Nostalgie und Glücksgefühle im Gundeli

Kennst Du den Duft nach Patschuli noch? Bei den Hippies war er immer mit dabei – der intensive, holzig-erdige Geruch war in den 68ern total beliebt. In Basel gibt es einen wunderschönen Laden, das „Patchouli“ im Gundeli. Ich frage die sympathische Inhaberin Patricia, wie sie auf den Namen gekommen ist? „Ich war auf der Suche nach einem exotischen Namen für den Laden. Viele nennen mich Pat – und mir war wichtig, dass mein Name sich auch im Namen des Ladens wiederfindet.“ Gleich darauf holt sie eine kleine Parfümflasche hervor und ich schnuppere an dem mir bekannten Duft von Patchouli.

Nostalgie & Glücksgefühle

Gerne zeige ich Euch Geschäfte, in denen ich mich selber gerne aufhalte – und in denen man nachhaltig einkaufen kann. So möchte ich Euch das Patchouli vorstellen. Als es eine kurze Zeit in der Basler Innenstadt (an der Hutgasse) zu finden war, konnte ich drei wunderschöne Regale in roten und blauen Farbtönen kaufen. Auch zwei tolle Oberteile habe ich aus dem Patchouli (eines ist von Blutsgeschwister – Bild von mir in der Joseph-Bäckerei in Wien).

Hübsch & Fair

Patricia hat vor 5.5 Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Zuvor hatte sie einen sicheren Job in der Pharma-Branche. Obwohl sie heute mehr arbeitet und weniger verdient hat sie diesen Schritt nie bereut: „Ich habe viele Stammkunden, das ist total schön. Meine älteste Kundin ist um die 90 Jahre alt! Sie kommt immer noch regelmässig vorbei.“

Im Patchouli ist alles „hübsch & fair“. Patricia sagt dazu: „Ich habe weltweit nach kleinen Labels gesucht, die zu mir passen und ein FairTrade-Zertifikat haben. Wichtig sind mir auch Naturmaterialien – so habe ich seit 2 Jahren „Blutsgeschwister“ aus Deutschland im Sortiment, das spanische Label „Skunkfunk„, King Louie aus Holland, Froy&Dind aus Belgien, Himalaya aus Deutschland und das englische Label „Nomad„. Ich achte darauf, kleinere Unternehmen, Familienbetriebe und Jungdesigner zu unterstützen. Nicht alle haben die Mittel dazu, ein FairTrade Label zertifizieren zu lassen“.

Im Patchouli gibt’s aber nicht nur farbenfrohe Kleider, auch Accessoires wie Schmuck und Hüte sowie Schuhe z.B. Espadrij, welche in den französischen Pyrenäen von Hand oder an alten Maschinen hergestellt werden. Es gibt so viele zu bestaunen! Und man findet auch wunderbare Geschenke im Patchouli.

Dazu kommen Kleinkindermode und Kinderaccessoires. Und süsse Stofftiere von Global Affairs aus Amsterdam – die meisten Produkte sind handgemacht und nachhaltig produziert.

Viel Spass beim Stöbern!

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10.30 – 18.30 Uhr, Samstag, 10.30 – 17 Uhr.

Bye bye, Öl und Gas!

Am Freitag, 23. September 2016 konnte ich an das „Filme für die Erde„-Festival gehen. In Basel fand dieses auf dem Gundeldinger Feld statt. Von 1893 bis 1999 stand auf diesem Areal eine Maschinenfabrik, die bis zu 500 Menschen beschäftigte. Seit dem Jahr 2000 findet eine Umnutzung statt – und von Anfang an war das Gundeldinger Feld ein Pilotprojekt der 2’000 Watt Gesellschaft. Mit den Mietern wurde eine Vereinbarung getroffen, die beide Seiten verpflichtet, den Energieverbrauch zu reduzieren. Auf den Dächern konnten bereits drei Photovoltaik-Anlagen installiert werden, weitere sind in Planung.

Vorpremiere „Power to Change“

Ein idealer Ort also für den Film „Power to Change – die Energierebellion“. Der Film wurde als Vorpremiere in einer Kurzfassung (60 anstatt 90 Minuten) gezeigt. Im Eintrittspreis von CHF 22 war ein Sandwich und ein Getränk mit inbegriffen. Es hätten mehr Besucher sein dürfen – ich schätze, es waren circa 30 Personen anwesend.

Der Film ist vom Regisseur Carl-A. Fechner, der schon die „4. Revolution“ gedreht hat. Er geht der Frage nach, wer Geschäfte mit fossilen Energien unterstützt – und warum. Es werden Menschen portraitiert und Ideen und Lösungen aufgezeigt, wie z.B. Skysails, ein Zugdrachen-Windantriebssysteme für Schiffe.

Besonders berührt hat mich die Rede von Peter Smith. Er arbeitete 30 Jahre lang als Ingenieur im Atomkraftwerk Hinkley Point B. In seiner Arbeit erlebte er direkt, wie die Nuklearindustrie Profit vor Sicherheit stellte. Nachdem es in Fukushima zur Kernschmelze kam, war für Smith klar, dass er sich aktiv gegen den Neubau eines Atomreaktors in Grossbritannien einsetzen muss.

Wer heute Abend noch nichts vorhat: Ab 16 Uhr werden noch 3 weitere Filme im Rahmen des Festivals „Filme für die Erde“ gezeigt.

Happy Birthday!

Mein Blog wird tatsächlich schon 1 Jahr alt! Darüber freue ich mich sehr! Ein grosses Danke an Euch, für Eure Inputs, Kommentare und Likes!

Der Blog Einfach Nachhaltig wird 1 Jahr alt!
„Einfach nachhaltig“ hat Geburtstag!

Am 21. September 2015 ist der erste Blog-Beitrag zum Film „Taste the waste“ erschienen. 78 weitere Beiträge sind gefolgt. Neben dem Blog könnt ihr auch auf Facebook und Instagram Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit bekommen.

Zeit für einen Rückblick

Blog: 102 Personen folgen dem Blog! So schön!! Die magische 100er-Grenze ist geknackt! Ich hoffe, es werden noch viele, viele mehr! Seit dem Start haben 4’529 Personen den Blog besucht.

Facebook: Am 13.Dezember 2015 startete ich, meine Artikel auch auf Facebook zu veröffentlichen. 80 Personen gefällt die Seite. Auf Facebook findet ihr auch weitere Artikel rund ums Thema Nachhaltigkeit, die ich lesenswert finde. Der Beitrag mit der grössten Reichweite ist „Ein ungeschminkter Blick ins Bad“ (mit 573 erreichten Personen).

Instagram: Am 2. Mai 2016 fing ich an, Bilder zum Thema Nachhaltigkeit zu posten. 173 Personen folgen mittlerweile“Einfach nachhaltig“. Das beliebteste Bild hat 71 Likes bekommen. Es ist eine Karottenfamilie, die ich auf meinem Balkon gezogen habe.

Instagram
Karottenfamilie

 

Festival „Filme für die Erde“

Am Freitag, 23. September 2016 findet zum 6. Mal das Festival „Filme für die Erde“ statt. Wie mir Kai Pulver, der Gründer und Geschäftsleiter, bereits im April verraten hat: „Es ist unser grösstes Projekt, das uns am meisten am Herzen liegt und an welchem wir die allerbesten Filme zu vielen Menschen bringen“.

Filme für die Erde Festival
Ausgebuchtes Theater Winterthur

Das Programm findet synchron in 16 Schweizer Städten statt und geht den Fragen nach: Ist das Fahrrad die weltweite Lösung für Städte? Sollten wir nicht anfangen für die Welt und ihre Bewohner einzustehen? Was für Auswirkungen haben die 40’000 Frachtschiffe auf unseren Weltmeeren? Ist die Energiewende machbar?

Das Programm

Das Programm besteht aus zwei Teilen: den öffentlichen Vorführungen und den Schulvorführungen. Die am Festival gezeigten Filme sollen die Zuschauer aufrütteln und bewegen. Die Filme zeigen nicht nur was schiefläuft, sondern auch Menschen, die durch ihren beherzten Einsatz einen Unterschied machen.

12:15-13:30 Power to Change (Vorpremiere Kurzfassung) | ab 11:45 Lunchausgabe
16:00-17:00 Freightened (Premiere)
18:00-19:40 Bikes vs Cars
20:15-22:20 Racing Extinction (Premiere) inkl. 20-minütigem Podium vor dem Film mit Pionieren, Bio-Apéro

Das Programm wird abgerundet mit Ausstellungen von lokalen Nachhaltigkeits-Pionieren und kostenlosen Weitergabe-DVDs. Der Eintritt ist kostenlos, Kollekte (Ausnahme Lunchkino; CHF 22).

Fime für die Erde Festival
Weitergabe von DVDs

In Basel trifft man sich im Gundeli

Die Filme in Basel werden in der Querfeld-Halle an der Dornacherstrasse 192 gezeigt. Folgende Vereine, Organisationen und Social Entrepreneurs teilen die Anliegen von „Filme für die Erde“ und zeigen vor Ort, was getan werden kann: Gymnasium Münchenstein, gingi.ch, Nuglar Gärten, Oikocredit, Umwelt Plattform, Urban Agriculture Basel, Verein OFFCUT, Vereinslokal.

Und es werden ständig mehr!

Umweltvorbild? Die Plattform «Vorbilder für die Welt von morgen» des Kantons Basel-Stadt zeigt Menschen, die im Rahmen eines Projekts, einer Organisation oder als Einzelpersonen ökologische oder soziale Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Den globalen Klimakatastrophen-Meldungen werden positive Geschichten aus Basel entgegen gestellt und damit Handlungsmöglichkeiten für jede und jeden aufgezeigt. Das finde ich eine sehr schöne Idee, deshalb stelle ich Euch diese Seite und ein paar Projekte kurz vor.

Geschichten von (momentan) 26 Menschen in Basel, die erfolgreich anders produzieren, konsumieren, wohnen, arbeiten und leben – für eine Welt von morgen!

Da gibt es zum Beispiel Stefanie, die in ihrem Kauf.Lokal „Emma“ regionale Produkte von Bauern verkauft. Berto Beat Dünki und Ursula Moser kämpfen im „Backwaren Outlet“ durch den Weiterverkauf von alten Backwaren gegen Foodwaste. Aurel Greiner findet, Computer und Handy wegzuwerfen oder ungenutzt liegen zu lassen, ist eine grosse Verschwendung. Er und sein Team sorgen dafür, dass alte funktionstüchtige Apple-Geräte und Handys wieder einen Nutzer finden. Und das Projekt „Social Meal„: Fremde willkommen heissen und auf Zeit eine Gemeinschaft sein: Samuel Ruegger, Mitentwickler von Social Meal, will Unbekannte an einen Tisch bringen. Landwirtschaft in der Stadt? Das gibt Rätsel auf. Im Gemeinschaftsgarten Landhof, dem charmantesten Flaggschiff der Bewegung Urban Agriculture Basel, offenbart sich das Geheimnis für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Der Garten ist offen für Bienen und Blindschleichen, ebenso für Menschen aller sozialen Schichten und Herkunft.

Und es gibt noch viele weitere spannende Projekte und Geschichten zu entdecken. Ich hoffe wirklich sehr, dass es immer wie mehr werden!

Mein Besuch am „ProSpecieRara-Buuremärt“

Am Sonntag, 4. September 2016 besuchten mein Freund und ich den ProSpecieRara Buuremärt in der Langen Erlen in Basel. ProSpecieRara ist eine schweizerische, nicht-Profit-orientierte Stiftung. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren. Der Markt war trotz durchzogenem Wetter gut besucht und es gab 20 interessante Stände, an denen man einkaufen oder sich verpflegen konnte.

Besonders beeindruckend war die farbenfrohe Vielfalt bei den Tomaten! Von gelb, grün, rot bis zu schwarz!

Der abwechslungsreiche Markt bot von Pflanzen und Frischgemüse über Wolle und Felle, Liköre und Schnäpse, Käse und Würste bis zu Eingemachtem und Gedörrtes – alles hergestellt aus seltenen Nutzpflanzen und aus Erzeugnissen seltener Tierrassen.

Unpassend fand ich den Crêpe-Stand. Nicht wegen den Crêpes (ich liebe Crêpes!), aber wegen den Zutaten: Nutella und ProSpecieRara passen für mich einfach nicht zusammen… Ansonsten war das Markterlebnis sehr schön, wir haben einen leckeren Tomaten-Kartoffel-Mozzarella-Salat gegessen und uns mit frischen, farbigen Tomaten und Bio-Tomatensauce sowie Käse eingedeckt.

„1001 Gemüse & Co.“ in Rheinau

Am Markt „1001 Gemüse & Co.“ vom 3. und 4. September 2016 rund um den Klosterplatz in 8462 Rheinau stehen die mannigfaltigen Produkte einer authentischen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher können dabei an den Ständen des Bauernmarktes Neues, Schmackhaftes oder noch nie Gesehenes aus Gemüse und anderen Naturprodukten entdecken. Klingt also nach einer tollen Veranstaltung für mich!

Grüner Faden – Sonderausstellung

Wenn Du schon immer wissen wolltest

  • woher Dein T-Shirt stammt,
  • wie Baumwolle eigentlich aussieht,
  • wie die Fasern gewonnen werden,
  • wie sich Bio von konventionellen Textilien unterscheiden, dann…
1001 Gemüse Grüner Faden
Sonderausstellung zu Baumwolle © 1001 Gemüse & Co.

… gibt die Sonderausstellung «Grüner Faden» dazu Antworten. Die eigens für diesen Anlass konzipierte Ausstellung stellt neben Informationen rund um den Baumwollanbau auch Projekte vor, in denen das FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) in Indien und Westafrika gemeinsam mit örtlichen Institutionen und Praktikern zum Thema Biobaumwolle forscht. Viel Spass beim Entdecken und Lernen!

Ein ungeschminkter Blick ins Bad

Seit fast einem Jahr bin ich sehr intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Plastikvermeidung unterwegs. Mein Vorsatz war, vorhandene Produkte aufzubrauchen, bevor ich mir neue (plastikfreie) anschaffe. Falls es überhaupt einen Ersatz für das Produkt braucht. Und nun möchte ich Euch einen ungeschminkten Blick in mein Badezimmer geben. Einiges ist hier passiert:

Shampoo und Conditioner in Plastikflaschen gehören der Vergangenheit an, ebenso wie Duschgel. Dafür habe ich eine Shampoo Bar von Creamy Stuff, einen festen Conditionier von Lush und meine Olivenseife aus Korfu.

Plastikfreies Badezimmer
Shampoo, Conditioner und Seife

Beim Zähneputzen ist mir der Umstieg von der Plastikzahnbürste zur Bambuszahnbürste leicht gefallen. Für die Zahnpasta in der Tube habe ich noch keine Alternative gefunden. Ich bin kurzzeitig auf ein Produkt von Weleda (in der Alu-Tube) umgestiegen, wurde damit aber nicht so richtig warm. Deshalb gibt’s wieder die Zahnpasta von der Migros. Die hat aber gemäss Codecheck.info mind. 3 nicht empfehlenswerte Inhaltsstoffe drin (Paraffinöl, SLS und Sodium Saccharin), so dass ich hier dringend eine plastikfreie Variante suche. Tipps sind herzlich willkommen! Auch für Ideen zu plastikfreien Alternativen für Kontaktlinsenbehälter und Kontaktlinsenmittel bin ich dankbar.

HydroPhil Zahnbürste
Bambus-Zahnbürste und (leider) Zahnpasta in Plastik

Beim Schminken mixe ich mir den Gesichtspuder selber. Den Pinsel habe ich schon länger, bin zufrieden damit und werde diesen auch weiter brauchen.

Mein Deo ist aluminiumfrei und soweit möglich auch plastikfrei: hier bin ich dem Weleda-Produkt in der Glasflasche treu geblieben. Anstelle einer Bodylotion in der Plastikflasche verwende ich ab und zu Kokosnussöl aus der Glasflasche. Das Öl habe ich aus Costa Rica mitgebracht. Den Lippenpflegestift habe ich durch Bio Shea Butter (Bio Karité Butter) ersetzt. Dieser kommt leider in einer kleinen Alu-Dose (10 ml) daher. Wie ich nun herausgefunden habe, kann ich Bio Shea Butter auch in grossen Glasflaschen (500g) kaufen. In Zukunft kann ich mir jeweils eine kleine Menge in die Alu-Dose abfüllen und diese so weiterverwenden.

Plastikfreies Badezimmer
Kokosöl, Deo und Shea Butter für die Lippen

So weit, so gut. Aber es gibt noch einiges zu tun bzw. aufzubrauchen. In meinem Spiegelschrank finden sich noch Körperpuder, verschiedene Haarprodukte, Gesichtscreme, Waschlotion, Tonic, etc. zu finden. Allesamt nicht plastikfrei. So eine Umstellung braucht Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich! Ich bin mega happy mit dem, was sich im letzten Jahr in meinem Badezimmer verändert hat.🙂

Good Food Bad Food

Ich schaue mir sehr gerne Dokumentationen zu nachhaltigen Themen an. In der Bibliothek bin ich über die Doku „Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ von der französischen Regisseurin Coline Serreau aus dem Jahr 2010 gestolpert. Den Sonntagabend verbrachten mein Mitbewohner und ich somit vor dem Fernseher.

Solutions locales pour un désordre global
Filmabend mit Good Food Bad Food

Der Film hat einige Schwächen, aber auch viele Stärken. So enthält die Doku spannende Informationen und lässt Experten zu Wort kommen, wie beispielsweise: Vandana Shiva, Wissenschaftlerin, Umweltaktivistin und Trägerin des Right Livelihood Award und Philippe Desbrosses, Agronom und promovierter Umweltwissenschaftler, Verein Kokopelli.

„Saatgut ist das Gedächtnis der Natur, es enthält das Erbe der Menschheit und ist eines unserer kostbarsten Güter, unverzichtbar für das Überleben der Arten“, schreibt Philippe Desbrosses (Quelle). Vandana Shiva ist Gründerin des Vereins „Navdanya“, der sich für die Bewahrung der Artenvielfalt und den Schutz der Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen stark macht. Die Farm von Navdanya ist eine beispielhafte Saatgutbank, die es über 10’000 Bauern und Bäuerinnen in Indien, Pakistan, Tibet, Nepal und Bangladesch ermöglicht, die biologische Landwirtschaft neu zu entdecken.

Good Food Bad Food
Biologische versus konventionelle Bearbeitung des Bodens

Claude und Lydia Bourguignon,  Mikrobiologen und Agrarökologen, führen mikrobiologische Bodenanalysen durch und berichten ausführlich über die Verdichtung von Böden. Dazu trägt auch das Pflügen bei, denn der Boden wird bis in eine Tiefe von ungefähr 30 cm gelockert. Unter dieser gelockerten Schicht entsteht im Laufe der Jahre jedoch ein stark verdichteter Horizont, die sogenannte Pflugsohle. Auf dieser kann sich Niederschlagswasser stauen. Ein lebendiger Boden mit natürlicher Düngung enthält eine Vielzahl von biologisch aktiven Lebewesen wie z.B. Regenwürmer. Pflugloser Bioanbau fördert den Boden und schont das Klima. Der Boden sieht zudem anders aus.

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Rechteckige Wassermelonen?!

Die Reise führt Coline Serreau nicht nur durch ihr Heimatland Frankreich, sondern auch nach Indien, Brasilien und in die Ukraine. Serreau interviewt Menschen, die nicht länger ein Teil im Getriebe des Räderwerks der industrialisierten Landwirtschaft sein wollen, und sich stattdessen für eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft einsetzen. Sie alle verbindet zudem die Frage, wie durch einen sorgsamen, ökologisch verträglichen Anbau sowohl die Bauern und Bäuerinnen als auch die Verbraucher/innen wieder mehr Autonomie darüber erlangen können, wie sie sich ernähren wollen. Die persönliche Herangehensweise wird auch unmissverständlich dadurch deutlich, dass Coline Serreau ihren Film beinahe im Alleingang gedreht hat.

„Ich bin so plastikfrei“

Ein kleiner Beitrag in eigener Sache: Ich bin ganz neu Gast-Bloggerin auf http://www.ichbinsoplastikfrei.at! Darüber freue ich mich sehr! Ihr könnt auf dieser Seite informative Artikel rund um das Thema „Plastik vermeiden“ finden.

Ohne Plastik leben
Ich bin so plastikfrei

Der Ärger über die Berge von Plastikmüll nach jedem Einkauf war ausschlaggebend für Initiatorin Conny Wernitznig und eine Gruppe von Interessierten, sich im Juli 2014 in Österreich – Freistadt im Mühlviertel – zusammenzufinden und die Initiative #ichbinsoplastikfrei zu gründen. Freistadt hat über 7’700 EinwohnerInnen.

Ziel der Initiative ist es, sinnlosen Plastikmüll zu reduzieren, die Problematik bewusst zu machen und so ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken.