Wunderschöne 2nd Hand Boutique in Basel

Was für ein hübscher Laden! Ich trete in die „Chemiserie Plus“ ein und treffe Kim, die Inhaberin. Sie erzählt mir von ihrer langen Reise, 20 Monate durch Süd- und Nordamerika, gemeinsam mit Ihrem Mann. Dort ist sie auf die „Ropa Americana“ – gut ausgestattete 2nd Hand Geschäfte – aufmerksam geworden. „Aus der Schweiz kannte ich nur die Brockis, in denen ich leider selten fündig geworden bin. Aber in den Ropas Americanas hatte es sehr viele schöne Kleidung, sogar Bettwäsche haben wir dort gekauft!“.

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Kim in ihrem Second Hand-Laden „Chemiserie Plus“

Heute arbeitet die 36-jährige Kim 60% in einem Architekturbüro. Die restliche Zeit verbringt sie in der Chemiserie Plus. „Mode aus zweiter Hand trägt zu einem nachhaltigen Lebensstil bei“, erklärt Kim, „und ich hoffe, dass das Konzept gut ankommt“. Das Konzept der Chemiserie ist nämlich in Basel einzigartig: Gut erhaltene Damen- und Herrenkleider, sowie Schuhe und Schmuck, können bei Kim vorbeigebracht werden. Wenn diese in den Laden passen, werden sie von Kim direkt abgekauft, entweder in Bar oder gegen einen Einkaufsgutschein. „Die Qualität der Stücke ist mir sehr wichtig, Teile von günstigen Kleiderketten nehme ich im Normalfall nicht entgegen“. Und tatsächlich finden sich bei meinem Besuch gerade mehrere Kleiderstücke von Joop in den Regalen. Das Preisniveau ist tief, und das Sortiment ändert schnell.

Ich selber habe Kim auch schon Kleidung vorbeigebracht, und gleich gegen ein neues, schönes Oberteil für ins Büro getauscht!

Vom 10. bis 12. August wird Kim einen Stand am Musikfestival „Open Air Basel“ haben – parallel dazu ist auch der Laden offen. Vorbeigehen lohnt sich!

Chemiserie Plus, Klybeckstrasse 50 (in der Nähe vom Café Bistrot Flore), 4057 Basel Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 14.00 – 19.00 Uhr; Samstag 11.00 – 18.00 Uhr.

Göttin des Glücks in Österreich

Die „Göttin des Glücks“ gehört weltweit zu den Pionieren in der ökofairen Modewelt. Mit Sabrina habe ich Ende November 2015 den Laden in Wien besucht. Wir haben uns sehr nett mit dem Verkäufer unterhalten, der uns Informationen rund um die Idee und die Produkte gab: Ins Leben gerufen wurde die Göttin 2005 von vier Menschen als Projekt unter dem Motto „Danke mir gehts gut“. Der Umstieg auf 100% Fairtrade und Bio erfolgte Anfang 2007 durch die Kooperation mit EZA Fairer Handel, Österreichs grösster Importgesellschaft für Produkte aus fairem Handel, wodurch die Göttin auf eine lückenlose, kontrollierte und zertifizierte Produktionskette zugreifen konnte. Die „Göttin“ ist auch GOTS (Global Organic Textile Standard ) zertifiziert und kennt ihre Lieferanten und Produktionsstätten persönlich.

Ich kaufe mir zwar eher selten neue Klamotten, doch bei der Göttin konnte ich nicht widerstehen. Schnell habe ich ein schönes Oberteil gefunden: Das „Miri 4“ in Nachtblau mit dem Aufdruck „Ich möchte unendliche Wunder erleben“ auf dem rechten Ärmel. 🙂 Dabei stehen alle Artikelnamen für Göttinnen oder Götter aus sämtlichen Weltkulturen. „Miri ist in der Mythologie der afrikanischen Bambara das Weltenei. Es vereinigt in sich die drei Bestandteile Nali, Wali und Tali. Mit ihnen zusammen bildet es Erde, Feuer, Wasser und Luft. Als es platzte, entliess es die zweiundzwanzig Grundbestandteile der Welt“.

Läden gibt es in Wien, St. Pölten, Graz, Linz und Innsbruck und die Produkte können auch online gekauft werden. In der Schweiz bekommt man die Kleidungsstücke u.a. bei Mamapacha in Grafenort (OW) und in Deutschland im Weltladen an der Planie in Stuttgart.