Die Welt verändern mit einer Organspende

Eine Freundin hat mich auf das Buch „Einfach die Welt verändern. 50 kleine Ideen mit grosser Wirkung“ aufmerksam gemacht. Das Buch konnte ich in der Bibliothek ausleihen.

Change the world for a fiver
Buch „Einfach die Welt verändern“
Gemütlich im Bett liegend lese ich mir das Buch durch. Es liest sich ganz einfach, jede Doppelseite beinhaltet eine Idee bzw. eine Aktion.

Die Welt verändern mit einer Organspende

Hängen bleibe ich bei dem Satz „Auch nach deinem Tod kann dein Herz für jemanden schlagen“. Und dann der Tipp: „Besorge dir einen Organspende-Ausweis“. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod empfinde ich als schwierig. Doch die Idee bleibt in meinem Kopf hängen. Zwei Tage später sitze ich vor dem Computer. Innerhalb von wenigen Minuten fülle ich einen Organspende-Ausweis aus, drucke diesen und habe ihn seither bei mir im Portemonnaie.

Weshalb spenden?

„Ein Organspender kann bis zu sieben Menschenleben retten. In der Schweiz warten über 1’300 Menschen auf ein neues Organ (Stand: März 2015). Jährlich sterben etwa 100 Personen, weil ihnen kein passendes Organ zugeteilt werden konnte. Das alles sind Gründe, um nach dem eigenen Tod andere Leben zu retten“ (Swisstransplant).

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John Baker – der Trendbäcker in Zürich

Nun war ich also in Zürich und habe die biologische Trendbäckerei „John Baker“ verpasst! Am Symposium Bio 3.0 in Bern lauschte ich dem Vortrag vom Geschäftsinhaber Jens Jung und erfuhr so zum ersten Mal über die Bäckerei. Diese ist mittlerweile bereits an zwei Standorten (Bahnhof Stadelhofen und Helvetiaplatz) zu finden.

Ich konnte die Bäckerei noch nicht persönlich besuchen. Am Symposium gab es jedoch eine Degustation von John’s Brot, das mir sehr gut geschmeckt hat.

John Baker verarbeitet nur regionale, ökologische Bioware (Getreide und Mehl sind Knospe-zertifiziert). Die Hefe ist nicht gen-manipuliert, sondern wird hausgezüchtet. Und der Teig bekommt die Zeit, die er braucht und das kann schon mal einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.

Kundinnen und Kunden, die keine Tüte wollen, bekommen einen Preisnachlass. Zero Waste wird also belohnt! Tolle Sache! Wer dennoch eine Verpackung nimmt, wird mit auffälliger Pistole darauf aufmerksam gemacht, den Sack doch bitte wieder zu verwenden.

Zudem wird das Brot, welches nicht verkauft wird, in die Äss-Bar ins Niederdorf gebracht (und die Äss-Bar habe ich schon persönlich besucht). Die Lieferung erfolgt natürlich nicht mit dem Auto, sondern per (Elektro-)Velo.

Und wo kaufst Du am liebsten Dein Brot ein?

Weihnachtsbaum mieten!

Was für eine schöne Idee: Anstatt einen Baum zu fällen (bzw. fällen zu lassen) kann man bei Maik Langbein in Ziefen Weihnachtsbäume mieten. Der Baum wird im Topf geliefert und nach den Festtagen wieder abgeholt. Der Baum wächst dann munter auf der Plantage in Ziefen weiter.

Weihnachtsbaum mieten
Weihnachtsbaum mieten © ML – Freiraumvision
Es gibt natürlich auch noch andere Anbieter, so z.B. KienerPlus in Pfäffikon (ZH) oder SchutzFilisur im Kanton Graubünden.

Habt ihr schon von einem solchen Projekt bei Euch in der Nähe gehört?

Zürich’s nachhaltiger Lifestyle

Zürich ist die grösste Schweizer Stadt mit ca. 400’000 EinwohnerInnen und liegt am Zürichsee mit Blick auf die Alpen. Wir hatten einen freien Tag, und da man von Basel in 53 Minuten mit dem Zug in Zürich ist, nutzten wir die Gelegenheit, die nachhaltige Seite von Zürich zu entdecken!

Let’s start the day

Den Tag starten kann man wunderbar im „Bohemia“ am Kreuzplatz. Das Bohemia wurde 1999 als eines der ersten Restaurants mit eigener Micro Coffee-Roastery eröffnet. Aufgrund der erhöhten Nachfrage und dem steigenden Bedarf konnte nach einigen Jahren der Kaffee nicht mehr im Bohemia geröstet werden. Deshalb wurde die Kaffee-Rösterei ins aargauische Bünzen ausgelagert, wo er nach wie vor von Hand geröstet wird. Ich hab mir einen (kleinen) Latte Macchiato bestellt – diesen bekommt man auch mit Soja- oder laktosefreier Milch. Der Kaffee ist Rainforest Alliance Certified™, d.h. die Bohnen werden von Rainforest Alliance zertifizierten Kaffee-Bauernhöfen bezogen. Dazu gab’s noch ein „Schöggeli“.

Markt auf dem Bürkliplatz

Am Dienstag und Freitag jeweils von 6.00 bis 11.00 Uhr findet auf dem Bürkliplatz ein sehr schöner und grosser Markt statt. Am Ende der Bahnhofstrasse, unter Kastanienbäumen tummeln sich viele Marktbesucher und auch die Auswahl an biologischen Produkten ist gross!

Ab ins Museum

Nach dem Marktbesuch erkundeten wir das Landesmuseum Zürich. Mein Tipp: Mindestens 2 Stunden einplanen, wenn es geht, sogar mehr! Das meistbesuchte kulturhistorische Museum der Schweiz präsentiert die Geschichte von den Anfängen bis heute. Das Haus besteht aus einem alten Teil, erbaut 1898 von Gustav Gull und einem neuen Teil, welcher 2016 eingeweiht wurde (mit viel Sichtbeton). Das Landesmuseum Zürich zeigt in den permanenten Ausstellungen „Archäologie Schweiz“, „Geschichte Schweiz“ und „Galerie Sammlungen“ Schweizer Geschichte von den Anfängen bis heute. Wir konnten uns zudem die Sonderausstellungen „Europa in der Renaissance“ sowie „Flucht“ anschauen.

Biologischer und veganer Lunch

Nach dem ausgiebigen Museums-Besuch knurrt der Magen. Es geht also auf direktem Weg ins „The Sacred„, dem ersten veganen Bio-Restaurant in der Schweiz. Es befindet sich an der Müllerstrasse – nur 100 Meter vom Volkshaus und dem Helvetiaplatz entfernt. Das vegane Büffet steht ab 11.30 Uhr bereit und ist super lecker! Man füllt sich den Teller, an der Kasse wird dieser gewogen und auch gleich bezahlt. Als Getränk haben wir ein „Chi“ gewählt – ein fermentieres, nicht pasteurisiertes Bio-Getränk. Im Restaurant hat es eine Eistheke, die Vegelateria, welche – auch im Winter – vegane & biologische Glacés anbietet. Zudem sind die Mitarbeitenden sehr freundlich und hilfsbereit. Wirklich zu empfehlen!

Vegelateria
Vor dem veganen Bio-Restaurant „The Sacred“ in Zürich

Farbenfroher Laden & leckere Mitbringsel

Nach dem Mittagessen steht der Sinn nach etwas Bewegung und so tun die ca. 20 Minuten zu Fuss bis zu „Nanna Bunte Küche“ an der Birmensdorferstrasse 171 gerade gut. Der Laden von Nanna ist einfach wunderschön farbenfroh. Wir konnten uns kurz mit ihr unterhalten. Zuhause ist die 4-fache Mutter in St. Gallen – sie pendelt also fast täglich in ihr Geschäft nach Zürich. Nanna stammt aus einer bekannten Gewürzfamilie aus Wiesbaden. Alle Gewürz-, Reis- & Getreidemischungen werden von ihr kreiert und von Hand zusammengestellt. Sie achtet wenn möglich auf Fair Trade, Bio- oder auch Demeterqualität (ist aber diesbezüglich nicht zertifiziert). Auf Konservierungsstoffe bei den Gewürzmischungen verzichtet sie komplett. Was noch schöner wäre: Wenn die Mischungen nicht in Plastiksäcklein, sondern in Papiertüten abgefüllt wären. Da würde mein nachhaltiges Herz noch höher schlagen!

Im Niederdorf

Das „Niederdörfli“ ist die Flaniermeile in der autofreien Altstadt von Zürich. Dort erkunden wir den „rrrevolve„-Laden. Ein freundlicher junger Mann mit cooler Mütze begrüsst uns. Im „Fair Fashion“-Laden an der Niederdorfstrasse 17 sind Kleider für Damen und Herren von Armedangels, Wunderwerk, Lanius, Knowledge Cotton Apparel, Junglefolk, Re-Bello, Komana, ZRKL und weiteren Brands zu finden. Nur circa 2 Minuten entfernt findet sich der Concept Store mit Fairtrade-Produkten – dort finden sich u.a. auch Bambus-Zahnbürsten. Ein wirklich sehr hübscher Laden!

 Und gleich neben dem Concept Store befindet sich die „Äss-Bar“ – das Konzept ist das gleiche wie beim Backwaren Outlet in Basel. Die Äss-Bar hat zum Ziel, Lebensmittelabfälle in Bäckereien zu reduzieren. So werden Backwaren und Patisserie, die bis Ladenschluss nicht verkauft werden, am Folgetag in der Äss-Bar zu reduziertem Preis angeboten. Da mussten wir nicht lange überlegen und haben uns mit einer Schoko-Punschkugel und einem Vanille-Schoko-Schneck eingedeckt. Lecker! Die Äss-Bar gibt es auch in Winterthur, St. Gallen, Fribourg und Bern.

Den Tag ausklingen lassen

Wie ihr ja schon bemerkt habe, liegt mir gutes Essen sehr am Herzen. Zum Znacht (Abendessen) ging’s deshalb in die Marktküche. Das vegane Restaurant setzt auf regionale Zutaten und macht vieles noch von Hand – so wird selbst gebackenes Brot serviert und auch die Teigwaren sind hausgemacht. Die Portionen sind eher klein, ein 3-Gang-Menü lässt sich somit problemlos verspeisen. Und ja, es ist nicht ganz billig, hier zu essen – aber es lohnt sich.