Rund um die ganze Welt…

…macht Syngenta Gift zu Geld! Dies war nur eine der Parolen, die am Samstag, 21. Mai 2016 in Basel zu hören war. Weltweit nahmen Millionen Menschen am „March against Monsanto“ statt. In Basel protestierten über 2’000 Personen an der bewilligten Demo gegen Monsanto und Syngenta, die ihren Hauptsitz in Basel hat. Die Forderungen sind klar: Stopp von Pestiziden, gentechnisch verändertem Saatgut und der Patentierung von Saatgut durch die Agromultis.

Für mich war dies die erste Demo überhaupt. Der Marsch war friedlich, farbenfroh und laut. Vor mir läuft eine junge Frau, barfuss, mit Federn im Haar, sie schiebt einen Kinderwagen. Etwas weiter vorne sehe ich ein älteres Paar, sie trägt ein Haarnetz, beide halten selber gebastelte Schilder in den Händen: „Für Wasser ohne Gift“. Meine Freundin läuft als Biene verkleidet neben mir – damit macht sie mit vielen anderen Teilnehmenden darauf aufmerksam, dass Syngenta eine Mitverantwortung für das Bienensterben trägt.

Am Marktplatz werden alle Protestierenden symbolisch mit Glyphosat eingespritzt. Die Wirkung des Pestizids zwingt uns in die Knie und so liegen wir auf der Strasse vor dem Rathaus. Auf dem Messeplatz lauschen wir der Rede von Florianne Köchlin, Biologin und Chemikerin. Der Marsch endet vor dem Hauptsitz der Syngenta, einer der grössten Konzerne im Agrargeschäft.

Der Basler Marsch wurde von mehr als 50 Organisationen unterstützt, darunter Greenpeace, Occupy und Pro Natura.

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4 Gedanken zu „Rund um die ganze Welt…

  1. Ich habe selbst mal eine Zeit bei Syngenta als Aushilfe gearbeitet, weil die Felder in meiner Heimat überall sind und ich wissen wollte, was dort genau gemacht wird. Krass, was man da so alles mitbekommt.. Es war zu der Zeit ein guter Verdienst für mich, deswegen habe ich es gemacht, aber die ganzen Machenschaften dahinter finde ich unglaublich schrecklich und kritikwürdig!

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      1. Es gab auch während der Zeit in der ich dort gearbeitet habe Überlegungen ob Monsanto die Firma aufkaufen wird.. Ich kann über die großen, weitreichenden Zusammenhänge zwar auch nicht viel sagen, da ich mein Wissen dazu ebenso nur aus diversen Artikeln und Meldungen beziehe, aber über die Arbeitsbedingungen habe ich so einiges erfahren.. Ich habe ständig alles kritisch beäugt und hinterfragt, weil ich so viel wie möglich wissen wollte, was auf den Feldern so passiert. Teilweise war ich echt wütend und schockiert..

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