Make-Up-Pads: Selber machen!

Letztes Jahr habe ich Euch von den wiederverwendbaren Make-Up-Pads erzählt, die ich mir übers Internet bestellt hatte. Diese sind immer noch im Einsatz. Jedoch war die Anzahl nicht ausreichend.

Selbermachen statt kaufen
DIY: Make-Up Pads

Meine Mutter hat mir deshalb geholfen und mir weitere Make-Up-Pads genäht.

Was brauchst Du?

  • alte Baumwoll-Handtücher oder weichen Stoff  (sollte bei 60° waschbar sein)
  • Schere, Nähmaschine, Faden, Stecknadeln

Wie gehst Du vor?

Zuerst definierst Du die Grösse der Pads. Für mich ideal ist ein Grösse von ca. 6cm Durchmesser. Du schneidest eine Vorlage aus Papier aus, die Du auf den Stoff legen kannst. So kannst Du sicherstellen, dass alle Stücke die gleiche Grösse haben. Du schneidest Dir eine gerade Anzahl Stücke heraus. Lege jeweils 2 Stücke aufeinander und pinne sie mit Stecknadeln aneinander fest. Nun hast Du zwei Möglichkeiten:

a) Du nähst mit einem Abstand von ca. 1/2 cm die beiden Stücke mit der Nähmaschine zusammen und lässt ein Stück frei. In dieses greifst Du hinein und drehst den Pad um. Danach nähst Du das noch offene Teil von Hand zu.

b) Du nähst die beiden Stücke mit einem Zickzack-Stich zusammen.

Plastikfreies Badezimmer
Hübsche Glasdose für die Aufbewahrung der Make-Up Pads

Die hübsche Glasdose hat meine Mutter mit Serviettentechnik verziert. So können die Make-Up Pads wunderbar versorgt werden und die Dose bietet einen besonderen Hingucker im Badezimmer.

Mein Tipp: Die Pads zum Waschen in ein Wäschesäcklein tun.

Weitere Inspirationen für dieses DIY-Projekt: http://schwatzkatz.com/diy-de-make-up-pads-waschlappen/ und https://einbisschengruener.com/2015/10/11/diy-abschminkpads-wiederverwendbar-umweltfreundlich/

Ein ungeschminkter Blick ins Bad

Seit fast einem Jahr bin ich sehr intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Plastikvermeidung unterwegs. Mein Vorsatz war, vorhandene Produkte aufzubrauchen, bevor ich mir neue (plastikfreie) anschaffe. Falls es überhaupt einen Ersatz für das Produkt braucht. Und nun möchte ich Euch einen ungeschminkten Blick in mein Badezimmer geben. Einiges ist hier passiert:

Shampoo und Conditioner in Plastikflaschen gehören der Vergangenheit an, ebenso wie Duschgel. Dafür habe ich eine Shampoo Bar von Creamy Stuff, einen festen Conditionier von Lush und meine Olivenseife aus Korfu.

Plastikfreies Badezimmer
Shampoo, Conditioner und Seife

Beim Zähneputzen ist mir der Umstieg von der Plastikzahnbürste zur Bambuszahnbürste leicht gefallen. Für die Zahnpasta in der Tube habe ich noch keine Alternative gefunden. Ich bin kurzzeitig auf ein Produkt von Weleda (in der Alu-Tube) umgestiegen, wurde damit aber nicht so richtig warm. Deshalb gibt’s wieder die Zahnpasta von der Migros. Die hat aber gemäss Codecheck.info mind. 3 nicht empfehlenswerte Inhaltsstoffe drin (Paraffinöl, SLS und Sodium Saccharin), so dass ich hier dringend eine plastikfreie Variante suche. Tipps sind herzlich willkommen! Auch für Ideen zu plastikfreien Alternativen für Kontaktlinsenbehälter und Kontaktlinsenmittel bin ich dankbar.

HydroPhil Zahnbürste
Bambus-Zahnbürste und (leider) Zahnpasta in Plastik

Beim Schminken mixe ich mir den Gesichtspuder selber. Den Pinsel habe ich schon länger, bin zufrieden damit und werde diesen auch weiter brauchen.

Mein Deo ist aluminiumfrei und soweit möglich auch plastikfrei: hier bin ich dem Weleda-Produkt in der Glasflasche treu geblieben. Anstelle einer Bodylotion in der Plastikflasche verwende ich ab und zu Kokosnussöl aus der Glasflasche. Das Öl habe ich aus Costa Rica mitgebracht. Den Lippenpflegestift habe ich durch Bio Shea Butter (Bio Karité Butter) ersetzt. Dieser kommt leider in einer kleinen Alu-Dose (10 ml) daher. Wie ich nun herausgefunden habe, kann ich Bio Shea Butter auch in grossen Glasflaschen (500g) kaufen. In Zukunft kann ich mir jeweils eine kleine Menge in die Alu-Dose abfüllen und diese so weiterverwenden.

Plastikfreies Badezimmer
Kokosöl, Deo und Shea Butter für die Lippen

So weit, so gut. Aber es gibt noch einiges zu tun bzw. aufzubrauchen. In meinem Spiegelschrank finden sich noch Körperpuder, verschiedene Haarprodukte, Gesichtscreme, Waschlotion, Tonic, etc. zu finden. Allesamt nicht plastikfrei. So eine Umstellung braucht Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich! Ich bin mega happy mit dem, was sich im letzten Jahr in meinem Badezimmer verändert hat. 🙂

Das kannst Du Dir abschminken!

Ich brauchte jeden Tag 2 bis 3 runde Wattepads (Watterondellen) zum Abschminken, die dann im Müll landeten. Zudem kommen diese Pads auch in Plastik eingepackt daher. Auf verschiedenen Blogs habe ich von wiederverwendbaren Make-Up Pads gelesen. Einige stellen solche selber her, aber da ich eben nicht so der DIY-Typ bin, habe ich mir diese Pads ganz einfach im Internet bestellt. Und zwar bei Michelle. Die Pads haben die Grösse von 5x5cm und wurden von Michelle in Handarbeit aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Meine Erfahrung mit den Mini-Pads

Die Pads werden von mir eingesetzt, um Mascara zu entfernen und zum Abschminken mit Tonic Lotion (Gesichtswasser). Zuerst habe ich die Pads bei 30° (in einem Wäsche-Säckchen) mitgewaschen – da wurden sie aber nicht richtig sauber. Das Foto zeigt das Ergebnis nach der Wäsche mit 60° (auch da sieht man noch etwas Mascara). Sonst bin ich sehr zufrieden mit den Mini-Pads. Ich habe sogar schon welche meiner Schwester geschenkt.

Und mit den wiederverwendbaren Pads lässt sich nicht nur Müll vermeiden, sondern es lassen sich auch Kosten sparen! Im Coop kann ich „Naturaline Watterondellen 80 Stück“ für CHF 2.20 kaufen. Wenn ich jeden Tag 3 Stück brauche, kostet mich das pro Jahr CHF 30.10. Die wiederverwenbaren Pads kosteten mich einmalig CHF 8.50 (für 10 Stück). Ich muss diese zwar jeweils noch waschen, aber da ich sowieso waschen muss, fällt dies nicht weiter ins Gewicht.

Aufbewahrung

Meine Mutter hat mir schon vor einiger Zeit eine süsse, bemalte Holzdose geschenkt. Diese beherbergt nun die Mini-Pads und hübscht gleichzeitig mein Badezimmer auf.

Tolles App: ToxFox

Durch die Reportage „Gift in Shampoos und Cremes“ wurde ich auf das kostenlose App „ToxFox„aufmerksam. Ich habe mir dieses App sofort heruntergeladen und in meinem Badezimmer alle Kosmetik-Produkte gescannt. Dies mit nicht nur tollen Ergebnissen… So habe/hatte ich seit mindestens 3 Jahren das Shampoo und den Conditioner von Guhl Blond im Einsatz. Diese beiden Produkte enthalten aber hormonelle Stoffe! 😦 Zum Glück bin ich in einer „Umstellungsphase“ – ich brauche jedoch Kosmetika in Plastikflaschen noch auf. Ab sofort kann ich noch besser prüfen, was (falls überhaupt) ich kaufen möchte – und welche Produkte im Regal bleiben.

ToxFox ist supereinfach zu bedienen. Man scannt den Strichcode und bekommt dann sofort ein Ergebnis. Wenn es frei ist von hormonellen Stoffen kommt ein grünes Herz. Mehr als 80’000 Artikel deckt die App bereits ab, weitere Produkte werden folgen. Oder man kann nach einem Hersteller, Produktnamen, Inhaltsstoff oder einer Strichcode-Nummer suchen.

Das App wurde entwickelt vom „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.“ (BUND), Berlin. „560.000 Menschen nutzen bereits die ToxFox-App des BUND, damit Kosmetikprodukte mit hormonell wirksamen Schadstoffen nicht mehr in ihrem Einkaufskorb landen“. Ich bin auf jeden Fall begeistert von dieser App, die mir ab sofort hilft, Kosmetik-Produkte noch besser auszuwählen.