Ab in die Sonne?!

Nun ist es endlich soweit, der Sommer ist da! Doch Sonnencreme ist umstritten: Einerseits wegen dem Einfluss auf unsere Gesundheit und andererseits wegen den negativen Auswirkungen auf die Korallen. Was sind die Alternativen?

barefoot beach blur break
Endlich Sommer!

Sonnencreme und Gesundheit

Aufgrund des Buches von Ehgartner bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Aluminium in meiner Sonnencreme steckt. Bei meiner Internet-Recherche muss ich leider feststellen, dass neben Aluminium auch noch andere nicht so tolle Stoffe in meiner Sonnencreme drin sind…

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt: „Überwiegend werden Aluminiumsalze z. B. als Aluminiumchlorohydrat wegen seiner schweißhemmenden Wirkung in Antitranspirantien eingesetzt. Aber auch als Beschichtung von Nanopartikeln in Sonnenschutzmitteln … kann der Stoff zur Anwendung kommen“.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV) meint: „Dank gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen in Sonnenschutzmitteln sowie der Tatsache, dass (organische) UV-Filter nach dem Eincremen grösstenteils in und auf der Haut bleiben, gelangen UV-Filter nur in geringen Mengen in den menschlichen Körper (in Blut, Urin und Muttermilch nachgewiesen)“. Wirklich beruhigen tut mich dies aber nicht. Jetzt habe ich auch noch UV-Filter im Blut?

Dazu gibt es eine etwas ältere Studie (von 2003), die belegt: Sonnenschutz-Filter wie Benzophenon-3 (BP-3), Octylmethoxycinnamat (OMC) und 4-Methylbenzylidencampher (4-MBC) dringen bis ins Blut vor und sind auch im Urin nachweisbar!

Sonnencreme und Korallen

person in underwater
 Korallen leiden unter Sonnencreme…

Wie die Welt.de berichtet: „Rund 14’000 Tonnen Sonnencreme landen Schätzungen zufolge jedes Jahr im Meer. Tests zeigten, dass selbst wenig Sonnencreme viel Schaden anrichten kann: Mit zehn Mikroliter Creme pro Liter Meerwasser waren nach 96 Stunden viele Korallen tot. Dies ist auf die Chemikalie „Oxybenzon“ zurückzuführen, welche die UV-Strahlen abwehren soll.

Was sind Alternativen?

Ich befürchte, die perfekte Lösung gibt es nicht. Aber es lohnt sich, zu Sonnencreme zu greifen, welche auf Chemie verzichten und mineralische Filter wie Zink Oxide und Titanium Dioxide enthalten. Mittlerweile gibt es Sonnencreme, die biologisch abbaubar und rifffreundlich sind – zum Teil sind diese mit „biodegradable reef safe sunscreens“ gekennzeichnet. Gewisse Personen schwören auf Öle (z.B. Sesamöl) anstatt Sonnencreme, aber damit habe ich persönlich keinerlei Erfahrung.

sea fashion beach sand
Ein Sonnenhut schützt gegen Sonnenbrand

Und um weniger Sonnencreme zu verwenden eignen sich Hüte und langärmelige Kleider am besten mit dem UV-Standard 801 – er gilt derzeit als der strengste und beste Massstab. Und für ins Wasser gibts die Neopren-Kleidung (bei der Wahl auf einen nachhaltigen Hersteller achten). Habt ihr noch weitere Tipps?

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6 Gedanken zu „Ab in die Sonne?!

  1. Ich bin so hell und bekomme so schnell Sonnenbrand. Mir reicht es schon 20 Minuten in der Sonne zu sein, dann habe ich leichte Rötungen. Ich fand deinen Artikel interessant. Für mich gibt es leider nur hohen Schutz und keine andere Möglichkeiten. Aber ich versuche von Yves rocher zu kaufen. Aloe vera würde bei mir nicht helfen. Ich brauche Sonnencreme Faktor 30. Den ganzen Sommer über.
    Welche Creme verwendest du jetzt?

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    1. Liebe Eva! Vielen Dank für Deinen Kommentar. Schön, dass Dir der Artikel gefallen hat! 🙂 Momentan habe ich den Eucerin Sun Spray mit Faktor 30. Dieser erhält laut Code Check nur einen bedenklichen Inhaltsstoff (Cyclomethicone). Ich habe auch die Weleda Edelweiss Sonnenmilch ausprobiert – die hat 100% mineralische non-nano UV-Filter. Aber ich komm mit dieser Sonnenmilch nicht klar – bin nachher total „milchig-weiss“. Das passt für mich nicht. Wenn die von Eucerin aufgebraucht ist, werde ich mir vielleicht die von Goddess Garden kaufen. Die hat Zink Oxide drin. Liebe Grüsse, Nicole

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  2. Hi!
    Soweit ich weiß, können rein pflanzliche Mittel wie z.b. Öl nur vor UVB-Strahlen schützen (die den kurzfristigen Sonnenbrand verursachen). Die langfristigen, aber erstmal unsichtbaren Hautschäden wie Hautkrebs und Hautalterung verursachen aber die UVA-Strahlen. Deshalb sind Pflanzenöle als Sonnenschutz sehr gefährlich, weil man nicht mehr durch Rötungen angezeigt bekommt, wenn man sich zu viel Sonne zumutet!

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  3. Sehr interessante Gedanken, und na klar, vielleicht sollte man die Sonnencreme erst nach dem Schwimmen im Meer drauf schmieren? Mir war gar nicht bewusst, dass die Schäden für das Meer so immens sind. Auf Facebook wurde in der EiNaB-Gruppe auch noch auf die Empfehlung von Wissenschaftlern hingewiesen, sich auch nicht zu WENIG Sonne auszusetzen: https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/1062-rtkl-uebertriebener-sonnenschutz-let-sunshine
    Viele liebe Grüsse,
    Marlene

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