Wie nachhaltig ist Leinen?

Der Flachs gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und der Anbau ist in Ägypten bereits vor mehr als 6’000 Jahren nachweisbar. Die Leinenfaser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Ähnlich wie Hanf benötigt Flachs weniger Wasser als Baumwolle. Das ist doch schon mal ein Pluspunkt!

Das Wort „Leinen“ kommt übrigens vom lateinischen Wort „linum“ = Flachs.

Anbaumethoden: Konventionell vs. Bio

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Ernte der Flachspflanze ©blakeandtaylor.com.au

Im konventionellen Flachsanbau werden Herbizide (Mittel gegen Unkräuter und Ungräser), Fungizide (Mittel gegen Schadpilze), Insektizide (Mittel gegen Insekten), Wachstumsregler (Mittel zur Längensteuerung der Pflanzen) eingesetzt. Kalium und Magnesium werden nahezu standardmässig gedüngt.

Bei der ökologischer Landwirtschaft kommen keine Mineraldünger oder Pestizide zum Einsatz und es wird eine ökologisch optimierte (weite, bis zu neungliedrige) Fruchtfolge gewählt (Gesamtverband Leinen).

Genau wie bei Baumwolle komme ich auch hier zum Schluss: Wenn ich ein Kleidungsstück aus Leinen kaufe, dann unbedingt in Bio-Qualität.

Tragekomfort von Leinen

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Vom Flachs zum Leinen ©blakeandtaylor.com.au

Ich selber habe nicht sehr viele Kleidungsstücke aus Leinen. Nur gerade mal 2 Leinenhosen um es genau zu nehmen. Die Leinenfaser ist sehr reissfest, somit ist das Gewebe strapazierfähig und langlebig. Das Material ist v.a. im Sommer sehr angenehm zu tragen (kühlend und atmungsaktiv), aber knittert leider sehr schnell. Und da ich nicht gerne bügle, ist es für mich nicht ideal. Hast Du Kleidung aus Leinen zuhause? Wie zufrieden bist Du? Bin auf Eure Meinungen gespannt!

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5 Gedanken zu „Wie nachhaltig ist Leinen?

  1. Leinen ist super! Vorallem liebe ich meine Geschirrtücher aus Leinen (teilweise aus der Aussteuer meiner Grossmutter!) und als Küchenwischlappen/Lümpli. Die hohe Saugfähigkeit und das es schnell trocknet sind perfekt dazu. Ein Sommerkleid habe ich aus Leinen, da geht es mit dem knittern, trage es sehr gerne. Bügle es übrigens nie (ich mag bügeln auch gar nicht) und hänge es einfach nass (oder max. 400-600 geschleudert) auf.

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  2. Ich habe Hosen, Blusen, Jacken, Bettwäsche (Erbstücke) und Geschirrtücher aus Leinen. Sie sind schon so alt und immer noch fast wie neu, dass ich nicht sagen kann, ob sie Bio sind oder nicht. Damals wurde das noch nicht deklariert. Es lohnt sich beim Kauf auf die Qualität zu schauen. Und „Mode“ ist heute ja fast alles! Oder man kann einzelne Stücke ein paar Jahre im Kasten lassen, dann erwischt man vielleicht eine neue Modewelle … und schon ist man wieder IN.

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