Bye bye, Öl und Gas!

Am Freitag, 23. September 2016 konnte ich an das „Filme für die Erde„-Festival gehen. In Basel fand dieses auf dem Gundeldinger Feld statt. Von 1893 bis 1999 stand auf diesem Areal eine Maschinenfabrik, die bis zu 500 Menschen beschäftigte. Seit dem Jahr 2000 findet eine Umnutzung statt – und von Anfang an war das Gundeldinger Feld ein Pilotprojekt der 2’000 Watt Gesellschaft. Mit den Mietern wurde eine Vereinbarung getroffen, die beide Seiten verpflichtet, den Energieverbrauch zu reduzieren. Auf den Dächern konnten bereits drei Photovoltaik-Anlagen installiert werden, weitere sind in Planung.

Vorpremiere „Power to Change“

Ein idealer Ort also für den Film „Power to Change – die Energierebellion“. Der Film wurde als Vorpremiere in einer Kurzfassung (60 anstatt 90 Minuten) gezeigt. Im Eintrittspreis von CHF 22 war ein Sandwich und ein Getränk mit inbegriffen. Es hätten mehr Besucher sein dürfen – ich schätze, es waren circa 30 Personen anwesend.

Der Film ist vom Regisseur Carl-A. Fechner, der schon die „4. Revolution“ gedreht hat. Er geht der Frage nach, wer Geschäfte mit fossilen Energien unterstützt – und warum. Es werden Menschen portraitiert und Ideen und Lösungen aufgezeigt, wie z.B. Skysails, ein Zugdrachen-Windantriebssysteme für Schiffe.

Besonders berührt hat mich die Rede von Peter Smith. Er arbeitete 30 Jahre lang als Ingenieur im Atomkraftwerk Hinkley Point B. In seiner Arbeit erlebte er direkt, wie die Nuklearindustrie Profit vor Sicherheit stellte. Nachdem es in Fukushima zur Kernschmelze kam, war für Smith klar, dass er sich aktiv gegen den Neubau eines Atomreaktors in Grossbritannien einsetzen muss.

Wer heute Abend noch nichts vorhat: Ab 16 Uhr werden noch 3 weitere Filme im Rahmen des Festivals „Filme für die Erde“ gezeigt.

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2 Gedanken zu „Bye bye, Öl und Gas!

  1. Es ist schade, dass ich da nicht gehen konnte. Es klang interessant.
    Mir kommt Peter Smith wie jemand von „Ärzte gegen Tierversuche“ vor. Das interessante dabei ist, dass die Leute sich aktiv gegen Tierversuche einsetzten, weil sie ihre frühere Arbeit in frage stellen. Das finde ich absolut bemerkenswert.
    Das mit den wenigen Besuchern liegt vielleicht an der Uhrzeit, der wenigen Kommunikation (ich bin erst darauf aufmerksam geworden durch dein Blog), dem Wochentag (vielleicht an einem Wochenende?), den Filmen (nicht jeder interessiert sich so für Energie) und vielem mehr. In der romandie War nur Genf, leider. Keine grössere oder kleinere Stadt. Aber vielleicht auch ein sprachliches Problem.
    Aber schon, dass du darüber berichtest und hingehst.

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