jeden Fall empfehlen. Am besten natürlich, man leiht es in der Bücherei aus oder kauft es Second Hand.

Das Ende der Artenvielfalt?

Die Doku „Racing Extinction“ von 2015 ist sehr aufwändig gemacht, mit wunderschönen Bildern und es lohnt sich, sie anzuschauen. Mein Freund meinte dazu „High-Tech trifft Umweltschutz“.

Mantas und Haie

Der amerikanische Dokumentarfilmer Louie Psihoyos begleitet verschiedene Menschen, die etwas gegen das Artensterben unternehmen. Einer davon ist der Fotograf Shawn Heinrichs. Er liebt die Bewohner des Ozeans, ganz besonders die Mantas und die Haie. Er ist an Undercover-Aktionen in Hong Kong and China beteiligt und deckt dort illegalen Haifisch-Flossen-Handel auf. Die Haie werden aus dem Wasser gezogen, die Flossen abgeschnitten und die Körper bei lebendigem Leib zurück ins Wasser geworfen. Und dies alles nur, dass die Flosse in einer Suppe landet – ein Statussymbol in Hong Kong, Singapur und Taiwan.

Haiflossen
Shawn Heinrichs mit Hai-Flossen in China (© OPS)

„Mantarochen wurden gefangen und getötet, um die wachsende Nachfrage vor allem nach ihren Kiemen im asiatischen Raum zu decken. Dort werden die Kiemenreusen unter dem Namen „Peng Yu Sai“ als Heilmittel vertrieben und erzielen Preise von bis zu 500 Euro pro Kilogramm. Zentrum des Handels ist Guangzhou in China, wo rund 99% der Kiemen umgeschlagen werden. Die dramatische Zunahme der gezielten Fischerei gerade im letzten Jahrzehnt führte dazu, dass weltweit die Manta-Populationen bereits um 50-86% zurückgegangen sind“ (taucher.net). Im Juni 2013 wurden 8 Hai-Arten und alle Manta Rochen in Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen.

Manta Rochen
Manta mit Taucher © David Doubilet

Rennfahrer und Lichtshow

Die Rennfahrerin und Umweltaktivistin Leilani Munter (Motto: Never underestimate a vegan hippie chick with a race car) fährt in der Doku ein Tesla – das Elektroauto wurde mit einem riesigen Projektor ausgestattet und erlaubt es, CO2 und Methan zu sehen.

Racing Extinction
Wal-Projektion in New York (© OPS)

Am Schluss des Film werden Bilder an die Häuser von New York projiziert – unglaublich beeindruckend! Die Doku empfehle ich Euch gerne weiter.

Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe

Über die beiden Wintergemüse Topinambur und Pastinake habt ihr ja bereits einiges auf dem Blog gelesen. Die Suppe enthält zudem Ingwer und Limette – und gibt uns in dieser sehr kalten Jahrezeit (der kälteste Januar seit 30 Jahren!!) ein Plus an Vitamin C. Das winterliche Rezept wurde mir von Li_Reflection zur Verfügung gestellt.

Topinambur
Topinambur (© Li_Reflection)

Topinambur-Pastinake-Suppe

Du brauchst folgende Zutaten:

  • 200 g Topinambur
  • 200 g Pastinaken
  • Optional 1 Peperoni (rot) (Paprika) – Saison von Juni bis Oktober
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g frischer Ingwer
  • 2 EL Olivenöl
  • 700 ml Gemüsebouillon
  • 100 ml Hafersahne
  • 1 Limette (Saft)
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer und wer mag Chiliflocken
Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe
Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe (© Li_Reflection)

Pastinake und Topinambur schälen und in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden. Die Peperoni (Paprika) halbieren, entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Schalotten, die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und alles fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Schalotte, Knoblauch und Ingwer darin andünsten. Gemüse beifügen und kurz mitdünsten und die Gemüsebouillon dazugiessen. Die Suppe zugedeckt 20 Minuten kochen lassen. Am Ende der Garzeit Hafersahne und die Hälfte des Limettensafts zur Suppe geben und diese mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Die Suppe nach Belieben nochmals mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Chilifocken abschmecken.

Alternative Zahnpasta im Test

Eines vorweg: ich habe es immer noch nicht geschafft, Zahnpasta selber herzustellen. Und dies, obwohl ich einige wertvolle Tipps und Rezepte erhalten habe… Wichtig für mich bei der Zahnpasta sind einerseits die Inhaltsstoffe und andererseits die Verpackung. Ich teste momentan drei Produkte gleichzeitg, über die ich Euch gerne berichten möchte:

Feste Zahnpasta am Stiel

Gefunden habe ich das vegane Produkt von Lamazuma (9.90€/20g), als ich in Brüssel war. Es ist absolut Zero Waste (der Holzstengel kann auf den Kompost und die Kartonschachtel ins Altpapier) und viele Inhaltsstoffe sind aus biologisch zertifiziertem Anbau. Das Produkt enthält kein Palmöl! Das ist leider nicht selbstverständlich, aber für mich ein weiteres Plus der festen Zahnpasta. Wie funktioniert es? Ganz einfach: Zahnbürste anfeuchten, mit den Borsten über die feste Zahnpasta streichen und dann die Zähne putzen. Die Zahnpasta schäumt leicht, was ich angenehm finde. Geschmacklich dürfte sie für mich noch stärker nach Pfefferminzöl schmecken, um das „angenehme Frischegefühl nach dem Zähneputzen“ zu erhalten. Gemäss Hersteller hält die feste Zahnpasta so lange wie zwei Tuben Zahnpasta. Die feste Zahnpasta habe ich einfach in mein Zahnglas getan, alternativ kann man sie auch in ein separates, kleines Glas stellen.

Feste Zahnpasta
Feste Zahnpasta

Zahnöl

Von Ringana bin ich momentan das Zahnöl (12€/125ml) am Testen. Ein Probemuster für CHF 2.00 (15ml) kann man u.a. in Basel im Lokal kaufen. Es handelt sich dabei um Natur- und Biokosmetik, die nach dem Ecocert Standard zertifiziert ist. Leider enthält es Inhaltsstoffe, die aus den Bestandteilen der Ölpalme hergestellt wurden (Elaeis Guineensis, Ascorbyl Palmitate) und gemäss Codecheck.info auch 4 leicht bedenkliche Inhaltsstoffe. Von Ringana habe ich folgende Anwort erhalten: „...Wir als Unternehmen beschreiten daher aktuell den Weg, „besseres“ Palmöl zu suchen, etwa mit Hilfe des 2004 ins Leben gerufenen „Roundtable for Sustainable Palm Oil“ (RSPO). ...Es macht wenig Sinn auf Palmöl in Kosmetikprodukten zu verzichten nur weil die meisten Konsumenten die Relationen der für verschiedene Produktgruppen eingesetzten Palmölmengen und folglich deren unterschiedlichste Relevanz in Bezug auf die Umwelt nicht kennen“. Palmöl wird zu 42% für bioenergetische Verwendungen, 33% für Nahrungsmittel, 17% für industrielle Verwendung (da gehört Haushaltsmittel und Kosmetika mit dazu) und 8% für Futtermittel eingesetzt (Zeit.de). Dennoch möchte ich kein Palmöl in einer nachhaltigen Zahnpasta drin haben! Die Verpackung ist aus PE-Material (=Polyethylen), somit leider nicht Zero Waste. Zum Zähneputzen braucht man einen kleinen Löffel vom Öl, mit dem man den Mund spült und danach mit der Zahnbürste noch nachputzen kann. Das Zahnöl hinterlässt einen angenehmen und sehr frischen Geschmack im Mund.

Zahnöl
Zahnöl

Zahnpulver

Das Per-Blan-Zahnpulver (ab ca. 2.70€ / 30g) habe ich im Bioladen in Brüssel entdeckt. Leider ist das Zahnpulver in einer Plastikverpackung drin, was ich beim Kauf nicht realisiert habe. Ebenfalls nicht realisiert habe ich, dass das Produkt Palmöl (Sucrose Palmitate) und das Tensid „Sodium Methyl Cocoyl Taurate“ enthält – im Laden hatte ich kein Internet und konnte entsprechend Codecheck.Info nicht verwenden. Das Produkt ist einfach anzuwenden: Zahnbürste befeuchten, in das Zahnpulver drücken und Zähne putzen. Es schäumt angenehm und hinterlässt einen frischen Geschmack im Mund. 30g sollten für für ca. 2 Monate reichen. 

Zahnpulver
Zahnpulver

Zahnpulver gibt es jedoch auch von anderen Herstellern, so z.B. von Birkengold (30g/ca. 4€) – Birkengold wird in einem Glas verkauft und enthält keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Zahnpulver (Zahnkreide) würde ich somit nicht komplett von meiner Liste streichen. Das Produkt von Per-Blan kommt mir jedoch nicht mehr ins Badezimmer.

Mein Favorit

Meine bevorzugte alternative Zahnpasta ist klar die feste Zahnpasta am Stiel.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit diesen Produkten gesammelt? Bin gespannt zu hören, wie es Euch damit ergangen ist!

Rote Knolle trifft Erdsonnenblume

Eine spannende Mischung: die vitaminreiche rote Beete trifft Topinambur (Erdsonnenblume) in einer kreativen Suppe. Ausprobieren lohnt sich!

Ro
Rote Beete

Topinambur

Die Topinambur-Knolle gehört zur Familie der Korbblütler und zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Deshalb wird sie auch Erdsonnenblume genannt. Die Saison in der Schweiz dauert von November bis März.

Topinambur enthält viele wertvolle Mineralstoffe, Kohlenhydrate und Vitamine. So liefert die Erdsonnenblume bis zu 100mg mehr Kalium als Bananen und 3-4 Knollen decken bereits den gesamten Eisenbedarf eines erwachsenen Menschen. Ansonsten sind noch Magnesium, Phosphor, Kalcium, Zink, Selen und Vitamin B1 enthalten (Tompinabur.cc). Zudem enthält die Knolle viel Inulin. Dieser Ballaststoff macht satt und stillt den Appetit.

Vitaminreiche rote Knolle

Die Rande (oder Rote Beete) ist ein typisches Lagergemüse und hat somit das ganz Jahr Saison. Das Knollengemüse versorgt uns im kalten Winter mit Vitaminen und Nährstoffen wie z.B. Eisen. „Die vitaminreiche Knolle enthält unter anderem Folsäure und Kalium. Und trotzdem figuriert Randen auf der Liste der beliebtesten Gemüse in der Schweiz eher auf den hintern Rängen. Gut 8’000 Tonnen werden pro Jahr in der Schweiz konsumiert. Nicht gerade viel. Im Vergleich landen beispielsweise jährlich über 67’000 Tonnen Karotten auf unseren Tellern“ (Srf.ch). Mit diesem leckeren Rezept steigt vielleicht der Konsum der roten Beete! 🙂

Randen-Topinambur Suppe

Für die Suppe brauchst Du:

  • 300 g Rande (Rote Beete)
  • 300 g Topinambur
  • 600 ml Gemüsebouillon
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • Zum Würzen: etwas Saft einer frisch gepressten Zitrone (oder Apfelessig), Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Sesamsamen, evtl. Bio-Haselnuss-Öl
Randen-Tompinabur-Suppe
Randen-Tompinabur-Suppe (© Li_Reflection)

Die Zutaten am besten in Bio-Qualität besorgen. Rote Beete und Topinambur schälen und in grobe Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die gehackte Zwiebel und das Gemüse hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 5 – 10 Minuten dünsten lassen. Mit der Gemüsebouillon ablöschen und bei geschlossenem Deckel und milder Hitze ungefähr 25-30 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse sehr weich ist. Nun alles cremig pürieren und mit Zitronensaft abschmecken. Zum Garnieren eignen sich frisch gemahlener Musskatnuss, geröstete Sesamsamen und ein gutes hochwertiges Öl, z.B. Bio-Haselnuss-Öl.

Danke an Li_Reflection für das schöne Foto und das Rezept!

Meine 5 Tipps für Zero Waste und Bio in Brüssel

Ein Besuch in der belgischen Hauptstadt bietet einiges: vom Comic-Museum, Grand Place, Manneken Pis bis zur weltberühmten Schokolade. Doch wo bekomme ich Schokolade in Bio- und FairTrade-Qualität?

Ich begebe mich auf die Suche, wo ich in Brüssel Bio-Produkte und am besten noch ohne Abfall (Zero Waste) einkaufen kann. Hier meine 5 Tipps:

1. Den Teepot: Der Bio-Shop an der Kartuizerstrahlt / Rue de Chartreux, 66 wirkt etwas in die Jahre gekommen. Im Eingang hängen viele Zettel, die auf diverse Aktivitäten aufmerksam machen.

Gleich beim Eingang befindet sich die Käsetheke. Gemüse wird offen verkauft. Es gibt einen separat gekühlten Raum für Früchte und Gemüse. Bulk Shopping – d.h. Einkauf ohne Verpackung – ist möglich! Es hat noch ein Restaurant im 1. Stock, welches ich mir jedoch nicht angeschaut habe.

2. Als nächstes besuchte ich Färm am Quai au bois à bruler 43. Ein stylisher Bio-Laden mit flotter Hintergrundmusik. Gleich beim Eingang befindet sich die Theke, hinter der zwei freundliche junge Frauen mit schwarzen Hauben und hell-lila Blusen frische Salate, Quiches, Suppe, Aufschnitt und Käse anbieten. Da mein Magen knurrt lasse ich mir eine vegetarische „Pocket“ mit Salat geben. Dazu wird mir gefiltertes Wasser gereicht. Zum Essen setze ich mich an einen der drei Holztische.

Frisch gestärkt schlendere ich durch den grosszügig gestalteten Laden. Frische Brote ohne Verpackung. Grosse Auswahl an Bulk-Shopping für Müsli, Reis, Nüsse, … Belgische Schokolade in Bio- und FairTrade-Qualität, u.a. von Belvas und Tohi – da konnte ich nicht widerstehen. Früchte und Gemüse werden in einem separat gekühlten Raum aufbewahrt.

Im 1. Stock werden Kosmetik-, Baby- und Hygiene- und Putz-Artikel angeboten. Ich entdecke festes Shampoo, festes Deo und feste Zahnpasta von der Naturkosmetik-Manufaktur Lamazuma: Nur in Karton und ohne Plastik verpackt! Super! Decke mich gleich mit der Zahnpasta ein.

3. Der dritte Laden, dem ich einen Besuch abstattete, war Natural Corner an der Rue de l’escalier 1. Ein gut sortierter Laden in einer guten Gegend von Brüssel in der Nähe vom Place Sablon. Auch hier gibt es frisches Brot ohne Verpackung und Bulk Shopping ist möglich.


Von den drei besuchten Bio-Läden ist Färm mein klarer Favorit! Auf meinem Streifzug durch Brüssel habe ich noch zwei weitere Läden entdeckt, bei denen man plastikfrei einkaufen kann und die ich Euch gerne zeigen möchte:

4. Dille & Kamille: Es gibt mehrere Läden in der Stadt, welche Produkte für Haus, Garten und Küche anbieten. Das holländische Unternehmen schreibt: „Unser Warenangebot strahlt Schlichtheit aus, uns sind traditionelles Handwerk, handwerkliche Produkte und natürliche Materialien wichtig“.

5. La Maison du Savon de Marseille: Seifen in unglaublicher Vielfalt werden hier ohne Verpackung verkauft. Der Laden befindet sich an der 29, rue du marché aux herbes in Brüssel – gleich beim Grand-Place.

Viel Spass beim Entdecken von Zero Waste und Bio in Brüssel!

Sustainable Sunday!

Ich liebe Sonntage! Und der 22. Januar war ein ganz besonderer Sonntag.

Smiling Gecko – nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe

Zuerst konnte ich an einer sehr tollen Pilates-Stunde im Studio „Niyama“ in Basel teilnehmen. Alle Lektionen an diesem Tag waren auf Spendenbasis – und die Spenden gingen zu 100% an das Projekt „Smiling Gecko„. Ich hoffe, dass eine schöne Summe zusammengekommen ist, denn das Ziel von Smiling Gecko ist, Kindern und ihren Familien in Kambodscha eine gesicherte Lebensgrundlage zu bieten. Dies durch Direkthilfe vor Ort und darüber hinaus als nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Der berühmte Schweizer Fotograf Hannes Schmid ist Mitbegründer von Smiling Gecko. Er hielt noch ein Referat, das ich jedoch leider verpasst habe.

Hannes Schmid
Dorfschulprojekt von Smiling Gecko (© Smiling Gecko)

„Basel hilft mit“ verkauft Kleider, die nicht mehr gespendet werden können

Am Nachmittag machte ich mich mit einer Freundin auf den Weg nach Liestal, die Kantonshauptstadt vom Kanton Baselland. Dort fand eine Veranstaltung von „Basel hilft mit“ statt. Der Verein entstand im August 2015 aus der Idee, etwas für die Menschen in Not und auf der Flucht zu tun. Veranstaltungsort war der sehr kleine Laden von „Zweit Leben„, welcher am 11. Dezember 2016 eröffnete. Mit etwas Glück haben wir diesen Pop-Up-Store gefunden, denn davor waren Autos parkiert und auch die Schaufenster waren unauffällig.

Zweck von Zweit Leben: Alle Spenden, die von fliehenden und geflüchteten Menschen nicht gebraucht werden können, bekommen dort eine zweite Chance. Nichts soll vergeben gespendet worden sein. Alle Einnahmen fliessen in Charity-Projekte.

Auch Greta Aguilar nahm teil. Ich habe Greta das erste Mal getroffen und konnte mich kurz mit ihr unterhalten. Sie ist ein Sustainable Fashion Stylist und berät Kundinnen und Kunden, wie man sich mit Second Hand-Kleidung gut einkleiden kann. Dies ist ja nicht immer so einfach; viele Kleider entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist oder nicht dem persönlichen Geschmack. In einem Second Hand-Laden fündig zu werden, ist keine einfache Angelegenheit. Und hier unterstützt Greta.

Leckere Schwarzwurzelsuppe

Die Schwarzwurzel hat Saison von Oktober bis März. „Die Schwarzwurzel enthält Provitamin A, Vitamin B1, B2 und B3, C und E sowie sehr viel Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor. Darüber hinaus hat sie viel Eisen, Asparagin und Allantoin in sich“ (Meine Ernte). Ein super Gemüse also, das sich auch für leckere Suppen eignet. Gerne stelle ich Euch ein Rezept vor, dass ich im Winter sehr gerne koche.

Schwarzwurzel, Birsmattehof, Matthäusmarkt, Basel
Schwarzwurzel auf dem Markt

Das Rezept

Für ein Abendessen für 2 Personen benötigst Du:

  • ca. 300g Schwarzwurzeln (in Bio-Qualität)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50g Butter oder 2 EL Sonnenblumenöl
  • 3/4 l Gemüsebouillon
  • 1/4 l Halbrahm
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Muskat, evtl. 2-3 Tropfen Bio-Trüffelöl
Schwarzwurzel
Gesunde Schwarzwurzel-Suppe

Die Schwarzwurzeln entweder mit Handschuhen (sonst werden die Hände schwarz) oder unter fliessendem Wasser waschen, schälen und danach klein schneiden. Die Zwiebel schneiden und beides zusammen in Butter/Öl anschwitzen. Die Bouillon hinzufügen und solange köcheln, bis die Schwarzwurzeln weich sind (ca. 20 Minuten). Pürieren, würzen und den Halbrahm hinzufügen.

En Guete!

Wenn das Meer stirbt…

Mein Freund war kürzlich im Basler Bio-Laden „Höheners“ und hat dort neben der Käsetheke die „Bio-Videothek“ entdeckt. Im Höheners finden sich ca. 20 DVDs mit Dokumentationen rund um Lebensmittel und Ökologie. Das Ausleihverfahren ist unkompliziert: Formular ausfüllen, CHF 30.- Depot bezahlen und die DVD mitnehmen. Dann hat man eine Woche Zeit, den Film zu gucken und ihn wieder zurückzubringen – dann bekommt man auch die 30 Franken zurück. Falls nicht, gilt der Film als gekauft. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit „Filme für die Erde„. Eine super Sache, wie ich finde!

The Last Giants – wenn das Meer stirbt

Wir haben uns die DVD „The last Giants“ ausgeliehen. Portraitiert wird dabei die Schweizerin Katharina Heyer, welche „firmm“ gegründet hat. Die Stiftung firmm (foundation for information and research on marine mammals) setzt sich aktiv für den Schutz von Walen und Delfinen und für den Lebensraum Meer ein. In der Meerenge von Gibraltar leben mehr Walarten auf engstem Raum als irgendwo sonst auf der Erde. Aber: Täglich durchqueren über 300 riesige Containerschiffe die Meerenge, dazu kommen Schnell-Fähren von Spanien nach Marokko. Die Wale werden verletzt oder sind desorientiert vom Lärm. Zudem wird ihnen die Nahrung (wie z.B. Thunfische) weggefischt, so dass sie teilweise auch verhungern.

Katharina Heyer hatte den grossen Traum, ein Wal-Hospital zu bauen. Sie hatte bereits ein Grundstück auf marokkanischem Boden gekauft – auf dieses Grundstück hatte sie jedoch plötzlich keinen Zugang mehr. Und auch das zweite Grundstück, welches sie kaufen wollte, wurde ihr verweigert. Das Wal-Hospital ist somit leider nicht zustande gekommen.

Was können wir tun?

  1. Ein Grund für die gestiegene Zahl der Transportschiffe sind die ebenfalls gestiegenen Wünsche von uns Konsumenten. Deshalb: So oft es geht lokale und saisonale Waren einkaufen.
  2. Wissen verbreiten: Je mehr Menschen über die Situation Bescheid wissen und bereit sind, etwas zu ändern, desto besser kann z.B. firmm seinen Stiftungszweck erfüllen. Und: Am 25. Februar 2017 um 17.00 Uhr findet das firmm-Jahrestreffen im Kultur- und Kongresshaus Aarau, Schweiz, statt.
  3. So weit es geht, Kunststoffe und Plastikverpackungen vermeiden. Diese gelangen ins Meer und beeinträchtigen negativ das Leben aller Meeresbewohner…