Melamin-Produkte versus Bambus-Produkte

Kürzlich hat mich eine Arbeitskollegin, die eine kleine Tochter hat, gefragt, was ich von den Rice-Produkten halte. Da Kinder (und manchmal auch Erwachsene) ja gerne mal einen Teller oder ein Glas auf den Boden schmeissen, fand sie die bunten Rice-Produkte aus Melamin ideal als Kindergeschirr. Ich selber habe keine Rice-Produkte zu Hause, mir sind die farbigen und hübsch anzusehenden Teller und Tassen der dänischen Firma jedoch auch schon in den Geschäften aufgefallen.

Zeit also, für eine kurze Recherche, die Folgendes ergibt:

  • Aussage Website Rice: „Wir legen höchsten Wert darauf, dass unser RICE Melamin den höchsten Qualitätsstandards entspricht“.

Dann stellt sich mir die Frage, was genau ist eigentlich Melamin? Folgende Definition konnte ich finden:

  • „Grundsätzlich ist Melamin-Geschirr schon Plastik, genauer gesagt ein sogenannter duroplastischer Kunststoff“.

Okay, und wie verhält sich dieser Kunststoff im Alltag?

  • Auf gesund24.at fand ich folgenden Artikel: „Bei 70 Grad Celsius werden die Ausgangsstoffe Melamin und Formaldehyd freigesetzt und landen im Essen. … Melamin wird nachgesagt Blasen- und Nierensystemerkrankungen hervorzurufen“.

Klingt nicht so toll. Was kann ich also nun meiner Arbeitskollegin empfehlen? Porzellan kommt für Kinder ja eher weniger in Frage. Eine tolle Alternative zu Melamin-Produkten sind Produkte aus Bambus! Bei Changemaker (mittlerweile in fast allen Schweizer Städten vertreten oder auch online) gibt es z.B. ein „Kids Cup Set“ „aus Bambus und anderen natürlichen Pflanzenfasern. Ebenso resistent wie Plastik, aber gesünder für die Kinder und die Umwelt. Für kalte und warme Speisen geeignet und bequem in der Abwaschmaschine waschbar“. Falls jemand Erfahrung mit diesem Produkt hat, bin ich gespannt auf die Bewertung! 🙂

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3 Gedanken zu „Melamin-Produkte versus Bambus-Produkte

  1. Was auch gut funktionieren kann, ist Keramik-Geschirr aus dem Brocki. Pro Kind gehen zwar ein paar Schalen kaputt, aber dadurch lernen die Kinder auch sehr schnell, dass man damit vorsichtig umgehen muss. Längerfristig also durchaus Ressourcen-schonend. Hat bei uns gut geklappt.

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  2. Noch ein Nachtrag aus dem Buch „Die Suppe lügt“ (S. 91) zum Thema Melamin: „Oft sind auch die Milchpulverprodukte mängelbehaftet, wie in China, dort starben Babys, weil die Milch mit der Chemikalie Melamin vergiftet war“.

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  3. Warum soll Porzellan für Kinder nicht geeignet sein? Ich bin als Kind auch mit Porzellangeschirr aufgewachsen – Plastik war damals halt noch nicht so allgegenwärtig wie heute.
    Bei meiner Tochter hatte ich schon etwas Plastikgeschirr, aber bei weitem nicht so viel wie es heute immer verwendet wird. Nur eine Tasse war aus Plastik, Teller war Porzellan. Anfangs haben wir nicht die besten Teller genommen, aber irgendwann (da war sie keine 2 Jahre) hatte sie ihr speziell bedrucktes Kindergeschirr und da wär das Geheul groß gewesen, wenn da was runtergefallen wäre. Kinder lernen das schon, daß man das nicht runterwerfen darf, weil es sonst kaputtgeht.
    Diese Marotte, daß Kinder dauernd ihr Zeug runterwerfen und Mama hebt auf konnte sich nur entwickeln, weil die Sachen eben nicht kaputtgehen. Anfangs muß man etwas besser aufpassen als bei Plastikkrams, aber Kinder lernen das schnell. Man zahlt hier mit etwas mehr Anfangsstreß (aufpassen) für spätere deutliche Erleichterung.
    Bei Tassen kann man ja am Anfang eine Edelstahltasse oder –becher aus der Campingabteilung holen. Die geben keine komischen Dinge ab, aber gehen auch nicht gleich kaputt beim Runterfallen. Den Vorschlag mit Einfachtellern vom Flohmarkt find ich auch nicht so schlecht.

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