Bio Bistro im Gundeli

Ein Ort, an dem ich gerne zu Mittag esse, ist das Bio Bistro im Gundeldinger Feld (Dornacherstrasse 192, Basel). An warmen Tagen kann man wunderbar draussen speisen, aber auch innen ist es hell und gemütlich. Über Mittag kann es ganz schön voll werden, früh kommen lohnt sich. Das Konzept und das Essen überzeugen mich: Das Bistro engagiert sich sozial und bietet Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung Arbeitsplätze an. In der Küche werden vorwiegend regionale Produkte in Bio-Qualität sowie ProSpecieRara-Produkte verarbeitet. „ProSpecieRara ist eine schweizerische, nicht-Profit-orientierte Stiftung. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren“ (Quelle: ProSpeciaRara).

Kartoffelvielfalt
ProSpecieRara

Es hat immer Vegi-Menüs und am Freitag gibt es auch ein veganes Menü.

Das Bistro gibt es seit 2002 und ist mit der Bio-Knospe (Bio Suisse) zertifiziert. Dazu kommt noch ein Bienenvolk auf dem Dach – den süssen StadtHonig kann man auch im Bistro kaufen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 – 17.00 Uhr. Warme Küche von 12.00 – 14.00 Uhr.

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Eine gesunde Brotdose

Weihnachten steht vor der Tür und ich sitze mit meiner Schwester beim Mittagessen. Die Kinder sollen belegte Brote oder Essen mit in Kindergarten und Schule nehmen können. Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten: Brot-Dosen aus Plastik (kommen nicht in Frage), aus Aluminium (da bin ich kritisch) oder aus Edelstahl.

Ich beschäftige mich ein wenig ausführlicher mit Aluminium und finde heraus: „Das Leichtmetall Aluminium macht in jeder Herstellungsphase enorme Umweltprobleme und stellt auch ein Risiko für die Gesundheit dar“ (Quelle: Akte Aluminium).

Somit ist die Entscheidung gefällt: Die Kinder bekommen zu Weihnachten je eine Brotdose von LunchBots aus 18/8 Edelstahl geschenkt.

Gefunden habe ich die hübschen Dosen bei Wert&Voll. Bei der Bestellung habe ich angegeben, dass bitte möglichst wenig Plastik verwendet werden soll. Die Inhaber, Nik und Nicole Berva, antworten dazu prompt:

„Super, dass Sie möglichst wenig Plastik verwenden wollen, das wollen wir auch! Falls wir Plastik oder sonstige Kunststoffe zum Einpacken verwenden, sind dies ausschliesslich Materialien, welche schon einmal verwendet wurden. Wir kaufen kein neues Plastikeinpack-Material dazu. Also alles wird recyclet“.

Bin also sehr zufrieden, und das Paket trudelt auch superschnell bei mir ein.

Anbieter von Brotdosen aus Edelstahl, die ich kenne:

  • Jacqueline Linder hat 2008 LunchBots in Kalifornien gegründet. Sie schreibt: „LunchBots ist ein Familienunternehmen und unsere Mission ist so einfach wie ambitioniert: wir wollen die qualitativ hochwertigsten, schönsten und gesündesten Lebensmitteldosen der Welt anbieten“.
  • Ein anderes Unternehmen, welches Produkte aus Edelstahl anbietet, ist ECO Brotbox, gegründet im Jahr 2014 von Mustafa Demirtas. Mittlerweile arbeiten 5 Leute für ECO Brotbox in Deutschland.

Seife statt Duschgel

Eine weitere Idee, wie man ganz einfach auf Plastik verzichten kann: Keine Flüssigseife in Plastikverpackung kaufen, die man dann wegwerfen muss. Stattdessen ganz normale, feste Seife – diese ist erst noch viel sparsamer als die Flüssigseife.

Ich habe mir neben der Seife zum Händewaschen eine Ölivenöl-Seife als Ersatz für das Duschgel in der Plastikflasche gekauft. Da gibt es ja eine unglaubliche Auswahl! Die Olivenöl-Seife  fand ich in der „Patounis Seifen-Fabrik“ in Korfu’s Hauptstadt. Dort wird heute noch handgemachte Seife nach überlieferter Art hergestellt. Und zwar aus 100% reinem, gepressten Olivenöl. Verkauft werden die Seifen auch offen, d.h. ohne Verpackung!

Bei der nachhaltigen Stadtführung in Wien habe ich mir noch die Natur-Honig-Seife (unparfümiert, ungefärbt) von der Haslinger Seifen & Kosmetik mitgebracht. Die Seife wurde per Hand in Papier verpackt.

Und welches ist Deine Lieblingsseife?

Guten Morgen Joseph!

Bei einem Wienbesuch darf auch ein Abstecher zur Joseph-Bäckerei nicht fehlen. Mein Freund und ich waren zu einem späten, zweiten Frühstück an der Landstrasser Haupstrasse 4 anzutreffen. Dort befindet sich nämlich das Bistro von Joseph. Als besonders gemütlich würde ich es nicht beschreiben, aber hell & freundlich mit effizientem Service.

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Was macht nun den Joseph zu etwas Besonderem?

  • Alle Zutaten sind 100% biologisch und möglichst aus der Region.
  • Der Teig wird von Hand geknetet, ruht bis zu 48 Stunden lang und wird danach 2x gebacken.

Wir haben das „Joseph Vegetarian Omlett“ (EUR 7.10) und einen „Beauty and the Beets“-Smoothie (EUR 4.60) ausprobiert. Der Smoothie wird in einem hübschen Glas – leider mit Strohhalm – serviert.

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Öffnungszeiten Bistro: Montag – Freitag, 8.00 – 21.00 Uhr, Samstag, Sonntag & Feiertage 8.00 – 18.00 Uhr. Landstraßer Hauptstraße 4, 1030 Wien. Bequem zu erreichen mit der U3 und U4.

Trink Wasser!

In diesem Blogbeitrag gibt es Werbung! Und zwar für Wasser aus dem Hahnen! 🙂

Für all diejenigen unter uns, die in der glücklichen Lage sind, Leitungswasser trinken zu können: Tut es! So müsst ihr nämlich keine PET-Flaschen mit Mineralwasser mehr kaufen und könnt den Plastikflaschenverbrauch wunderbar einfach reduzieren.

Eine Studie von Dr. Niels Jungbluth zeigt:

  • Aus Umweltsicht ist es grundsätzlich zu empfehlen, Hahnenwasser als Getränk gegenüber Mineralwasser zu bevorzugen.

  • Ungekühltes, stilles Mineralwasser verursacht zwischen 90 und mehr als das 1’000-fache höhere Umweltbelastungen als Hahnenwasser. Der Unterschied wird umso grösser, je weiter das Mineralwasser transportiert wurde bis es zum Kunden gelangt.

Für zuhause ist es eine schöne Idee, einen Wasserkrug zu haben. So kommt das Hahnenwasser frisch auf den Tisch. Solche (Glas-)Krüge findet ihr auch 2nd Hand in Brockenhäusern oder auf Flohmärkten.

Wasser

Unterwegs oder im Büro bin ich ein grosser Fan von meiner „Klean Kanteen„-Flasche aus Lebensmittel-Edelstahl (Bisphenol A-frei). In der Schweiz gibt’s diese u.a. bei Transa für ca. CHF 30 im Laden zu kaufen.

KleanKanteen

Nachhaltig einkaufen in Wien

Wien einmal anders erleben – Sabrina bietet dazu nachhaltige Stadtführungen an. Da ich ihre Blog-Beiträge auf „ich mach es anders“ immer sehr spannend finde, und ich bald in Wien sein werde, schreibe ich Sie also kurz an. Wir verabreden uns für einen (windig-kalten) Samstagnachmittag und verstehen uns gleich super.

Nachhaltiges Wien
Nachhaltige Stadttour mit Sabrina ©Kristina Eggers

Sabrina zeigt mir lokale Geschäfte und kennt die einzelnen Konzepte, die dahinter stehen, sehr gut. Von Bio-Kosmetik über 2nd Hand Kleider bis zu Fair Fashion und Bio-Feinkostladen schauen wir uns alles an. Und kommen auch immer wieder ins Gespräch mit den Laden-Besitzern oder Mitarbeitenden, was ich sehr bereichernd finde. Geplant waren 1.5 – 2 Stunden für unsere Tour. Am Schluss sind wir 2.5 Stunden gemeinsam unterwegs und unterhalten uns prächtig. Unsere Wege trennen sich bei der „Markterei“ – doch hoffe ich , das dies nicht unser letztes Treffen war.

Wenn auch Du bald in Wien sein wirst, oder sogar in Wien wohnst, dann könnte eine nachhaltige Stadtführung doch auch für Dich interessant sein!

In nächster Zeit wird es auf jeden Fall einige Wien-Artikel auf meinem Blog geben! 🙂

Eine glänzende Pfanne

Da steht sie: die angebrannte Pfanne. Trotz mehrmaligem Putzen wurde sie einfach nicht sauber. Bald ist Metallabfuhr, man könnte sie also auch wegwerfen. Da muss es doch eine Lösung geben…

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Auf der Website Nachhaltigleben werde ich fündig: „Ist beispielsweise das Essen angebrannt, reicht es in der Regel, etwas Wasser im Topf oder in der Pfanne mit zwei bis drei Löffeln Natron beziehungsweise einem Tütchen Backpulver aufzukochen und einweichen zu lassen“.

Ich nehme also ein wenig Wasser, füge ein Päckchen Natron hinzu, koche das Ganze auf, lasse es abkühlen und putze es mit einem Schwamm aus. Die Pfanne glänzt! Es hat fantastisch geklappt – und die Pfanne darf weiterhin bei uns wohnen! 🙂

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Welche Erfahrungen hast Du mit ökologischem Putzen gemacht?

Ist unsere Erde überbevölkert?

Wie angekündigt eine kurze Film-Review von der BBC-Dokumentation „Don’t Panic – the Facts about Population„. Der schwedische Mediziner und Statistiker Hans Rosling hält eine wirklich tolle Präsentation, mit 3-D-Graphiken und überraschenden Inhalten.

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Prof. Hans Rosling

In Europa sowie Süd- und Nordamerika wird es keinen Zuwachs an Menschen mehr geben – die Bevölkerung bleibt mit je 1 Mrd. stabil. In Afrika wird die Bevölkerung von 1 auf 4 Mrd. Menschen anwachsen, und in Asien von 4 auf 5 Mrd.

Doch: Haben wir genügend Ressourcen für alle Menschen zur Verfügung? Gibt es genügend Nahrung und fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas? Hans Rosling vertritt die Meinung, es sei eine grosse Herausforderung. Gleichzeitig ist er sehr optimistisch. Dies weil auch in Afrika die Gesundheit zu- und die Armut abnimmt.

Im Film werden jedoch gewisse Themen, wie z.B. Agrar-Kolonialismus (Südkorea und China kaufen beispielsweise Land in Afrika auf) oder die 1-Kind-Politik und dessen Folgen, komplett ausgeblendet.