Obst- und Gemüsesäcklein selber machen

Ich habe ein Säcklein von Again and A-gain, das sind wiederverwenbare Taschen anstelle der dünnen Platiksäcklein. Da ich immer mehr unverpackt einkaufen gehe (und auch einkaufen kann, dank den zwei neuen Unverpackt Läden hier in Basel!) brauche ich jedoch mehr von diesen Säcklein. Und da ich weder eine Nähmaschine habe noch besonders handwerklich geschickt bin, hat mir meine Mutter dabei geholfen, neue Obst- und Gemüsebeutel zu produzieren.

Was brauchst Du?

  • Nähmaschine, Schere, Faden
  • Stoff: Am besten alten Stoff verwenden, wie z.B. alte Vorhänge oder ein Netzhemd. Du brauchst mind. 40x30cm Stoff für ein Säcklein. Kommt immer darauf an, wie gross der Sack werden soll.
  • Als Kordel lassen sich z.B. Schnursenkel sehr gut verwenden.
Den Stoff würde ich zweilagig zurechtschneiden und circa 1 cm Nahtzugabe einrechnen. Am Bund brauchst Du nochmals eine Zugabe von 1-2 cm für die Kordel.

Ein fertiger Sack mit Kordel wiegt ca. 13g.

Und das Schöne daran

Kürzlich war ich im Supermarkt einkaufen, natürlich mit meinen Säcklein. Da werde ich von der Frau hinter mir an der Schlange angesprochen: Das sei ja ganz toll, sie habe solche Säcklein geschenkt bekommen aber gar nicht gewusst, für was sie die brauchen soll. Aber jetzt, ja klar, für Früchte und Gemüse! Und dann noch die Verkäuferin: Ja, da sei eine super Sache, die dünnen Plastiksäcklein seien ihr auch ein Dorn im Auge.

Da ging ich sehr zufrieden nach Hause! 🙂

Euch viel Spass beim Herstellen der Säcklein.

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Meine plastikfreien Begleiter

Geschäftlich bin ich häufig mit dem Zug unterwegs. Dabei habe ich in letzter Zeit eine isolierte Flasche vermisst, die mich mit heissem Tee dabei begleitet.

Hydro Flask
Meine neue isolierte Trinkflasche

Fündig wurde ich beim Online-Shop „Kivanta“: Dort habe ich mir eine Hydro Flask bestellt. Das Unternehmen wurde 2009 von den beiden Amerikanern Cindy Morse und Travis Rosbach gegründet. Das Firmenmotto: We don’t accept lukewarm! (Lauwarm akzeptieren wir nicht!). Die Flasche ist aus Edelstahl, BPA-frei und soll Getränke bis 6 Stunden heiss und bis zu 12 Stunden kalt halten (da freu ich mich im Sommer auf Eiskaffee!). Ich kann genau 355ml Flüssigkeit mitnehmen und die Flasche wiegt gerade mal 227g.

Hydro Flask
Für heisse und kalte Getränke….

Der „Flip-Lid“-Deckel besteht aus lebensmittelechtes Polypropylen (die Flasche ist also nicht ganz Kunststoff-frei), jedoch frei von BPA, Phthalaten, Weichmachern oder anderen Schadstoffen.

Und da ich gerade am Bestellen von nachhaltigen Produkten war, habe ich mir noch eine plastikfreie Variante für das Einpacken von Sandwiches bestellt.

Zmorge
Life without Plastic – Frühstücksbeutel

Der verstellbare Frühstücksbeutel von Life Without Plastic wird in Indien, zum Teil in Handarbeit, hergestellt. Er besteht zu 100% aus umweltfreundlichem Juco (75% Jute und 25% Baumwolle).

Life without Plastic
Mit Echtholz-Knöpfen

Der Beutel eignet sich für Sandwiches, Brötchen und Backwaren, aber auch für Früchte und Nüsse. Und: falls das Säckchen nach hoffentlich sehr sehr langer Zeit nicht mehr gebraucht werden kann, ist es kompostierbar!

Ich freue mich auf den Einsatz meiner beiden neuen plastikfreien Begleiter!

Die tollen Bilder hat meine Freundin Vibeke von Wikky World gemacht! Vielen herzlichen Dank!

Der Plastiksack muss sterben…

…so titelte die NZZ am Sonntag vom 6. November 2016. Um was geht es?

Die dünnen weissen Plastiksäckli, welche Migros und Coop an den Kassen gratis ausgegeben haben, kosten neu 5 Rappen. Dies geschieht auf Druck des Parlaments. Die nun kostenpflichtigen Säcklein sind neu aus wiederverwertetem Plastik – gemäss Aussage von Migros: „Die neuen Säckchen für 5 Rappen bestehen zu 100% aus umweltschonendem Recycling-Material. Dafür wird Plastik verarbeitet, welches in unserem Verteilzentrum in Neuendorf als Abfall anfällt. Dieser geschlossene Kreislauf ist aus Sicht der Ressourceneffizienz besonders sinnvoll“.

Plastiksack
Plastiksäcklein bei Migros (©Migros.ch)
5 Rappen? Dies scheint mir ein sehr geringer Betrag zu sein. Es wird jedoch erwartet, dass der Verbrauch um 70 – 80% zurückgeht. Dies belegen zumindest Zahlen von Irland, England und der US-Hauptstadt Washington DC. Der 3’500 Tonnen schwere Abfallberg von Plastiksäcklein in der Schweiz soll im Idealfall auf 700 Tonnen schrumpfen.

Finde es auf jeden Fall eine gute Sache! Und es ist wirklich einfach, eine Einkaufstüte bei sich zu haben. Auch für Gemüse und Obst gibt es tolle Alternativen zu Plastiksäcklein.

Ein ungeschminkter Blick ins Bad

Seit fast einem Jahr bin ich sehr intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Plastikvermeidung unterwegs. Mein Vorsatz war, vorhandene Produkte aufzubrauchen, bevor ich mir neue (plastikfreie) anschaffe. Falls es überhaupt einen Ersatz für das Produkt braucht. Und nun möchte ich Euch einen ungeschminkten Blick in mein Badezimmer geben. Einiges ist hier passiert:

Shampoo und Conditioner in Plastikflaschen gehören der Vergangenheit an, ebenso wie Duschgel. Dafür habe ich eine Shampoo Bar von Creamy Stuff, einen festen Conditionier von Lush und meine Olivenseife aus Korfu.

Plastikfreies Badezimmer
Shampoo, Conditioner und Seife

Beim Zähneputzen ist mir der Umstieg von der Plastikzahnbürste zur Bambuszahnbürste leicht gefallen. Für die Zahnpasta in der Tube habe ich noch keine Alternative gefunden. Ich bin kurzzeitig auf ein Produkt von Weleda (in der Alu-Tube) umgestiegen, wurde damit aber nicht so richtig warm. Deshalb gibt’s wieder die Zahnpasta von der Migros. Die hat aber gemäss Codecheck.info mind. 3 nicht empfehlenswerte Inhaltsstoffe drin (Paraffinöl, SLS und Sodium Saccharin), so dass ich hier dringend eine plastikfreie Variante suche. Tipps sind herzlich willkommen! Auch für Ideen zu plastikfreien Alternativen für Kontaktlinsenbehälter und Kontaktlinsenmittel bin ich dankbar.

HydroPhil Zahnbürste
Bambus-Zahnbürste und (leider) Zahnpasta in Plastik

Beim Schminken mixe ich mir den Gesichtspuder selber. Den Pinsel habe ich schon länger, bin zufrieden damit und werde diesen auch weiter brauchen.

Mein Deo ist aluminiumfrei und soweit möglich auch plastikfrei: hier bin ich dem Weleda-Produkt in der Glasflasche treu geblieben. Anstelle einer Bodylotion in der Plastikflasche verwende ich ab und zu Kokosnussöl aus der Glasflasche. Das Öl habe ich aus Costa Rica mitgebracht. Den Lippenpflegestift habe ich durch Bio Shea Butter (Bio Karité Butter) ersetzt. Dieser kommt leider in einer kleinen Alu-Dose (10 ml) daher. Wie ich nun herausgefunden habe, kann ich Bio Shea Butter auch in grossen Glasflaschen (500g) kaufen. In Zukunft kann ich mir jeweils eine kleine Menge in die Alu-Dose abfüllen und diese so weiterverwenden.

Plastikfreies Badezimmer
Kokosöl, Deo und Shea Butter für die Lippen

So weit, so gut. Aber es gibt noch einiges zu tun bzw. aufzubrauchen. In meinem Spiegelschrank finden sich noch Körperpuder, verschiedene Haarprodukte, Gesichtscreme, Waschlotion, Tonic, etc. zu finden. Allesamt nicht plastikfrei. So eine Umstellung braucht Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich! Ich bin mega happy mit dem, was sich im letzten Jahr in meinem Badezimmer verändert hat. 🙂

„Ich bin so plastikfrei“

Ein kleiner Beitrag in eigener Sache: Ich bin ganz neu Gast-Bloggerin auf http://www.ichbinsoplastikfrei.at! Darüber freue ich mich sehr! Ihr könnt auf dieser Seite informative Artikel rund um das Thema „Plastik vermeiden“ finden.

Ohne Plastik leben
Ich bin so plastikfrei

Der Ärger über die Berge von Plastikmüll nach jedem Einkauf war ausschlaggebend für Initiatorin Conny Wernitznig und eine Gruppe von Interessierten, sich im Juli 2014 in Österreich – Freistadt im Mühlviertel – zusammenzufinden und die Initiative #ichbinsoplastikfrei zu gründen. Freistadt hat über 7’700 EinwohnerInnen.

Ziel der Initiative ist es, sinnlosen Plastikmüll zu reduzieren, die Problematik bewusst zu machen und so ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken.