Lokale Währung – ein Selbstversuch in Basel

Durch den Film „Voices of Transition“ wurde ich wieder einmal auf lokale Währungen aufmerksam gemacht. Ich beschloss, die Alternativwährung in Basel, den NetzBon, selber zu „testen“.

Warum eine Alternativwährung?

Im Raum Basel gibt es seit 10 Jahren eine lokale Währung, den NetzBon.

  • Der NetzBon ist ein lokal und demokratisch kontrolliertes Geld, das die Region nicht verlässt und mit dem sich nicht spekulieren lässt.
  • Die zur Rücklage des NetzBon eingetauschten Franken werden in Projekte zur Förderung der sozialen, ökologischen und lokalen Nachhaltigkeit investiert.
  • Wer den NetzBon benutzt, unterstützt über 130 lokale, soziale und ökologische Betriebe. Die Alternativwährung wird also nur an Orten ausgegeben, die Teil des Netzwerks sind. Es bildet sich ein alternativer Wirtschaftskreislauf.

Lokale Währung kaufen

Schritt 1 dabei ist, die „Bank“ für die lokale Währung aufzusuchen. In Basel sollte dies an fünf Orten möglich sein, u.a. im Eiscafé Acero, im Restaurant Hirscheneck und in der Buchhandlung Ganzoni. Im Kollektiv „Hirschi“ wurde mir jedoch mitgeteilt, dass sie den NetzBon zwar akzeptieren, aber diesen nicht verkaufen. Zum Glück ist das Acero nicht weit entfernt. Auch hier zuerst Unsicherheit, ich bekomme dann aber meine NetzBon. Beim Verein Occupy kann man an den Filmabenden problemlos den NetzBon beziehen. Der Kurs ist übrigens 1:1, d.h. für 1 Franken bekomme ich 1 Netzbon. Mitglieder des Vereins Soziale Ökonomie erhalten 10%. Dank unserem digitalen Zeitalter kann man die NetzBons auch online bestellen.

Und wo einlösen?

Die Liste der über 130 Betriebe in Basel findet ihr unter http://www.netzbon.ch/wo/. Die Betriebe, die mitmachen, haben (meist) auch einen Hinweis an der Eingangstüre (siehe Foto). Besonders freue ich mich, dass ich meine NetzBon im BioBistro und im BackwarenOutlet ausgeben kann! Das Bezahlen mit NetzBon habe ich bis jetzt als sehr unkompliziert erlebt.

Weitere lokale Währungen in der Schweiz

Weitere Alternativwährungen sind der Bonobo in Bern und der Le Léman in Genf.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit einer lokalen Währung gesammelt?

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3 Gedanken zu „Lokale Währung – ein Selbstversuch in Basel

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