„1001 Gemüse & Co.“ in Rheinau

Am Markt „1001 Gemüse & Co.“ vom 3. und 4. September 2016 rund um den Klosterplatz in 8462 Rheinau stehen die mannigfaltigen Produkte einer authentischen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher können dabei an den Ständen des Bauernmarktes Neues, Schmackhaftes oder noch nie Gesehenes aus Gemüse und anderen Naturprodukten entdecken. Klingt also nach einer tollen Veranstaltung für mich!

Grüner Faden – Sonderausstellung

Wenn Du schon immer wissen wolltest

  • woher Dein T-Shirt stammt,
  • wie Baumwolle eigentlich aussieht,
  • wie die Fasern gewonnen werden,
  • wie sich Bio von konventionellen Textilien unterscheiden, dann…
1001 Gemüse Grüner Faden
Sonderausstellung zu Baumwolle © 1001 Gemüse & Co.

… gibt die Sonderausstellung «Grüner Faden» dazu Antworten. Die eigens für diesen Anlass konzipierte Ausstellung stellt neben Informationen rund um den Baumwollanbau auch Projekte vor, in denen das FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) in Indien und Westafrika gemeinsam mit örtlichen Institutionen und Praktikern zum Thema Biobaumwolle forscht. Viel Spass beim Entdecken und Lernen!

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Ein ungeschminkter Blick ins Bad

Seit fast einem Jahr bin ich sehr intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Plastikvermeidung unterwegs. Mein Vorsatz war, vorhandene Produkte aufzubrauchen, bevor ich mir neue (plastikfreie) anschaffe. Falls es überhaupt einen Ersatz für das Produkt braucht. Und nun möchte ich Euch einen ungeschminkten Blick in mein Badezimmer geben. Einiges ist hier passiert:

Shampoo und Conditioner in Plastikflaschen gehören der Vergangenheit an, ebenso wie Duschgel. Dafür habe ich eine Shampoo Bar von Creamy Stuff, einen festen Conditionier von Lush und meine Olivenseife aus Korfu.

Plastikfreies Badezimmer
Shampoo, Conditioner und Seife

Beim Zähneputzen ist mir der Umstieg von der Plastikzahnbürste zur Bambuszahnbürste leicht gefallen. Für die Zahnpasta in der Tube habe ich noch keine Alternative gefunden. Ich bin kurzzeitig auf ein Produkt von Weleda (in der Alu-Tube) umgestiegen, wurde damit aber nicht so richtig warm. Deshalb gibt’s wieder die Zahnpasta von der Migros. Die hat aber gemäss Codecheck.info mind. 3 nicht empfehlenswerte Inhaltsstoffe drin (Paraffinöl, SLS und Sodium Saccharin), so dass ich hier dringend eine plastikfreie Variante suche. Tipps sind herzlich willkommen! Auch für Ideen zu plastikfreien Alternativen für Kontaktlinsenbehälter und Kontaktlinsenmittel bin ich dankbar.

HydroPhil Zahnbürste
Bambus-Zahnbürste und (leider) Zahnpasta in Plastik

Beim Schminken mixe ich mir den Gesichtspuder selber. Den Pinsel habe ich schon länger, bin zufrieden damit und werde diesen auch weiter brauchen.

Mein Deo ist aluminiumfrei und soweit möglich auch plastikfrei: hier bin ich dem Weleda-Produkt in der Glasflasche treu geblieben. Anstelle einer Bodylotion in der Plastikflasche verwende ich ab und zu Kokosnussöl aus der Glasflasche. Das Öl habe ich aus Costa Rica mitgebracht. Den Lippenpflegestift habe ich durch Bio Shea Butter (Bio Karité Butter) ersetzt. Dieser kommt leider in einer kleinen Alu-Dose (10 ml) daher. Wie ich nun herausgefunden habe, kann ich Bio Shea Butter auch in grossen Glasflaschen (500g) kaufen. In Zukunft kann ich mir jeweils eine kleine Menge in die Alu-Dose abfüllen und diese so weiterverwenden.

Plastikfreies Badezimmer
Kokosöl, Deo und Shea Butter für die Lippen

So weit, so gut. Aber es gibt noch einiges zu tun bzw. aufzubrauchen. In meinem Spiegelschrank finden sich noch Körperpuder, verschiedene Haarprodukte, Gesichtscreme, Waschlotion, Tonic, etc. zu finden. Allesamt nicht plastikfrei. So eine Umstellung braucht Zeit und Geduld. Aber es lohnt sich! Ich bin mega happy mit dem, was sich im letzten Jahr in meinem Badezimmer verändert hat. 🙂

Good Food Bad Food

Ich schaue mir sehr gerne Dokumentationen zu nachhaltigen Themen an. In der Bibliothek bin ich über die Doku „Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ von der französischen Regisseurin Coline Serreau aus dem Jahr 2010 gestolpert. Den Sonntagabend verbrachten mein Mitbewohner und ich somit vor dem Fernseher.

Solutions locales pour un désordre global
Filmabend mit Good Food Bad Food

Der Film hat einige Schwächen, aber auch viele Stärken. So enthält die Doku spannende Informationen und lässt Experten zu Wort kommen, wie beispielsweise: Vandana Shiva, Wissenschaftlerin, Umweltaktivistin und Trägerin des Right Livelihood Award und Philippe Desbrosses, Agronom und promovierter Umweltwissenschaftler, Verein Kokopelli.

„Saatgut ist das Gedächtnis der Natur, es enthält das Erbe der Menschheit und ist eines unserer kostbarsten Güter, unverzichtbar für das Überleben der Arten“, schreibt Philippe Desbrosses (Quelle). Vandana Shiva ist Gründerin des Vereins „Navdanya“, der sich für die Bewahrung der Artenvielfalt und den Schutz der Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen stark macht. Die Farm von Navdanya ist eine beispielhafte Saatgutbank, die es über 10’000 Bauern und Bäuerinnen in Indien, Pakistan, Tibet, Nepal und Bangladesch ermöglicht, die biologische Landwirtschaft neu zu entdecken.

Good Food Bad Food
Biologische versus konventionelle Bearbeitung des Bodens

Claude und Lydia Bourguignon,  Mikrobiologen und Agrarökologen, führen mikrobiologische Bodenanalysen durch und berichten ausführlich über die Verdichtung von Böden. Dazu trägt auch das Pflügen bei, denn der Boden wird bis in eine Tiefe von ungefähr 30 cm gelockert. Unter dieser gelockerten Schicht entsteht im Laufe der Jahre jedoch ein stark verdichteter Horizont, die sogenannte Pflugsohle. Auf dieser kann sich Niederschlagswasser stauen. Ein lebendiger Boden mit natürlicher Düngung enthält eine Vielzahl von biologisch aktiven Lebewesen wie z.B. Regenwürmer. Pflugloser Bioanbau fördert den Boden und schont das Klima. Der Boden sieht zudem anders aus.

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Rechteckige Wassermelonen?!

Die Reise führt Coline Serreau nicht nur durch ihr Heimatland Frankreich, sondern auch nach Indien, Brasilien und in die Ukraine. Serreau interviewt Menschen, die nicht länger ein Teil im Getriebe des Räderwerks der industrialisierten Landwirtschaft sein wollen, und sich stattdessen für eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft einsetzen. Sie alle verbindet zudem die Frage, wie durch einen sorgsamen, ökologisch verträglichen Anbau sowohl die Bauern und Bäuerinnen als auch die Verbraucher/innen wieder mehr Autonomie darüber erlangen können, wie sie sich ernähren wollen. Die persönliche Herangehensweise wird auch unmissverständlich dadurch deutlich, dass Coline Serreau ihren Film beinahe im Alleingang gedreht hat.

„Ich bin so plastikfrei“

Ein kleiner Beitrag in eigener Sache: Ich bin ganz neu Gast-Bloggerin auf http://www.ichbinsoplastikfrei.at! Darüber freue ich mich sehr! Ihr könnt auf dieser Seite informative Artikel rund um das Thema „Plastik vermeiden“ finden.

Ohne Plastik leben
Ich bin so plastikfrei

Der Ärger über die Berge von Plastikmüll nach jedem Einkauf war ausschlaggebend für Initiatorin Conny Wernitznig und eine Gruppe von Interessierten, sich im Juli 2014 in Österreich – Freistadt im Mühlviertel – zusammenzufinden und die Initiative #ichbinsoplastikfrei zu gründen. Freistadt hat über 7’700 EinwohnerInnen.

Ziel der Initiative ist es, sinnlosen Plastikmüll zu reduzieren, die Problematik bewusst zu machen und so ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken.

Aussergewönliche Bücherschränke

Die offenen Bücherschränke gibt es mittlerweile an vielen Orten – und teilweise sind diese Orte speziell und aussergewöhnlich. So habe ich zwei offene Bücherschränke gesehen, die ich Euch gerne zeigen möchte.

Zum einen das offene Bücherregal auf dem Hafenareal. In urbaner Umgebung in Basel bei der Café Bar Patschifig (Uferstrasse 40, 4057 Basel) gibt es ganz neu den „Tauschrausch“. Jeder kann Bücher nehmen und bringen.

Bei meinem Besuch in Bayern habe ich am wunderschönen Wörthsee ebenfalls ein offenes Bücherregal entdeckt.

Gemeinde Wörthsee in Bayern
Offene Bücherbox am Wörthsee

2015 wurden an der Badestelle Maistrasse und dem Badeplatz Seglerweg offene Bücherschränke installiert. Die Gemeinde Wörthsee möchte damit die Bevölkerung und Badegäste zum Lesen anregen und einen weiteren Ort der Begegnung und Belebung schaffen.

Kennst Du auch einen offenen Bücherschrank an einem ungewöhnlichen Ort?

Göttin des Glücks in Österreich

Die „Göttin des Glücks“ gehört weltweit zu den Pionieren in der ökofairen Modewelt. Mit Sabrina habe ich Ende November 2015 den Laden in Wien besucht. Wir haben uns sehr nett mit dem Verkäufer unterhalten, der uns Informationen rund um die Idee und die Produkte gab: Ins Leben gerufen wurde die Göttin 2005 von vier Menschen als Projekt unter dem Motto „Danke mir gehts gut“. Der Umstieg auf 100% Fairtrade und Bio erfolgte Anfang 2007 durch die Kooperation mit EZA Fairer Handel, Österreichs grösster Importgesellschaft für Produkte aus fairem Handel, wodurch die Göttin auf eine lückenlose, kontrollierte und zertifizierte Produktionskette zugreifen konnte. Die „Göttin“ ist auch GOTS (Global Organic Textile Standard ) zertifiziert und kennt ihre Lieferanten und Produktionsstätten persönlich.

Ich kaufe mir zwar eher selten neue Klamotten, doch bei der Göttin konnte ich nicht widerstehen. Schnell habe ich ein schönes Oberteil gefunden: Das „Miri 4“ in Nachtblau mit dem Aufdruck „Ich möchte unendliche Wunder erleben“ auf dem rechten Ärmel. 🙂 Dabei stehen alle Artikelnamen für Göttinnen oder Götter aus sämtlichen Weltkulturen. „Miri ist in der Mythologie der afrikanischen Bambara das Weltenei. Es vereinigt in sich die drei Bestandteile Nali, Wali und Tali. Mit ihnen zusammen bildet es Erde, Feuer, Wasser und Luft. Als es platzte, entliess es die zweiundzwanzig Grundbestandteile der Welt“.

Läden gibt es in Wien, St. Pölten, Graz, Linz und Innsbruck und die Produkte können auch online gekauft werden. In der Schweiz bekommt man die Kleidungsstücke u.a. bei Mamapacha in Grafenort (OW) und in Deutschland im Weltladen an der Planie in Stuttgart.