Tipps für nachhaltiges Wäsche waschen

Wäsche nachhaltig waschen? Wie geht das?

Nachhaltig Wäsche wachen
Welche Temperatur ist nötig?

Fünf einfache Tipps:

  1. Richtige Temperatur wählen

Etwa 90% der Energie, die wir fürs Wäschewaschen verbrauchen, verpufft allein mit der Erhitzung der Wassertemperatur (Quelle), das heisst: Je niedriger die Temperatur, desto preiswerter der Waschgang und desto nachhaltiger. Meine Kleidung wasche ich bei 30°, Bettwäsche, Handtücher & Unterhosen kommen bei 60° in die Maschine. Völlig unnötig sind Wäschen bei 90°.

Empfehlenswert ist auch die Wäsche bei 20°: „Wenn es darum geht, Textilien frisch zu machen, dann sind 20° genug. Wenn man die Waschtemperatur von 60° auf 20° reduziert, dann spart man rund 70% der Waschenergie“ (srf.ch). Meine Waschmaschine bietet kein 20°-Programm an – als Alternative kann die «Kaltwäsche» oder «Feinwäsche» benutzt werden.

2. Waschmaschine voll beladen

Durch die effiziente Nutzung der Waschmaschine wird der unnötige Einsatz von Ressourcen vermieden (Quelle). Das heisst, keine Maschine laufen lassen, wenn sie nur halbvoll ist.

Falls vorhanden: Das Öko-Programm wählen. Dauert zwar länger, aber ist ökonomischer.

3. Kleidung länger tragen

Nicht jedes T-Shirt muss nach einmal tragen schon in die Wäsche. Häufig reicht es, ein Kleidungsstück etwas auslüften zu lassen. So fallen weniger Wäschen an.

4. Auf Weichspüler verzichten…

Es handelt sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt: Duft- und Farbstoffe lassen sich grösstenteils nicht aus den Abwassern herausfiltern. Hinzu kommt, dass es diesbezüglich keine gesetzlichen Vorgaben gibt (utopia.de).

5. … und das richtige Waschmittel nehmen

Zu palmöl-freien Varianten findet ihr hier meinen Artikel vom Juni 2016.

Hast Du noch weitere Tipps für ein nachhaltiges Waschen?

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Äss-Bar jetzt in Basel

Die Äss-Bar hat in Basel ihre erste Filiale eröffnet. Ab sofort können in der Spalenvorstadt 41 (Nähe Uni)  Backwaren «frisch von gestern» zum halben Preis oder weniger gekauft werden.

Backwaren frisch von gestern
Äss-Bar in Basel

Die Äss-Bar verhindert die Entsorgung von über 250 Tonnen Backwaren jährlich. Dies entspricht einer CO2-Reduktion von über 225’000kg!

Ein Konzept, das mich persönlich sehr überzeugt. Und welches bereits im Gundeli mit dem Backwaren Outlet existiert.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 7.30 – 18.30 Uhr, Samstag, 9 – 16 Uhr.

Leckere Schwarzwurzelsuppe

Die Schwarzwurzel hat Saison von Oktober bis März. „Die Schwarzwurzel enthält Provitamin A, Vitamin B1, B2 und B3, C und E sowie sehr viel Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor. Darüber hinaus hat sie viel Eisen, Asparagin und Allantoin in sich“ (Meine Ernte). Ein super Gemüse also, das sich auch für leckere Suppen eignet. Gerne stelle ich Euch ein Rezept vor, dass ich im Winter sehr gerne koche.

Schwarzwurzel, Birsmattehof, Matthäusmarkt, Basel
Schwarzwurzel auf dem Markt

Das Rezept

Für ein Abendessen für 2 Personen benötigst Du:

  • ca. 300g Schwarzwurzeln (in Bio-Qualität)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50g Butter oder 2 EL Sonnenblumenöl
  • 3/4 l Gemüsebouillon
  • 1/4 l Halbrahm
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Muskat, evtl. 2-3 Tropfen Bio-Trüffelöl
Schwarzwurzel
Gesunde Schwarzwurzel-Suppe

Die Schwarzwurzeln entweder mit Handschuhen (sonst werden die Hände schwarz) oder unter fliessendem Wasser waschen, schälen und danach klein schneiden. Die Zwiebel schneiden und beides zusammen in Butter/Öl anschwitzen. Die Bouillon hinzufügen und solange köcheln, bis die Schwarzwurzeln weich sind (ca. 20 Minuten). Pürieren, würzen und den Halbrahm hinzufügen.

En Guete!

Und es werden ständig mehr!

Umweltvorbild? Die Plattform «Vorbilder für die Welt von morgen» des Kantons Basel-Stadt zeigt Menschen, die im Rahmen eines Projekts, einer Organisation oder als Einzelpersonen ökologische oder soziale Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Den globalen Klimakatastrophen-Meldungen werden positive Geschichten aus Basel entgegen gestellt und damit Handlungsmöglichkeiten für jede und jeden aufgezeigt. Das finde ich eine sehr schöne Idee, deshalb stelle ich Euch diese Seite und ein paar Projekte kurz vor.

Geschichten von (momentan) 26 Menschen in Basel, die erfolgreich anders produzieren, konsumieren, wohnen, arbeiten und leben – für eine Welt von morgen!

Da gibt es zum Beispiel Stefanie, die in ihrem Kauf.Lokal „Emma“ regionale Produkte von Bauern verkauft. Berto Beat Dünki und Ursula Moser kämpfen im „Backwaren Outlet“ durch den Weiterverkauf von alten Backwaren gegen Foodwaste. Aurel Greiner findet, Computer und Handy wegzuwerfen oder ungenutzt liegen zu lassen, ist eine grosse Verschwendung. Er und sein Team sorgen dafür, dass alte funktionstüchtige Apple-Geräte und Handys wieder einen Nutzer finden. Und das Projekt „Social Meal„: Fremde willkommen heissen und auf Zeit eine Gemeinschaft sein: Samuel Ruegger, Mitentwickler von Social Meal, will Unbekannte an einen Tisch bringen. Landwirtschaft in der Stadt? Das gibt Rätsel auf. Im Gemeinschaftsgarten Landhof, dem charmantesten Flaggschiff der Bewegung Urban Agriculture Basel, offenbart sich das Geheimnis für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Der Garten ist offen für Bienen und Blindschleichen, ebenso für Menschen aller sozialen Schichten und Herkunft.

Und es gibt noch viele weitere spannende Projekte und Geschichten zu entdecken. Ich hoffe wirklich sehr, dass es immer wie mehr werden!

Mein Besuch am „ProSpecieRara-Buuremärt“

Am Sonntag, 4. September 2016 besuchten mein Freund und ich den ProSpecieRara Buuremärt in der Langen Erlen in Basel. ProSpecieRara ist eine schweizerische, nicht-Profit-orientierte Stiftung. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren. Der Markt war trotz durchzogenem Wetter gut besucht und es gab 20 interessante Stände, an denen man einkaufen oder sich verpflegen konnte.

Besonders beeindruckend war die farbenfrohe Vielfalt bei den Tomaten! Von gelb, grün, rot bis zu schwarz!

Der abwechslungsreiche Markt bot von Pflanzen und Frischgemüse über Wolle und Felle, Liköre und Schnäpse, Käse und Würste bis zu Eingemachtem und Gedörrtes – alles hergestellt aus seltenen Nutzpflanzen und aus Erzeugnissen seltener Tierrassen.

Unpassend fand ich den Crêpe-Stand. Nicht wegen den Crêpes (ich liebe Crêpes!), aber wegen den Zutaten: Nutella und ProSpecieRara passen für mich einfach nicht zusammen… Ansonsten war das Markterlebnis sehr schön, wir haben einen leckeren Tomaten-Kartoffel-Mozzarella-Salat gegessen und uns mit frischen, farbigen Tomaten und Bio-Tomatensauce sowie Käse eingedeckt.

Lokale Währung – ein Selbstversuch in Basel

Durch den Film „Voices of Transition“ wurde ich wieder einmal auf lokale Währungen aufmerksam gemacht. Ich beschloss, die Alternativwährung in Basel, den NetzBon, selber zu „testen“.

Warum eine Alternativwährung?

Im Raum Basel gibt es seit 10 Jahren eine lokale Währung, den NetzBon.

  • Der NetzBon ist ein lokal und demokratisch kontrolliertes Geld, das die Region nicht verlässt und mit dem sich nicht spekulieren lässt.
  • Die zur Rücklage des NetzBon eingetauschten Franken werden in Projekte zur Förderung der sozialen, ökologischen und lokalen Nachhaltigkeit investiert.
  • Wer den NetzBon benutzt, unterstützt über 130 lokale, soziale und ökologische Betriebe. Die Alternativwährung wird also nur an Orten ausgegeben, die Teil des Netzwerks sind. Es bildet sich ein alternativer Wirtschaftskreislauf.

Lokale Währung kaufen

Schritt 1 dabei ist, die „Bank“ für die lokale Währung aufzusuchen. In Basel sollte dies an fünf Orten möglich sein, u.a. im Eiscafé Acero, im Restaurant Hirscheneck und in der Buchhandlung Ganzoni. Im Kollektiv „Hirschi“ wurde mir jedoch mitgeteilt, dass sie den NetzBon zwar akzeptieren, aber diesen nicht verkaufen. Zum Glück ist das Acero nicht weit entfernt. Auch hier zuerst Unsicherheit, ich bekomme dann aber meine NetzBon. Beim Verein Occupy kann man an den Filmabenden problemlos den NetzBon beziehen. Der Kurs ist übrigens 1:1, d.h. für 1 Franken bekomme ich 1 Netzbon. Mitglieder des Vereins Soziale Ökonomie erhalten 10%. Dank unserem digitalen Zeitalter kann man die NetzBons auch online bestellen.

Und wo einlösen?

Die Liste der über 130 Betriebe in Basel findet ihr unter http://www.netzbon.ch/wo/. Die Betriebe, die mitmachen, haben (meist) auch einen Hinweis an der Eingangstüre (siehe Foto). Besonders freue ich mich, dass ich meine NetzBon im BioBistro und im BackwarenOutlet ausgeben kann! Das Bezahlen mit NetzBon habe ich bis jetzt als sehr unkompliziert erlebt.

Weitere lokale Währungen in der Schweiz

Weitere Alternativwährungen sind der Bonobo in Bern und der Le Léman in Genf.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit einer lokalen Währung gesammelt?

Nachhaltig reisen – geht das?

Mit 16 Jahren ist es bei mir ausgebrochen: Das Reisefieber. Die Sehnsucht – nach fremden Ländern, anderen Kulturen. So bin ich mit meiner damals besten Freundin los: Mit Interrail quer durch Europa. Danach folgten auch Flug-Reisen. Über Nachhaltigkeit hab ich mir damals keine Gedanken gemacht.

Nun: das Fernweh ist geblieben. Und Nachhaltigkeit ist mir immer wie wichtiger. Diese beiden Themen miteinander zu verbinden, das ist eine grosse Herausforderung für mich.

Klimakompensation als Lösung?!

Die letzte Flugreise von meinem Freund und mir ging nach Costa Rica. Gemäss  der Stiftung MyClimate haben wir je einen CO2-Fussabdruck von 3,699 t hinterlassen. Ein EU-Bürger hat einen CO2-Fussabdruck von durchschnittlich 9,1 t pro Jahr.

Der WWF schreibt dazu: „Und wenn Sie fliegen, tun Sie es CO2-neutral: Gleichen Sie die Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen, die durch Ihren Flug produziert werden, wieder aus“. Klimakompensation könnte also eine Lösung für mich sein.

Costa Rica und das Carbon Offset Program der University of Georgia

In Costa Rica verbrachen wir 3 wunderbare Tage in der Ecolodge San Luis der University of Georgia. Wir lernten das „UGA Costa Rica Carbon Offset Program“ kennen, welches im Januar 2008 startete. Es hat uns sofort überzeugt, da nicht nur Bäume gepflanzt werden, sondern auch die lokalen Landbesitzer durch die Entwicklung von Anreizprogrammen ermutigt werden, Wälder wieder aufzuforsten. So sollen für die Bauern neue Einkommensquellen generiert und die Abwanderung in die Städte vermieden werden.

Wir hätten am liebsten selber die Bäume angepflanzt, dafür war jedoch nicht die richtige Saison. So pflanzen die UGA nun für meinen Freund und mich je 4 tropische Bäume. Ein tropischer Baum behebt im Durchschnitt 2,2 Tonnen CO2 während seiner Wachstumspanne (etwa 25 Jahre) und ein Minimum von 1 Tonne CO2 im gleichen Zeitraum.

CO2-neutral reisen

Auch wenn ich grundsätzlich probiere, weniger zu fliegen und zum Beispiel meine freien Ostertage im Piemont verbracht habe (Anreise mit dem Zug), werde ich immer wieder Flugreisen unternehmen. Die Klimakompensation soll natürlich nicht dazu ermutigen, noch mehr zu fliegen. Meist gibt es die Möglichkeit, direkt bei der Fluggesellschaft einen Beitrag zu leisten (z.B. bei KLM mit „CO2ZERO“: der Beitrag wird direkt in vom Worldwide Fund for Nature genehmigten Projekte zur Reduzierung von CO2 investiert). Falls die Fluggesellschaft eine solche Kompensation nicht anbietet, können die Dienste von MyClimate oder Atmosfair in Anspruch genommen werden.

Das kannst Du Dir abschminken!

Ich brauchte jeden Tag 2 bis 3 runde Wattepads (Watterondellen) zum Abschminken, die dann im Müll landeten. Zudem kommen diese Pads auch in Plastik eingepackt daher. Auf verschiedenen Blogs habe ich von wiederverwendbaren Make-Up Pads gelesen. Einige stellen solche selber her, aber da ich eben nicht so der DIY-Typ bin, habe ich mir diese Pads ganz einfach im Internet bestellt. Und zwar bei Michelle. Die Pads haben die Grösse von 5x5cm und wurden von Michelle in Handarbeit aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Meine Erfahrung mit den Mini-Pads

Die Pads werden von mir eingesetzt, um Mascara zu entfernen und zum Abschminken mit Tonic Lotion (Gesichtswasser). Zuerst habe ich die Pads bei 30° (in einem Wäsche-Säckchen) mitgewaschen – da wurden sie aber nicht richtig sauber. Das Foto zeigt das Ergebnis nach der Wäsche mit 60° (auch da sieht man noch etwas Mascara). Sonst bin ich sehr zufrieden mit den Mini-Pads. Ich habe sogar schon welche meiner Schwester geschenkt.

Und mit den wiederverwendbaren Pads lässt sich nicht nur Müll vermeiden, sondern es lassen sich auch Kosten sparen! Im Coop kann ich „Naturaline Watterondellen 80 Stück“ für CHF 2.20 kaufen. Wenn ich jeden Tag 3 Stück brauche, kostet mich das pro Jahr CHF 30.10. Die wiederverwenbaren Pads kosteten mich einmalig CHF 8.50 (für 10 Stück). Ich muss diese zwar jeweils noch waschen, aber da ich sowieso waschen muss, fällt dies nicht weiter ins Gewicht.

Aufbewahrung

Meine Mutter hat mir schon vor einiger Zeit eine süsse, bemalte Holzdose geschenkt. Diese beherbergt nun die Mini-Pads und hübscht gleichzeitig mein Badezimmer auf.

Im Quartier entdeckt

Von aussen wirkt der „Eldiro Shop“ im Gotthelf-Quartier in Basel (Ahornstrasse 7) mit den rot umrahmten Fenstern wenig einladend. Das Bild ändert sich jedoch sofort, wenn man den Laden betritt. Eine fröhliche Frau mittleren Alters steht hinter der Theke. Auf die Frage, was von dem türkisch-orientalischen Essen denn vegetarisch sei, strahlt sie und erklärt: „Alles Essen sei von ihr hausgemacht, ohne Konservierungsstoffe und alles vegetarisch!“ Wunderbar! Dann können wir ja aus dem Vollen schöpfen. Wir nehmen uns einen Meze-Teller (CHF 12.-) und noch weitere Leckereien wie Sigara Börek (fingerdicke, gefüllte und frittierte Teigröllchen), Dolma (die gefüllten Weinblätter – ich liebe Dolmas!), Linsen Köfte.. Zufrieden und hungrig verlassen wir den Laden. Ein Abendessen für zwei Personen im Take-Away für CHF 26.-. Zuhause wärmen wir einige der Speisen auf und machen uns noch einen frischen Salat dazu. Eine gute Alternative, wenn man nach einem langen Arbeitstag keine Zeit hat, selber zu kochen.

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Der Eldiro Shop hat offen Montag bis Samstag, 9:00 – 22:00 Uhr und am Sonntag von 10:00 – 22.00 Uhr. Es lohnt sich, einen Behälter mitzubringen, in den die Ladenbesitzerin das Essen abfüllen kann. Sonst bekommt man leider einen Styropor-Behälter für die Meze.