Wildlife Photographer of the Year – in Basel

Bei einem verregneten Sonntag ist ein Museumsbesuch eine wunderbare Idee. Meine Freundin und ich bewunderten die besten Naturfotografien 2017 im Naturhistorischen Museum in Basel. Die Bilder berühren und machen nachdenklich….

Es wurden 49’000 Bilder eingereicht und eine Jury von 7 Personen kürte die besten 100 Bilder. Gewonnen hat das tragische Nashorn-Bild mit dem Titel «Memorial to a species» (Mahnmal für eine Art) des Südafrikaners Brent Stirton. Das Bild zeigt ein gewildertes Spitzmaulnashorn mit abgehackten Hörnern. In der Begründung der Jury hiess es, das Foto sei «symbolhaft für eines der verschwenderischsten, grausamsten und unnötigsten Verbrechen an der Natur». Das Bild hat mich sehr traurig gemacht. Aber es ist sicher gut, die Menschen durch diese Bilder aufzurütteln.

Der vom Natural History Museum London und der BBC Worldwide veranstaltete Wettbewerb ist zur weltweit anerkannten Marke für herausragende Naturfotografie geworden. Die Sonderausstellung in Basel geht noch bis zum 3. Juni 2018.

Hintergründe zur Nashornjagd

„Bis zu 55’000 Euro werden pro Kilo Nashorn auf dem Schwarzmarkt bezahlt. Nashörner werden bis zu 40 Jahre alt, stattliche Hörner alter Bullen können bis zu einem Meter lang und mehr als sieben Kilo schwer und damit illegal gehandelte 385’000 Euro wert sein“ (Zeit.de). Obwohl der internationale Handel mit Nashorn-Horn seit 1977 verboten ist, töten Wilderer immer noch jedes Jahr über tausend Tiere (wwf.de).

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2 Gedanken zu „Wildlife Photographer of the Year – in Basel

  1. Was für ein schreckliches Bild 😦 Ich lese gerade das Buch von Carl Safina „Beyond Words“ (auf deutsch: „Die Intelligenz der Tiere“) und finde es erstaunlich, wie wenig ich und wir als Menschheit über Tiere wissen. Im ersten Teil des Buches begleitet der Autor die Elefanten-Forscherin Cynthia Moss bei ihrer Arbeit, die seit über vierzig Jahren Elefanten in Kenia beobachtet. Unglaublich, wie wunderbar komplex diese Tiere sind. Und das gilt für Nashörner bestimmt auch. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich dachte: hoffentlich überleben noch genug Elefanten bis wir als Menschen endlich (wieder) begriffen habe, wie wertvoll diese Tiere sind. Und gerade denke: auf jeden Fall ist der Wert eines Nashorns nicht in Euro messbar, und seien es noch so viele.

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    1. Liebe Stefanie! Danke für Deine Gedanken und den Buchtipp. Nashorn-Hörner gelten als Potenzmittel und können teuer verkauft werden, es ist einfach nur traurig was wir Menschen den Tieren antun… liebe Grüsse Nicole

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