Ein ungeschminkter Blick ins Bad

Seit fast einem Jahr bin ich sehr intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Plastikvermeidung unterwegs. Mein Vorsatz war, vorhandene Produkte aufzubrauchen, bevor ich mir neue (plastikfreie) anschaffe. Falls es überhaupt einen Ersatz für das Produkt braucht. Und nun möchte ich Euch einen ungeschminkten Blick in mein Badezimmer geben. Einiges ist hier passiert:

Shampoo und Conditioner in Plastikflaschen gehören der Vergangenheit an, ebenso wie Duschgel. Dafür habe ich eine Shampoo Bar von Creamy Stuff, einen festen Conditionier von Lush und meine Olivenseife aus Korfu.

Plastikfreies Badezimmer
Shampoo, Conditioner und Seife

Beim Zähneputzen ist mir der Umstieg von der Plastikzahnbürste zur Bambuszahnbürste leicht gefallen. Für die Zahnpasta in der Tube habe ich noch keine Alternative gefunden. Ich bin kurzzeitig auf ein Produkt von Weleda (in der Alu-Tube) umgestiegen, wurde damit aber nicht so richtig warm. Deshalb gibt’s wieder die Zahnpasta von der Migros. Die hat aber gemäss Codecheck.info mind. 3 nicht empfehlenswerte Inhaltsstoffe drin (Paraffinöl, SLS und Sodium Saccharin), so dass ich hier dringend eine plastikfreie Variante suche. Tipps sind herzlich willkommen! Auch für Ideen zu plastikfreien Alternativen für Kontaktlinsenbehälter und Kontaktlinsenmittel bin ich dankbar.

HydroPhil Zahnbürste
Bambus-Zahnbürste und (leider) Zahnpasta in Plastik

Beim Schminken mixe ich mir den Gesichtspuder selber. Den Pinsel habe ich schon länger, bin zufrieden damit und werde diesen auch weiter brauchen.

Mein Deo ist aluminiumfrei und soweit möglich auch plastikfrei: hier bin ich dem Weleda-Produkt in der Glasflasche treu geblieben. Anstelle einer Bodylotion in der Plastikflasche verwende ich ab und zu Kokosnussöl aus der Glasflasche. Das Öl habe ich aus Costa Rica mitgebracht. Den Lippenpflegestift habe ich durch Bio Shea Butter (Bio Karité Butter) ersetzt. Dieser kommt leider in einer kleinen Alu-Dose (10 ml) daher. Wie ich nun herausgefunden habe, kann ich Bio Shea Butter auch in grossen Glasflaschen (500g) kaufen. In Zukunft kann ich mir jeweils eine kleine Menge in die Alu-Dose abfüllen und diese so weiterverwenden.

Plastikfreies Badezimmer
Kokosöl, Deo und Shea Butter für die Lippen

So weit, so gut. Aber es gibt noch einiges zu tun bzw. aufzubrauchen. In meinem Spiegelschrank finden sich noch Körperpuder, verschiedene Haarprodukte, Gesichtscreme, Waschlotion, Tonic, etc. zu finden. Allesamt nicht plastikfrei. So eine Umstellung braucht Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich! Ich bin mega happy mit dem, was sich im letzten Jahr in meinem Badezimmer verändert hat.🙂

Good Food Bad Food

Ich schaue mir sehr gerne Dokumentationen zu nachhaltigen Themen an. In der Bibliothek bin ich über die Doku „Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ von der französischen Regisseurin Coline Serreau aus dem Jahr 2010 gestolpert. Den Sonntagabend verbrachten mein Mitbewohner und ich somit vor dem Fernseher.

Solutions locales pour un désordre global
Filmabend mit Good Food Bad Food

Der Film hat einige Schwächen, aber auch viele Stärken. So enthält die Doku spannende Informationen und lässt Experten zu Wort kommen, wie beispielsweise: Vandana Shiva, Wissenschaftlerin, Umweltaktivistin und Trägerin des Right Livelihood Award und Philippe Desbrosses, Agronom und promovierter Umweltwissenschaftler, Verein Kokopelli.

„Saatgut ist das Gedächtnis der Natur, es enthält das Erbe der Menschheit und ist eines unserer kostbarsten Güter, unverzichtbar für das Überleben der Arten“, schreibt Philippe Desbrosses (Quelle). Vandana Shiva ist Gründerin des Vereins „Navdanya“, der sich für die Bewahrung der Artenvielfalt und den Schutz der Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen stark macht. Die Farm von Navdanya ist eine beispielhafte Saatgutbank, die es über 10’000 Bauern und Bäuerinnen in Indien, Pakistan, Tibet, Nepal und Bangladesch ermöglicht, die biologische Landwirtschaft neu zu entdecken.

Good Food Bad Food
Biologische versus konventionelle Bearbeitung des Bodens

Claude und Lydia Bourguignon,  Mikrobiologen und Agrarökologen, führen mikrobiologische Bodenanalysen durch und berichten ausführlich über die Verdichtung von Böden. Dazu trägt auch das Pflügen bei, denn der Boden wird bis in eine Tiefe von ungefähr 30 cm gelockert. Unter dieser gelockerten Schicht entsteht im Laufe der Jahre jedoch ein stark verdichteter Horizont, die sogenannte Pflugsohle. Auf dieser kann sich Niederschlagswasser stauen. Ein lebendiger Boden mit natürlicher Düngung enthält eine Vielzahl von biologisch aktiven Lebewesen wie z.B. Regenwürmer. Pflugloser Bioanbau fördert den Boden und schont das Klima. Der Boden sieht zudem anders aus.

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Rechteckige Wassermelonen?!

Die Reise führt Coline Serreau nicht nur durch ihr Heimatland Frankreich, sondern auch nach Indien, Brasilien und in die Ukraine. Serreau interviewt Menschen, die nicht länger ein Teil im Getriebe des Räderwerks der industrialisierten Landwirtschaft sein wollen, und sich stattdessen für eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft einsetzen. Sie alle verbindet zudem die Frage, wie durch einen sorgsamen, ökologisch verträglichen Anbau sowohl die Bauern und Bäuerinnen als auch die Verbraucher/innen wieder mehr Autonomie darüber erlangen können, wie sie sich ernähren wollen. Die persönliche Herangehensweise wird auch unmissverständlich dadurch deutlich, dass Coline Serreau ihren Film beinahe im Alleingang gedreht hat.

„Ich bin so plastikfrei“

Ein kleiner Beitrag in eigener Sache: Ich bin ganz neu Gast-Bloggerin auf http://www.ichbinsoplastikfrei.at! Darüber freue ich mich sehr! Ihr könnt auf dieser Seite informative Artikel rund um das Thema „Plastik vermeiden“ finden.

Ohne Plastik leben
Ich bin so plastikfrei

Der Ärger über die Berge von Plastikmüll nach jedem Einkauf war ausschlaggebend für Initiatorin Conny Wernitznig und eine Gruppe von Interessierten, sich im Juli 2014 in Österreich – Freistadt im Mühlviertel – zusammenzufinden und die Initiative #ichbinsoplastikfrei zu gründen. Freistadt hat über 7’700 EinwohnerInnen.

Ziel der Initiative ist es, sinnlosen Plastikmüll zu reduzieren, die Problematik bewusst zu machen und so ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken.

Aussergewönliche Bücherschränke

Die offenen Bücherschränke gibt es mittlerweile an vielen Orten – und teilweise sind diese Orte speziell und aussergewöhnlich. So habe ich zwei offene Bücherschränke gesehen, die ich Euch gerne zeigen möchte.

Zum einen das offene Bücherregal auf dem Hafenareal. In urbaner Umgebung in Basel bei der Café Bar Patschifig (Uferstrasse 40, 4057 Basel) gibt es ganz neu den „Tauschrausch“. Jeder kann Bücher nehmen und bringen.

Bei meinem Besuch in Bayern habe ich am wunderschönen Wörthsee ebenfalls ein offenes Bücherregal entdeckt.

Gemeinde Wörthsee in Bayern
Offene Bücherbox am Wörthsee

2015 wurden an der Badestelle Maistrasse und dem Badeplatz Seglerweg offene Bücherschränke installiert. Die Gemeinde Wörthsee möchte damit die Bevölkerung und Badegäste zum Lesen anregen und einen weiteren Ort der Begegnung und Belebung schaffen.

Kennst Du auch einen offenen Bücherschrank an einem ungewöhnlichen Ort?

Göttin des Glücks in Österreich

Die „Göttin des Glücks“ gehört weltweit zu den Pionieren in der ökofairen Modewelt. Mit Sabrina habe ich Ende November 2015 den Laden in Wien besucht. Wir haben uns sehr nett mit dem Verkäufer unterhalten, der uns Informationen rund um die Idee und die Produkte gab: Ins Leben gerufen wurde die Göttin 2005 von vier Menschen als Projekt unter dem Motto „Danke mir gehts gut“. Der Umstieg auf 100% Fairtrade und Bio erfolgte Anfang 2007 durch die Kooperation mit EZA Fairer Handel, Österreichs grösster Importgesellschaft für Produkte aus fairem Handel, wodurch die Göttin auf eine lückenlose, kontrollierte und zertifizierte Produktionskette zugreifen konnte. Die „Göttin“ ist auch GOTS (Global Organic Textile Standard ) zertifiziert und kennt ihre Lieferanten und Produktionsstätten persönlich.

Ich kaufe mir zwar eher selten neue Klamotten, doch bei der Göttin konnte ich nicht widerstehen. Schnell habe ich ein schönes Oberteil gefunden: Das „Miri 4“ in Nachtblau mit dem Aufdruck „Ich möchte unendliche Wunder erleben“ auf dem rechten Ärmel.🙂 Dabei stehen alle Artikelnamen für Göttinnen oder Götter aus sämtlichen Weltkulturen. „Miri ist in der Mythologie der afrikanischen Bambara das Weltenei. Es vereinigt in sich die drei Bestandteile Nali, Wali und Tali. Mit ihnen zusammen bildet es Erde, Feuer, Wasser und Luft. Als es platzte, entliess es die zweiundzwanzig Grundbestandteile der Welt“.

Läden gibt es in Wien, St. Pölten, Graz, Linz und Innsbruck und die Produkte können auch online gekauft werden. In der Schweiz bekommt man die Kleidungsstücke u.a. bei Mamapacha in Grafenort (OW) und in Deutschland im Weltladen an der Planie in Stuttgart.

Be green in any colour you like!

Kürzlich war ich der hübschen Stadt Luzern unterwegs und konnte dem Laden „glore“ am Löwengraben 12 einen Besuch abstatten.

Wahrzeichen der Stadt Luzern
Kapellbrücke in Luzern

glore steht für globally responsible fashion und bietet hochwertige, modische Produkte, die im Einklang mit Mensch und Natur hergestellt werden. Deshalb führt glore ausschliesslich Marken, die fair gehandelte und ökologisch nachhaltige Mode mit ethischem Anspruch bieten.

Mir hat der Laden sehr gut gefallen. Neben Kleidern kann man auch Schuhe und Sonnenbrillen kaufen. Schade, dass es einen solchen Laden nicht auch in Basel gibt.

Rebekka Sommerhalder, Geschäftsführerin von glore, berichtet mir: „glore wurde vor 10 Jahren in Deutschland gegründet. 2015 konnte ich den Laden in Luzern eröffnen – auch dank Crowdfunding. Einen nachhaltigen Kleiderladen zu führen, war jedoch kein langjähriger Traum von mir. Vielmehr habe ich vor einigen Jahren als Konsumentin einen Wandel durchlaufen und mich entschieden, wo immer möglich fair und ökologisch einzukaufen. Bei den Kleidern entpuppte sich dieses Vorhaben als grosser Frust. Als ich dann ich Deutschland Leute kennen lernte, die ein wundervolles Angebot an nachhaltiger Mode boten, ergab sich eins zum andern. Wir wollten das Konzept von glore in die Schweiz bringen. Einfach, weil es hier fehlte. Und weil ich mich unerwarteter weise dazu berufen fühlte. Mich motiviert die Überzeugung, dass jeder Mensch Würde und Respekt verdient. Dass ich kein Recht habe, andere als minderwertig anzusehen und unter scheinheiligen Vorwänden auszunutzen. Und dass ich die Natur als Lebensgrundlage mit Sorgfalt nutzen und die Ressourcen schonen will“.

Rebekka Sommerhalder von Glore
Geschäftsführerin Rebekka im Gespräch mit einem Kunden

Ich frage nach, wie viel Zeit Sie im und mit dem Laden verbringt? „Nun, ich arbeite wohl etwas mehr als 100%. Ich bin aktuell oft noch 6 Tage pro Woche im Laden und das in der Regel ca. 9.5 Stunden. Tatsächlich kann ich aber abends und am Sonntag meistens ausruhen und Freizeit geniessen. Inzwischen habe ich auch Angestellte (niederprozentig, im Stundenlohn), die mich unterstützen und mir ab und zu einen freien Tag oder sogar Ferien ermöglichen. Ziel ist es, ab Herbst wieder mehrheitlich auf eine 5-Tage-Arbeitswoche zu reduzieren. Das klingt jetzt vielleicht nach wahnsinnig viel Arbeit. Es fühlt sich aber anders an, wenn es der eigene Laden ist und dazu ein Projekt, dass einem wirklich am Herzen liegt. Ausserdem weiss man ja von Anfang an, dass Selbstständigkeit keine 40-Stunden-Woche bedeutet…“.

Ich kann Euch einen Besuch in diesem schönen und nachhaltigen Kleiderladen nur empfehlen.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag, 10 – 18.30 Uhr, Donnerstag, 10 – 21 Uhr, Samstag, 10 – 16 Uhr.

Kleider tauschen statt kaufen

Meine Freundin Elke veranstaltet seit Jahren private Kleidertauschpartys. Sie lädt dazu all ihre Freundinnen ein, jede bringt Kleider, Schuhe und Schmuck mit – und dann wird getauscht. Dabei ist für Elke auch der soziale Aspekt wichtig. Deshalb gab es zu Beginn der Kleidertauschparty einen Apéro und einen leichten Happen zu Essen auf dem Balkon. So konnten alle Frauen auch den schönen warmen Sommerabend geniessen.

Start der Kleidertauschparty
Apéro auf dem Balkon

Dann ging’s los: Kleider wurden ausgepackt, auf dem Sofa drappiert, neugierig wurden die Teile in Augenschein genommen und dann probiert. Ein manches Kleidungsstück ging von einer Frau zur nächsten, bis die neue Besitzerin gefunden wurde.

„Leihen, tauschen, teilen: Wer sich stylisch und individuell kleiden will, muss nicht dem Modediktat der Industrie folgen und immer neue, kurzlebige Teile kaufen. Gemäss Greenpeace werden 40% der Kleidung von 18 – 69-Jährigen in Deutschland nie getragen, sondern ausschliesslich für den Kleiderschrank produziert. Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, Jugendliche sogar deutlich mehr. Entsprechend selten tragen wir die schnell erworbenen Teile: ein Party-Top im Schnitt 1,7 Mal, bevor wir es ausrangieren. Nach ihrer kurzen Lebensdauer landen drei von vier Kleidungsstücken im Müll, nur ein Viertel wird recycelt“. Ein guter Grund also, Kleider zu tauschen anstatt immer neu zu kaufen! Ich bin zufrieden mit einem wunderschönen neuen Kleid und ein paar tollen Schuhen von Toms nach Hause geradelt.

Hast Du auch schon mal an einer Kleidertauschparty teilgenommen?

Ein Apfel aus Neuseeland

Im Juni stand ich im Supermarkt und wunderte mich: Da liegen Äpfel aus Neuseeland neben Schweizer Äpfeln. Und sie kosten erst noch mehr als die einheimischen Produkte. Ich sehe ja ein, dass ich Bananen aus anderen Ländern kaufen muss – weil diese nun einfach mal nicht in der Schweiz wachsen. Aber Äpfel?

Äpfel aus Neuseeland in der Schweiz
Im Schweizer Supermarkt werden Äpfel aus Neuseeland angeboten.

Es gibt Frühsorten, wie z.B. Vista Bella, Sommerred, Primerouge und Gravensteiner, die von Mitte Juli bis Ende September Saison haben. Die Herbstsorten wie Elstar, Boskop, Braeburn und Gala gibt es ab Ende September (Buuregarte.ch).

Apfel und Kleen Kanteen
Picknick im Park mit Apfel und Wasser aus der Edelstahlflasche

In der Zwischensaison werden die Äpfel über Monate speziell gelagert und gekühlt. In diesen sogenannten CA-Lagern (CA steht für „controlled Atmosphere“) herrscht eine Temperatur von 1 bis 4 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit beträgt 98% und durch Zugabe von Stickstoff liegt der Sauerstoffanteil bei nur 0,8%. Das sind Bedingungen, die den Reifeprozess der Äpfel stark verlangsamen. Seit einigen Jahren wird eine weitere Methode angewandt: Bei dem sogenannten SmartFresh-Verfahren werden die Äpfel zusätzlich mit dem Gas Methylcyclopropen (MCP) behandelt. Dieses blockiert die Wirkung des apfeleigenen Reifehormons Ethylen, indem es bestimmte Poren in der Schale besetzt (daserste.de).

Lagerung besser als Transport?!

Gemäss br.de (2013) gilt: „Neuseeländische Äpfel, die Ende März gepflückt werden, sind vier Wochen mit dem Containerschiff unterwegs und liegen Ende April im deutschen Laden. Bei geernteten deutschen Äpfeln, die im Oktober gepflückt und dann für einige Monate speziell gelagert werden müssen, ist der Energieverbrauch am Ende höher als bei den Äpfeln aus Übersee. Werden noch Folien, Gewächshäuser und Heizgeräte verwendet, kippt die Umweltbilanz leicht und macht die Äpfel aus Übersee sogar „umweltfreundlicher“. Wenn allerdings Flugzeuge zum Transport eingesetzt werden, ist es mit der Umweltbilanz Essig“.

Äpfel richtig lagern – im eigenen Keller

Bayern 1 empfiehlt weiter: „Heimische Äpfel kaufen und selber einlagern! Das ist in jedem Fall die beste Möglichkeit die CO2-Bilanz für Äpfel aus der Region konstant niedrig zu halten. Temperaturen von 1 bis 2 Grad sind ideal. Wer einen hat, nutzt den dunklen kühlen Keller. Wichtig ist auch, in welcher Umgebung die Äpfel lagern. Sie setzen nämlich das Pflanzenhormon Ethylen frei und bringen damit auch andere Früchte zum Reifen. Das merken Sie, wenn Sie Kartoffeln, Kiwis, Bananen oder Birnen neben den Äpfeln lagern: Sie werden schneller reif“.

Saisonal einkaufen

Der Sommer bietet uns so viele abwechslungsreiche Früchte und Beeren an. Im Juli sind in Saison: Aprikosen, Cassis, Feigen, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen…

Da kann man die Äpfel aus Neuseeland doch getrost im Regal lassen.

Always leave the beach…

…cleaner than you found it! Ein Tag am Strand. Gemütlich bezieht man einen Liegestuhl oder breitet sein Tuch auf dem Sand aus. Und dann entdeckt man einen Zigarettenstummel…😦

Life at the beach
Strandleben

„Doch was für viele eine Kleinigkeit ist, summiert sich im Ganzen auf die unglaubliche Zahl von 4,5 Billionen jährlich weggeworfener Kippen. Bei der Belastung der Umwelt durch Abfall spielen Zigarettenstummel damit zahlenmässig die grösste Rolle weltweit. Bis zu 4’000 schädliche Stoffe sind in einer Zigarettenkippe zu finden. Sie machen die kleinen Zigarettenreste zu Sondermüll, der keineswegs harmlos ist.“ (Naturschutzbund.at).

Zigarettenkippe am Sandstrand
Zigarettenstummel am Strand

„Schon ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser macht Fischen den Garaus, warnen nun Wissenschaftler von der San Diego State University (Tobacco Control, Bd.20, S.i25, 2011). Die Hälfte ihrer Fische starb, wenn die Forscher die Tiere vier Tage lang in Wasser hielten, in dem zuvor für einen Tag eine Kippe pro Liter geschwommen war“ (Süddeutsche.de).

Auch am Strand gilt: Zigaretten gehören in den Aschenbecher!

Über Eure Likes und Shares freue ich mich! Auf Instagram findet ihr weitere Fotos und Kurzberichte von mir.

Müll in der Natur

Zwei Wochen Zypern! Herrlich! Während es in der Schweiz regnet, brennt hier die Sonne. Nach ein paar ruhigeren Tagen am Meer schnappen wir den Bus und fahren von Paphos circa 1.5 Stunden nach Pano Panagia. Dieser kleine Ort befindet sich in den Ausläufern des Trodos-Gebirges und liegt auf ca. 900m ü.M. Von hier aus startet eine Wanderung durch die Weinberge, der sog. Vouni-Trail.

Schon bald entdecken wir jedoch eine Müllhalde – mitten in der Natur! Das trübt die Wanderfreude. Auch am Wegrand liegt immer wieder Abfall herum. Ich sage zu meinem Freund: „Wenn ich jetzt einen Sack dabei hätte, würde ich das Zeugs einsammeln“. Und ein paar Meter weiter flattert ein hellblauer Plastiksack in einem Baum. Der Sack wird mitgenommen und der Abfall eingesammelt. Wir finden Zigarettenpackungen, Alu-Dosen, PET-Flaschen, Munition, Plastikhandschuhe, Pappbecher, …

Die Munition macht uns nachdenklich. Und wir finden heraus, dass leider auf Zypern immer noch Zugvögel auf ihrer Durchreise getötet und als Delikatesse verkauft werden.

Die Herausforderung, vor der Zypern steht, ist: Wohin mit dem Müll? Zypern gehört neben Dänemark, Deutschland und Luxembourg zu den grössten Müllverursachern in der EU – mit mehr als 600 Kilogramm pro Kopf. In Zypern werden jedoch nur 12% der Abfälle recycelt und 9% kompostiert – 79% landen auf Deponien (WiWo). Deshalb wichtig für alle Touristinnen und Urlauber: Versucht, Euren Abfall zu reduzieren und lasst ihn auf keinen Fall in der Natur, im Wald oder am Strand liegen. Den Eiskaffee gibt’s sicher auch in einem richtigen Glas anstatt im Plastikbecher und auch zum Trinkhalm kann man nein sagen.