Gift in Shampoos und Cremes

Warum haben immer mehr Menschen auf einmal bestimmte Krankheiten? Könnte die Chemie, die man täglich durch Shampoo und Cremes aufnimmt, damit etwas zu tun haben? Die SWR-Reportage „betrifft“ geht alarmierenden Befunden nach. (Quelle) Die Sendung ist informativ aufgebaut, und es kommen viele verschiedene Personen zu Wort. Die vollständige Reportage (Dauer ca. 45 Minuten) könnt ihr Euch hier anschauen.

Hinter Erkrankungen wie Brust-, Prostata-, Hodenkrebs, Zyklus- und Fruchtbarkeitsstörungen werden sog. endokrine Disruptoren (EDCs) vermutet. Der Spielgel.de berichtete im Mai 2015 über die EDCs: „So bezeichnet werden Substanzen, die nicht vom Körper selbst produziert wurden und auf negative Weise ins Hormonsystem eingreifen. Die Stoffe können Menschen oder Tiere Schaden zufügen, ihre Nachkommen schädigen oder auch ganze Bestände negativ beeinflussen“.

EDCs sind Chemikalien, wie sie die Industrie auch vielen Cremes beimischt, zum Beispiel als Konservierungsstoffe, UV-Filter oder UV-Absorber. Auf den Verpackungen steht dann: Methylparaben, Butylparaben, Triclosan, Ethylhexyl, Methoxycinnamate oder auch Bezophenone-1, -2 oder -3. Ich finde es immer wieder erschreckend, was uns Konsumentinnen und Konsumenten angedreht wird. Dazu die wunderbaren Bilder aus der Werbung: geschmeidige, schöne, gesunde Haut, glänzendes Haar… Wie ich mit mulmigen Gefühl feststellen musste, befinden sich hormonelle Stoffe in meinem Shampoo und meinem Conditioner – Produkte, die ich seit sicher 3 Jahren fast täglich brauchte… Also entweder ich lese auch bei Kosmetika die Liste der Inhaltsstoffe aufmerksam durch, oder ich fange an, Kosmetika selber herzustellen. Ist für Puder auf jeden Fall auf meiner „To Do“-Liste.

In der Reportage wird auf ein App aufmerksam gemacht, den ToxFox. Ich werde diesen in Kürze auf dem Blog vorstellen.

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Ei mit Tee

Ei Ei Ei… Da steht schon wieder Ostern vor der Türe. Und ich habe auf der Seite Tee-Tagebuch herausgefunden, dass ich Eier mit Tee färben kann. Was für eine tolle Idee!

Ich kaufe also im Bio-Laden 6 Eier von KAGfreiland-Hühnern. Die Hühner haben täglichen Auslauf im Freien und bekommen Biofutter ohne Leistungsförderer und Gentech. Zuhause dann der erste „Rückschlag“: von 6 Eiern sind nur 2 Weisse dabei.. und die Braunen eignen sich leider nicht zum Färben. Nun gut, dann werden eben nur 2 Eier gefärbt. Ich will den abgelaufenen Schwarztee herausholen, den ich für diese Aktion aufbewahrt habe und muss feststellen, dass mein Mitbewohner kräftig aufgeräumt und all den abgelaufenen Tee entsorgt hat (Rückschlag Nummer 2). So benutze ich zum Färben der Eier einen frischen Tee…

Eier natürlich färben mit Tee

Zuerst die Eier hart kochen, gleichzeitig einen Sud vorbereiten: ich habe dazu 4 TL losen Schwarztee und 1 EL Essig verwendet. Den Sud circa 10 Minuten ziehen lassen. Danach kommen die gekochten Eier rein und dürfen 15-20 Minuten darin baden. Wer Zeit und (alte) Strümpfe hat, kann mit kleinen Blättern schöne Muster auf dem Ei hinterlassen.

Ich habe nur 1 Ei mit Blätter-Muster gemacht. Das – wie ich finde – sehr hübsch geworden ist. Das andere Ei habe ich normal gefärbt. Da muss ich aber sagen: Das Ergebnis sieht aus wie ein normales braunes Ei (Rückschlag Nummer 3). Das kann man auch auf dem zweiten Bild gut erkennen. Wenn ihr also mit Schwarztee färbt, würde ich auf jeden Fall ein Blätter-/Blumenmuster auf dem Ei hinterlassen.

Und noch ein Tipp: Wenn ihr unsicher seid, ob ein rohes Ei noch essbar ist: Ei in ein Glas mit Leitungswasser eintauchen: Schwimmt es im Wasserglas oben auf, hat sich darin eine Luftblase gebildet – das Ei ist folglich alt! Ein frisches Ei sinkt immer auf den Boden (Quelle: oliv 3/2016).

Und wie färbt Ihr Eure Ostereier?

Slow Food Market in Bern

Vom 11. – 13. März 2016 fand erstmals der Slow Food Market Bern statt. Am Sonntag machten wir uns zu viert auf Vorschlag von Michèle auf den Weg an die BERNEXPO.

Die Slow Food-Bewegung „setzt sich ein für den Schutz der biologischen Vielfalt und für die Herstellung von Lebensmitteln unter fairen Bedingungen. Sie fördert die nachhaltige Landwirtschaft und Fischerei, die artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Erhaltung der regionalen Geschmacksvielfalt“ (Slow Food). Ein Konzept, welches ich auf jeden Fall unterstützenswert finde. Der Markt war gut besucht. Es hatte viele Aussteller zu Wein, Fleisch und Käse und es konnte auch degustiert werden. Wir haben frischen Apfelsaft getrunken & Frozen Joghurt gegessen. Mitgenommen habe ich mir ein Schweizer Bio-Leindotteröl.

Die Lust am Teilen

Kürzlich haben mein Mitbewohner und ich uns die NZZ Reportage „Die Lust am Teilen“ angesehen. Als WG teilen wir uns ja bereits eine Wohnung und dazu diverse Alltagsgegenstände wie Geschirr, Stabmixer und Bohrmaschine.

„Nutzen statt Besitzen – unter diesem Motto entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Initiativen und Unternehmen, die als Sharing Economy bekannt wurden. Der Trend kommt aus den USA, das Teilen ist inzwischen aber auch in Europa eine etablierte Form des Konsums, bei der Eigentum und Statussymbole in den Hintergrund geraten. Die Motivation dazu ist vielfältig: das Streben nach ökologischer Nachhaltigkeit, das Erproben solidarischer Lebensformen, der Wunsch nach Begegnungen mit Gleichgesinnten und nicht zuletzt finanzielle Beweggründe.“ (NZZ Format).

Die Reportage geht zuerst auf die FoodSavers bzw. auf Foodsharing ein (Essen teilen), dann wird das Konzept zu AirBnB erklärt (Wohnung teilen). Auch das Car Sharing (Auto teilen) wird aufgenommen und zwei Projekte werden vorgestellt: Mobility und Sharoo. Eine sehr interessante Idee fand ich das Konzept zu Sharely: Da viele Gegenstände nur selten gebraucht werden, können sie auf dieser Plattform vermietet werden. So vermietet Patrick einen Veloanhänger, Barbara einen Kinderautositz und Nadine ihr Raclette-Set. Und ich als Mieter spare Platz und Geld.