Die Eibe von Heimiswil

Raus in die Natur! Ein wunderbar sonniges Oktober-Wochenende lädt zum Wandern ein.

Heimiswil
1’000 Jahre alte Eibe in Heimiswil – Tor zur Unterwelt?

Die ca. 3.5h Rundwanderung startet am Bahnhof Burgdorf (535m). Wir folgen den Wegweisern Richtung „Lueg“, zuerst der Emme entlang, dann in die Höhe und vorbei an der kleinen Kapelle St. Bartholomäus (sie diente im Mittelalter den Leprakranken, welche ausserhalb der Stadtmauern leben mussten, als Gotteshaus).

Kapelle
Rechts die Kapelle St. Bartholomäus, links das Siechenhaus

Dann folgen wir dem Weg Richtung „Kaltacker“, es bietet sich herrliche Blicke in den Jura und die Berner Alpen. Auf dem Weg decken wir uns mit hausgemachter Konfi ein.

Konfi-Lädeli
Konfi-Lädeli mit „feinen husgmachten Konfitüren“

In Kaltacker gibt es die Möglichkeit, einzukehren. Und dann kommen wir zum Bauernhof Gärstler (727m). Dort steht die berühmte Eibe von Heimiswil.

Die 1’000-Jährige

Eiben sind geschützte Nadelbäume. Die sogenannte „1000-Jährige“ gilt als älteste Eibe der Schweiz und ist wegen ihrer Grösse auch ausserhalb der Landesgrenze bekannt. Umfangmessungen haben ergeben, dass die Eibe relativ rasch wächst und deshalb erst ein Alter von etwa 450 Jahren aufweisen kann. Beeindruckend ist sie aber ohnehin wegen ihrer mächtigen Kronen und dem Stammumfang von 6,80 Metern (Quelle).

Eibe
Stattliche Eibe

Die Europäische Eibe war zwischen den Eiszeiten ein sehr oft vorkommender Baum in Mitteleuropa. Sie wurde jedoch vor ca. 4’500 Jahren von der einwandernden Buche stark zurückgedrängt. Die Eibe ist sehr stark giftig (Quelle).

Der Totembaum oder das Tor zur Unterwelt

Die Eibe wurde besonders bei den alten Kelten hoch verehrt. Sie soll auch der »Totembaum« der Eburonen (germanischer Volksstamm an der Maas) gewesen sein. Sie ist im ehemaligen Keltengebiet ein sehr häufiger Friedhofsbaum. Das dunkle, düstere und immergrüne Nadelkleid (und vielleicht auch die Giftigkeit) lassen die Eibe als Baum der Toten erscheinen. Andrerseits galt aber auch die Eibe schon früh als Dämonen verscheuchend. Ein Stückchen Eibenholz auf dem nackten Körper getragen, half gegen Behexung. Laut der römischen Sagenwelt ist der Weg in die Unterwelt mit Eiben gesäumt, in denen Furien hausen. Die alten Griechen sahen die Eibe ebenfalls als Tor zur Unterwelt und als Wächterin der Seele. (Quelle)

Stamm Eibe
Der Stamm der Eibe

Planetenweg

Von der alten Eibe führt unser Weg über den Planetenweg zurück nach Burgdorf.

Sonne
Die Sonne – Planetenweg

Das Schloss Burgdorf zählt zu den besterhaltensten zähringischen Schlossanlage der Schweiz.

Burgdorf
Schloss Burgdorf

 

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Herbstliche Quiche

Die Herbstzeit lädt dazu ein, wieder vermehrt zu Hause zu sein und zu kochen. Aus ein paar Zutaten lässt sich ganz leicht eine leckere herbstliche Quiche zaubern.

Für 4 Personen braucht es:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Lauch
  • eine Handvoll Cherry-Tomaten
  • 250g Erbsen (TK)
  • 200g Frischkäse
  • 150ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 (kleiner) Mozzarella
  • Viele frische Kräuter (z.B. Minze, Basilikum, Schnittlauch, Liebstöckel, etc.)

Alle Zutaten wenn immer möglich in Bio-Qualität.

Den Lauch und die Tomaten konnte ich frisch aus dem Garten holen.

Den Teig habe ich aus Zeitgründen nicht selber gemacht. Leider musste ich feststellen, dass der Bio-Kuchenteig, den ich gekauft habe, Palmöl enthält. Das hat mich dann sehr gestört. „Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein“ (Greenpeace). Ich achte wenn immer möglich darauf, Produkte ohne Palmöl zu kaufen. In diesem Fall ist es mir leider nicht gelungen. Den Teig mache ich somit das nächste Mal selber. So viel Zeit muss sein.

Kochen:

  1. Zwiebel, Lauch, Cherry-Tomaten und Kräuter schneiden. Zusammen mit den Erbsen in einer Pfanne erhitzen.
  2. Frischkäse, Milch und Eier vermischen.
  3. Gemüse aus der Pfanne in die Mischung geben und würzen.
  4. Auf dem Teigboden verteilen, den Mozzarella in kleinen Stücken darauf verteilen und bei 200° für ca. 30 Minuten im Ofen backen.
Fertig ist die herbstliche Quiche
Fertig ist die herbstliche Quiche

Zur Quiche habe ich noch einen feinen Gurken-Salat gemacht. Verwendet habe ich eine russische Gurke (Poona Kheera) – bei Vollreife sind diese orange-braun und haben ein leichtes Zitronenaroma.

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Russische Gurke aus dem Garten

Viel Spass beim Ausprobieren und en Guete!