Sass da Grüm – wo Fuchs und Heidschnuck sich gute Nacht sagen

Auffahrt (Christi Himmelfahrt), das bedeutet für uns: ein langes Wochenende! Mit Zug, Bus und zu Fuss geht es ins wunderschön gelegene Bio-Hotel Sass da Grüm im Tessin. Nach einem Aufstieg von circa 30 Minuten werden wir von der strahlenden Gastgeberin Elisabeth empfangen.

Sass da Grüm
Blick auf Sass da Grüm

Sass da Grüm liegt 660 Meter über dem Lago Maggiore und ist ein wissenschaftlich ausgewiesener „Ort der Kraft“. Das sind spezielle Plätze auf der Erde, die über eine ganz besondere Energie verfügen. Der Inhaber Peter lädt jeden Abend zu einer geleiteten Meditation an diesem speziellen Ort und erzählt auch gerne noch eine spannende, historische Geschichte.

Für mich ein grosses Plus des Hotels: die vegetarische Bio-Küche! Die gesamte Hotelanlage ist biologisch gebaut und der Betrieb wird nach ökologischen Grundsätzen geführt. Zudem leben auf der Weide 3 graue, gehörnte Heidschnucken. Diese sind anspruchslos und zur Landschaftspflege besonders geeignet. Ich hab es genossen, diese drei Tiere zu beobachten. Und dann, am Abend auf dem Balkon, läuft einfach so auf dem Wanderweg ein Fuchs vorbei!

Heidschnucke
Graue gehörnte Heidschnucke

Die Tage verbringen wir mit Wanderungen z.B. zum eindrücklichen Wasserfall bei Monti di Gerri oder hinauf zur Alpe Cedullo, die selbstgemachten Ziegenkäse anbietet.

Und danach gibt’s eine Abkühlung im Pool mit Blick auf Locarno und den Lago Maggiore.

Pool von Sass das Grüm
Blick vom Pool auf den Lago Maggiore

Wie habt ihr das lange Wochenende verbracht?

Was ist ein Zweinutzungshuhn?!

Vor Ostern habe ich über verschiedene Bruderhahn-Initiativen berichtet. Heute möchte ich Euch noch eine weitere Initiative vorstellen, die dem Kükentöten (männliche Küken der Legehennen werden getötet, da „nutzlos“) entgegen wirkt: Das Zweinutzungshuhn, auch Dual- oder Kombi-Huhn genannt. Ein Huhn also, das sowohl Eier legt wie auch Fleisch gibt.

Kombihuhn
Küken Zweinutzungshuhn ©Ökotierzucht

Ja, es mutet schon merkwürdig an, aber vor ca. 100 Jahren dachte sich der Mensch: Es wäre besser, eine Legehenne (weiblich) zu haben, die super viele Eier legt und ein Masthuhn (weiblich, männlich), das richtig viel Fleisch gibt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Hybridhühnern“. Diese Züchtungen wieder rückgängig zu machen wird deshalb nicht von heute auf morgen geschehen.

Zweinutzungshuhn-Projekte

So wird momentan vor allem im Bio-Bereich aktiv geforscht. Das aktuelle Zweinutzungshuhn legt deutlich weniger Eier und gibt zudem weniger Fleisch; es lässt sich nicht so gut mästen. Da Kosten-/Nutzen-Rechnungen dominieren ist dies natürlich ein Problem. Folglich muss der Konsument für das Produkt (sowohl für die Eier wie auch das Fleisch) mehr bezahlen.

Schweiz 

In der Schweiz setzt sich die Detailhänderin Coop seit 2014 für das Bio-Zweinutzungshuhn ein. 1 Ei kostet ca. CHF 1.-.

Deutschland 

ei care:  Alle beteiligten Naturland-Betriebe sind in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern beheimatet und die Produkte finden sich in Bio-Läden. Alle ei care-Produkte stammen aus ökologischem Landbau. Die Höfe arbeiten zudem nach den Naturland Fair Richtlinien, die Bio-Landwirtschaft, soziale Verantwortung und fairen Handel vereinen. 1 Ei kostet ca. € 0.56.

Gemeinnützige Tierzucht: Initiative von Bioland und Demeter. Ziel ist es, das Öko-Huhn von morgen zu züchten.

Kombihuhn
Zweinutzungshuhn © Ökotierzucht

Das Hermannsdorfer Landhuhn: Seit 2008 werden Landhühnern gezüchtet, die gleichzeitig ausreichend Eier legen und Fleisch ansetzen. 2012 bekam das Projekt den „Förderpreis ökologischer Landbau“. Seit 2015 gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Ökologischen Tierzucht GmbH. Derzeit halten drei Biobetriebe im Umkreis von 20 km Herrmannsdorfer Zweinutzungshennen (Umgebung München). 1 Ei kostet ca. € 0.60.

Österreich 

Eiermacher: Seit Mai 2016 sind die ersten Eier vom Bio-Zweinutzungshuhn erhältlich. In Österreich wird unter anderem die Hühnerrasse „Sandy“ eingesetzt, die zwar auf Legeleistung gezüchtet ist, aber etwas weniger Eier legt als Hochleistungsrassen und deren männliche Tiere mit vertretbarem Aufwand gemästet werden können.

Fazit

Wer Eier konsumieren möchte, der kann entscheiden: Bio-Eier, Eier von Bruderhahn-Projekten oder von Zweinutzungshühnern. Wichtig ist mir, dass wir wissen, wie die Nutztierhaltung funktioniert – und was alles damit verbunden ist! Unser Einkaufszettel ist auch ein Stimmzettel!

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen zum Thema „Zweinutzungshuhn“.

Biologisch einkaufen in Bologna

Über meine Restaurant-Highlights in Bologna habe ich bereits berichtet. Heute möchte ich Euch ein paar Orte in Bologna zeigen, an denen ein nachhaltiger Einkauf möglich ist.

Bologna
Piazza Maggiore in Bologna

Bioladen L’Albero della Vita

In diesem Öko- und Bio-Laden ist Bulk Shopping, d.h. einkaufen ohne Verpackung möglich. Es hat eine sehr kleine Auswahl an frischem Obst und Gemüse sowie Naturkosmetik. Via Mascarella, 81. Von 10 – 14 und von 16 – 20 Uhr.

L’Angolo del biologico

Dieser Bio-Laden liegt an einer sehr hübschen Straße. Den Spaziergang hierher haben wir nicht bereut. Der Bio-Laden hat eine gute Auswahl an klassischem Produkten wie Müsli, Konfis, Teigwaren. Dazu Naturkosmetik sowie frisches Obst und Gemüse. Bulk Shopping ist leider nicht möglich. Mitgenommen haben wir eine Bio-Tomatensauce von Solleone (bin gespannt!) und ein Bio-Arranciato im Glas für aus den Weg. Strada Maggiore 82/c. 8.30 – 20.30 Uhr.

Bottega della canapa


Die Bottega della canapa ist eine italienische Firma, die sich auf natürliche und biologische Produkte konzentriert. In diesem hübschen Laden habe ich Bambus-Zahnbürsten von Tea Natura entdeckt! Habe mir gleich 2 Stück gekauft – diese Zahnbürsten sind biologisch abbaubar und kompostierbar. Via Marsala, 31.

Zoo

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Mein Freund wollte sich schon länger eine Edelstahflasche kaufen, doch das eher hohe Gewicht hat ihn etwas abgeschreckt. Umso größer war die Begeisterung, als wir per Zufall im Zoo eine ultraleichte Flasche der italienischen Marke „24Bottles“ entdeckten! Auf seiner 1 Liter-Flasche ist der Aufruck „-0.16“, damit ist die Menge an CO2 gemeint, die vermieden wird, indem aus der Edelstahlflasche getrunken wird anstatt eine PET-Flasche zu kaufen. Strada Maggiore 50/A.

Und sonst? Gefunden haben wir ein biologisches Olivenöl vom Agrarbetrieb “Masoni Becciu” und einen weissen Bio-Balsamcio (Bio-Weissweinessig und Bio-Traubenmost mit 5,5% Säure) vom „Casa del Balsamico Modenese“ (Modena ist übrigens ein super Tagesausflug von Bologna, nur ca. 20 Minuten mit dem Zug – Preisvergleiche bei den Aceto’s lohnen sich!).

Bologna
Bio Olivenöl und Bio Balsamico Bianco

Fazit: Nachhaltig einkaufen ist in Bologna problemlos möglich!

Biologisch essen in Bologna

Die Ostertage verbrachten wir in Bologna – auch „die Fette“ genannt. Hier gibt es an jeder Ecke was zu essen und die wunderschönen Arkaden laden zum Flanieren ein. Doch wie grün ist Bologna? Hier meine Highlights!

Bologna
Stadtbild von Bologna

Das untere Ende der Via Mascarella ist nicht so belebt, wie das sonst in der Innenstadt der Fall ist. Dafür befinden sich an ihr 2 biologische Restaurants und ein Bio-Laden.

Bar Restaurant Estravagario

Die Küche ist vegan und vegetarisch sowie biologisch. Auch auf Fair Trade wird grossen Wert gelegt. Man kann draussen sitzen, wenn auch direkt an der Strasse. Wir hatten dreierlei Antipasti, die Käseplatte mit Konfi und eine Art Gemüsecalzone mit Topinambur (kalt) und Salat. Getrunken haben wir ein Bio-Chinotto und ein Bio-Mate. Die Bedienung war freundlich und verstand etwas Englisch. Die Besitzer sind Koch, Barman, Bauer und soziale Aktivisten gleichzeitig. Das Essen hat uns gut geschmeckt. Daumen hoch für dieses Restaurant!

Via Mascarella 81H. Montag bis Samstag ab 11.00 Uhr. Sonntag geschlossen.

Alchemilla


In diesem Bistro/Take-away haben wir nicht gegessen. Sofort aufgefallen ist uns jedoch das große Bild an der Außenwand! Es hat nur einen langen Tisch (Platz für ca. 8 Personen) und ist wohl eher als Take away gedacht. Für ein Mittagessen könnte ich es mir gut vorstellen, für abends eher weniger. Das alchemilla hat eine vegane & vegetarische Bio-Küche, auch Rohkost wird geboten. Und es wird komplett auf Palmöl verzichtet.
Via Mascarella 76/A.
Montag – Freitag. Mittagessen: 11.00-15.00; Abendessen: 18.00-22.30.

Chlorofilla – Ristorante Naturale

Dieses Restaurant haben wir beim Flanieren entdeckt, es jedoch nicht getestet. Es hat vegane & vegetarische Speisen, aber auch Fisch auf der Karte. Gemäss Website existiert das Restaurant seit 1984.  Es ist jedoch nicht biologisch – schade. Auf der Menükarte fand sich jedoch eine Bio-Fussili.

Strada Maggiore 64/c, 40125 Bologna

Fazit: Auch in der italienischen Stadt Bologna lassen sich nachhaltige Ecken entdecken! 🙂

Auszeit im Schwarzwald

Das Wochenende starten meine Freundin und ich mit einem ausgiebigen Brunch im Les Garecons am Badischen Bahnhof: Kaffee-, Tee- und Schokoladenprodukte sind Bio und Fairtrade und auch die Frischmilch aus der Region Basel ist Bio. Zudem gibt es auch ein veganes Frühstück! Sehr lecker! Dann geht’s los: Zug, Bus und nochmals ein sehr kleiner Bus bringen uns in das verschlafene Dorf Neuenweg im Schwarzwald. Dort steht schon Brigitte vom Gästehaus Birkenhof, die uns zu Ihrem Bauernhof mitnimmt. Ankommen, Seele baumeln lassen, die März-Sonne geniessen…

Das Gästehaus liegt idyllisch, mit Weitblick, nahe des Belchens (1’414 m ü M) und mitten im Biosphärengebiet Schwarzwald. Das Haus bezieht Öko-Strom aus der Region und das Warmwasser wird mit der eigenen Solaranlage erwärmt. Auf dem Hof wohnen auch noch Kaninchen, die gerade Junge haben (sehr süss!), eine Katze, die Labrador-Mischlingshündin Lilla (ganz ein toller Hund) und Ziegen.

Im Vorfeld haben wir ein 2-stündiges Trekking mit den Lamas gebucht. Wusstet ihr, dass Lamas sehr gut sehen und hören?

An meiner Seite läuft Regia (die Königliche), meine Freundin wird von Mariella begleitet. Samba, das Lama-Junge (2.5 Jahre alt) tobt wild herum.

Schwarzwald
Ich und das Lama

Nach dem Trekking gibt es ein feines biologisches Abendessen mit Dessert (Schokoküchlein, mhhh). Die sehr grosse Bibliothek lädt zum Schmöckern ein, da reicht ein Wochenende nicht! Nach einer sehr ruhigen Nacht starten wir den Tag mit einem Frühstück: Es gibt alles, was das Herz begehrt; hausgemachten Zopf und frischen Kräuter-Quark inklusive. Brigitte nimmt sich sehr viel Zeit für uns – und sie erzählt uns einiges über die Bachblüten-Therapie. Darüber wusste ich noch nicht viel, und es ist sehr faszinierend. Dann macht sie mit uns einen Rundgang durch den Permakultur-Garten.

Der Abschied von den herzlichen Gastgebern Brigitte und Peter fällt schwer. Für uns geht es zu Fuss ca. 9 km nach Schönau. Eine wunderschöne Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter.

Wir werden sicher wiederkommen!

Im Garten von Lucas – Madrid

Im Quartier Chueca in Madrid, genauer in der Calle San Lucas 13, befindet sich der „Gemüsegarten von Lucas“ (El huerto de Lucas). Es handelt sich dabei um ein Projekt mit mehr als 450m2 Fläche. Der Raum wurde giftfrei gebaut und mit einem vertikalen Garten im Eingangsbereich und hängenden Pflanzen im Innenhof eingerichtet. Sieht spannend und einladend aus.

Der „Huerto de Lucas“ besteht aus einem grosszügigen Bio-Laden. Dazu schnappt man sich ein Weidenkörbchen, läuft im Laden rum und füllt dieses mit biolgischen Nahrungsmittel. Diese stammen jedoch nicht nur aus Spanien – ich habe auch deutsche und englische Produkte entdeckt.

Zum Projekt gehört ein biologisches Restaurant und Café. Die Küche würde ich als mediterran-italienisch bezeichnen und neben vegan/vegetarischen Menüs (auch Rohkost) findet sich auch Fleisch und Fisch auf der Karte. Es werden Smoothies und hausgemachte Kuchen angeboten. Kuchen hatte ich keinen, aber einen leckeren Smoothie. Dieser wurde mit Papierstrohhalm serviert (wäre aber auch gut ohne gegangen wie ich finde). Der Kaffee oder die heisse Schoki werden auch mit Soja-, Reis-, Hafer- oder Mandelmilch serviert.

Im Quartier Chueca findet sich ganz in der Nähe von „Lucas‘ Garten“ die Markthalle San Anton, die ich ebenfalls für einen Besuch empfehlen würde.

Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe

Über die beiden Wintergemüse Topinambur und Pastinake habt ihr ja bereits einiges auf dem Blog gelesen. Die Suppe enthält zudem Ingwer und Limette – und gibt uns in dieser sehr kalten Jahrezeit (der kälteste Januar seit 30 Jahren!!) ein Plus an Vitamin C. Das winterliche Rezept wurde mir von Li_Reflection zur Verfügung gestellt.

Topinambur
Topinambur (© Li_Reflection)

Topinambur-Pastinake-Suppe

Du brauchst folgende Zutaten:

  • 200 g Topinambur
  • 200 g Pastinaken
  • Optional 1 Peperoni (rot) (Paprika) – Saison von Juni bis Oktober
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g frischer Ingwer
  • 2 EL Olivenöl
  • 700 ml Gemüsebouillon
  • 100 ml Hafersahne
  • 1 Limette (Saft)
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer und wer mag Chiliflocken
Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe
Winterliche Topinambur-Pastinake Suppe (© Li_Reflection)

Pastinake und Topinambur schälen und in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden. Die Peperoni (Paprika) halbieren, entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Schalotten, die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und alles fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Schalotte, Knoblauch und Ingwer darin andünsten. Gemüse beifügen und kurz mitdünsten und die Gemüsebouillon dazugiessen. Die Suppe zugedeckt 20 Minuten kochen lassen. Am Ende der Garzeit Hafersahne und die Hälfte des Limettensafts zur Suppe geben und diese mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Die Suppe nach Belieben nochmals mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und Chilifocken abschmecken.

Meine 5 Tipps für Zero Waste und Bio in Brüssel

Ein Besuch in der belgischen Hauptstadt bietet einiges: vom Comic-Museum, Grand Place, Manneken Pis bis zur weltberühmten Schokolade. Doch wo bekomme ich Schokolade in Bio- und FairTrade-Qualität?

Ich begebe mich auf die Suche, wo ich in Brüssel Bio-Produkte und am besten noch ohne Abfall (Zero Waste) einkaufen kann. Hier meine 5 Tipps:

1. Den Teepot: Der Bio-Shop an der Kartuizerstrahlt / Rue de Chartreux, 66 wirkt etwas in die Jahre gekommen. Im Eingang hängen viele Zettel, die auf diverse Aktivitäten aufmerksam machen.

Gleich beim Eingang befindet sich die Käsetheke. Gemüse wird offen verkauft. Es gibt einen separat gekühlten Raum für Früchte und Gemüse. Bulk Shopping – d.h. Einkauf ohne Verpackung – ist möglich! Es hat noch ein Restaurant im 1. Stock, welches ich mir jedoch nicht angeschaut habe.

2. Als nächstes besuchte ich Färm am Quai au bois à bruler 43. Ein stylisher Bio-Laden mit flotter Hintergrundmusik. Gleich beim Eingang befindet sich die Theke, hinter der zwei freundliche junge Frauen mit schwarzen Hauben und hell-lila Blusen frische Salate, Quiches, Suppe, Aufschnitt und Käse anbieten. Da mein Magen knurrt lasse ich mir eine vegetarische „Pocket“ mit Salat geben. Dazu wird mir gefiltertes Wasser gereicht. Zum Essen setze ich mich an einen der drei Holztische.

Frisch gestärkt schlendere ich durch den grosszügig gestalteten Laden. Frische Brote ohne Verpackung. Grosse Auswahl an Bulk-Shopping für Müsli, Reis, Nüsse, … Belgische Schokolade in Bio- und FairTrade-Qualität, u.a. von Belvas und Tohi – da konnte ich nicht widerstehen. Früchte und Gemüse werden in einem separat gekühlten Raum aufbewahrt.

Im 1. Stock werden Kosmetik-, Baby- und Hygiene- und Putz-Artikel angeboten. Ich entdecke festes Shampoo, festes Deo und feste Zahnpasta von der Naturkosmetik-Manufaktur Lamazuma: Nur in Karton und ohne Plastik verpackt! Super! Decke mich gleich mit der Zahnpasta ein.

3. Der dritte Laden, dem ich einen Besuch abstattete, war Natural Corner an der Rue de l’escalier 1. Ein gut sortierter Laden in einer guten Gegend von Brüssel in der Nähe vom Place Sablon. Auch hier gibt es frisches Brot ohne Verpackung und Bulk Shopping ist möglich.


Von den drei besuchten Bio-Läden ist Färm mein klarer Favorit! Auf meinem Streifzug durch Brüssel habe ich noch zwei weitere Läden entdeckt, bei denen man plastikfrei einkaufen kann und die ich Euch gerne zeigen möchte:

4. Dille & Kamille: Es gibt mehrere Läden in der Stadt, welche Produkte für Haus, Garten und Küche anbieten. Das holländische Unternehmen schreibt: „Unser Warenangebot strahlt Schlichtheit aus, uns sind traditionelles Handwerk, handwerkliche Produkte und natürliche Materialien wichtig“.

5. La Maison du Savon de Marseille: Seifen in unglaublicher Vielfalt werden hier ohne Verpackung verkauft. Der Laden befindet sich an der 29, rue du marché aux herbes in Brüssel – gleich beim Grand-Place.

Viel Spass beim Entdecken von Zero Waste und Bio in Brüssel!

Leckere Schwarzwurzelsuppe

Die Schwarzwurzel hat Saison von Oktober bis März. „Die Schwarzwurzel enthält Provitamin A, Vitamin B1, B2 und B3, C und E sowie sehr viel Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor. Darüber hinaus hat sie viel Eisen, Asparagin und Allantoin in sich“ (Meine Ernte). Ein super Gemüse also, das sich auch für leckere Suppen eignet. Gerne stelle ich Euch ein Rezept vor, dass ich im Winter sehr gerne koche.

Schwarzwurzel, Birsmattehof, Matthäusmarkt, Basel
Schwarzwurzel auf dem Markt

Das Rezept

Für ein Abendessen für 2 Personen benötigst Du:

  • ca. 300g Schwarzwurzeln (in Bio-Qualität)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50g Butter oder 2 EL Sonnenblumenöl
  • 3/4 l Gemüsebouillon
  • 1/4 l Halbrahm
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Muskat, evtl. 2-3 Tropfen Bio-Trüffelöl
Schwarzwurzel
Gesunde Schwarzwurzel-Suppe

Die Schwarzwurzeln entweder mit Handschuhen (sonst werden die Hände schwarz) oder unter fliessendem Wasser waschen, schälen und danach klein schneiden. Die Zwiebel schneiden und beides zusammen in Butter/Öl anschwitzen. Die Bouillon hinzufügen und solange köcheln, bis die Schwarzwurzeln weich sind (ca. 20 Minuten). Pürieren, würzen und den Halbrahm hinzufügen.

En Guete!

Pastinaken-Apfel-Suppe

Meine Freundin Li_Reflection macht wunderschöne Fotos (die Sie auf Instagram postet) und kocht wunderbar leckere Gerichte. Eines davon ist die Pastinaken-Apfel-Suppe, die ich Euch hier vorstellen darf.

Pastinaken

Pastinaken gehörten bis ins 18. Jahrhundert zu den Grundnahrungsmitteln. Sie wurden aber langsam von Kartoffeln und Karotten abgelöst. Ähnlich wie beim Sellerie eignet sich das Püree von Pastinaken gut als Beilage und für cremige Suppen. Sie hat Saison von Juli bis März und ist somit sehr lange verfügbar. Gemäss Schweizer Gemüse:
  • Enthält mehr Vitamin C als Karotten.
  • Das Pektin in den Kohlenhydraten wirkt darmregulierend.
  • Geschmacklich wie Karotten und Sellerie.
Pastinake-Apfel-Suppe
Die letzte Pastinake aus dem Garten (© Li_Reflection)

Pastinaken-Apfel-Suppe

Für die Suppe brauchst Du:

  • 500g Pastinaken
  • 1 (kleiner) Apfel, säuerlich
  • 0,5 l Gemüsebouillon
  • 150 ml Hafer-Rahm
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Öl
  • Zum Würzen: Salz, Pfeffer, evtl. Muskatnuss
Winter Suppe
Pastinaken-Apfel-Suppe (© Li_Reflection)

Die Zubereitung ist ganz einfach: Die Zwiebel hacken und in etwas neutralem Öl glasig dünsten, dann den Knoblauch zugeben. Die Pastinaken in grobe Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten mitdünsten. Die Gemüsebouillon in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Den Apfel schälen, reiben und für 10 Minuten mitkochen. Dadurch erhält die Suppe eine fruchtige Note. Den Rahm zugiessen und alles mit einem Stabmixer pürieren. Nach Wunsch noch mit etwas mehr Bouillon verdünnen und mit Muskatnuss abschmecken. En Guete!