Alternative Banken

Da ich nicht ohne Bank leben kann, hab ich mich intensiv damit auseinander gesetzt, bei welcher Bank ich mein Geld haben möchte. In der Schweiz kenne ich zwei alternative Banken, die neben der Wirtschaftlichkeit ihrer Bankgeschäfte auf ethisch-ökologische Aspekte achten. Diese möchte ich Euch hier kurz vorstellen:

  • Die Alternative Bank Schweiz ABS: „Als sozial und ökologisch orientierte Bank verzichtet sie auf Gewinnmaximierung und stellt ihre ethischen Grundsätze immer in den Vordergrund. Das Geld der Kundinnen und Kunden investiert sie langfristig in soziale und ökologische Projekte und Unternehmen. Acht Förderbereiche profitieren von vergünstigten Konditionen. Um aufzuzeigen, was das Geld bewirkt, werden sämtliche Kredite veröffentlicht“. Die ABS wurde vor 25 Jahren (1990) gegründet. Mit dabei waren unter anderem die Aktion Finanzplatz Schweiz, verschiedene Hilfswerke, Greenpeace und der WWF. Sitz ist in Olten.
  • Die Freie Gemeinschaftsbank: „Die Freie Gemeinschaftsbank Genossenschaft setzt sich als erste Schweizer Bank eine spirituelle Erweiterung des Bankwesens zum Ziel. Sie strebt an, einen anderen Umgang der Menschen mit Geld zu fördern und den gesamten Geldfluss nach ethisch-spirituellen Kriterien zu gestalten. Die Freie Gemeinschaftsbank fördert Projekte, die Mensch, Tier und Umwelt zugute kommen. Sie versteht sich als gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Bank.“ Gründung war 1984 in Dornach. Sitz ist seit 1999 in Basel.

Ein interessanter Artikel (von 2012) findet ihr auch in der WOZ.

In Deutschland sind mir diese beiden alternative Banken bekannt:

  • Die UmweltBank: „Sie verbindet Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Als rein ökologische Bank konzentriert sie sich auf ein wesentliches Ziel: so viele Umweltprojekte wie nur möglich zu fördern“.  Gründung war 1997. Sitz ist in Nürnberg.
  • Die GLS Bank: „Als erste sozial-ökologische Universalbank zielt die GLS mit allem, was sie tut, darauf ab, nachhaltige, individuelle und gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Als Pionier sozial-ökologischer Bankarbeit investiert sie das angelegte Geld sinnstiftend und transparent“. Gründung bzw. Anmeldung der „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken eG“ war 1974. Sitz ist in Bochum.

In Österreich gibt es ein Projekt zur Gründung einer Bank für Gemeinwohl. „Diese erste ethische Alternativbank Österreichs stellt gesellschaftliche Verantwortung in den Mittelpunkt ihres Handelns“.

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Das Gute liegt so nah…

Am Wielandplatz 8 (ganz in der Nähe des Schützenmattparks) in Basel liegt die Café Bar „Radius 39„. Viele der Speisen sind selbstgemacht, was dazugekauft wird, ist meist nicht weiter als 39km vom Wielandplatz entfernt produziert worden.

Meine Freundin und ich waren über Mittag in dem Quartiercafé zum Essen. Angeboten wurden zwei Menüs. Wir bestellten die Sauerkrautquiche (CHF 7.50) mit Salat (CHF 6.50) und die vegane Kürbis-Kokos-Suppe (CHF 8.50). Beides war sehr lecker. Zum Dessert gab’s ein Stück hausgemachter Schokokuchen (CHF 5.-). Getrunken haben wir „Tee im Kännli“ und einen Apfel-Quitten-Saft vom Brunnenhof in Metzerlen.

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Im Café gibt es auch einen Laden mit Produkten aus der Region, die direkt beim Produzenten bezogen werden (der Zwischenhandel wird ausgelassen).

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Der Laden im Radius 39

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 9.00 – 20.00 Uhr, Samstag, 9:00 – 17.00 Uhr. Am Samstag gibt es einen Brunch für CHF 23.-.

Papier sparen – Kassenzettel digital erhalten

Vermutlich geht es vielen von Euch wie mir. Beim Einkaufen verneint ihr die Frage nach dem Kassenzettel. In der Schweiz hat man nun bei Coop die Möglichkeit, sich den Kassenzettel per Mail zustellen zu lassen – sofern man im Besitz der Supercard ist. So kann man auf den Ausdruck des Kassenzettels verzichten, was den Verbrauch von Papier erheblich reduziert. Ein einfacher Beitrag für den Umweltschutz!

Ein biologischer Apéro im Café Bistrot Flore

Einen langen Arbeitstag lasse ich gerne mit Freunden ausklingen. In Basel gibt es einen neuen Ort, an dem man gemütlich einen Apéro trinken kann, mit guter Musik und leisem Stimmengewirr im Hintergrund: Das Café Bistrot Flore.

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Besonders gefreut hat mich die grosse Auswahl an biologischen und bio-dynamischen Weinen. Weil Knospe-Winzer auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichten, laufen die natürlichen Prozesse im Boden ungestört ab.  Ein lebendiger Rebberg mit kräftigen, robusten Reben und einem gesunden Boden ist die Grundlage für Bio-Weine (Quelle: Bio-Suisse). Bei den bio-dynamischen Weinen ist nicht nur der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger zwingend, zusätzlich ist der Einsatz von biodynamischen Präparaten erforderlich. Mehr zu „Bio“ hier.

IMG_1575Das Café Bistrot Flore ist geöffnet von Montag bis Samstag, 9.00 – 22.00 Uhr. Du findest es in der Klybeckstrasse 5 in Basel.

 

 

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For an English/Norwegian article about Flore please visit the Blog of Vibeke!

Filmabend “Overpopulated. Don’t Panic”: 22.11.2015 in Basel

Der Verein „Occupy Basel“ lädt zum 66. Mal zu einem Ihrer Filmabende ein. Wir waren schon ein paar Mal mit dabei und können diese Abende inklusive feinem, veganen Znacht nur empfehlen!

Der Film “Don’t Panic” zeigt „ein spektakuläres Portrait unserer sich schnell ändernden Welt. Mit über 7 Millarden Menschen zurzeit sehen wir oft angstvoll der Zukunft entgegen, aber der weltberühmte Statistikprofessor Hans Rosling hat eine erstaunlich erbauliche Nachricht für uns. Denn wir haben das Problem der Überbevölkerung und der extremen Armut erkannt und sind bereits dabei, es zu bekämpfen – in wenigen Generationen wird die Bevölkerungsexplosion zu Ende sein“. Für all diejenigen, die nicht an den Filmabend kommen können, werde ich gerne einen Review schreiben!

Sonntag, 22. November im LoLa Quartierzentrum St. Johann, Basel. Türöffnung 18:00 Uhr, Filmbeginn 18:30 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

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Voices of Transition

Ein gut gemachter Dokumentarfilm ist „Voices of Transition“ von Nils Aguilar, einem deutsch-französischen Filmemacher. Das Wort Transition heisst „Übergang“, „Wechsel“ oder „Wandel“. Die allererste Transition Town (Stadt im Wandel) war Totnes in England (seit 2006). Totnes führte auch den Totnes Pfund ein – eine lokale Währung, welche die lokale Wirtschaft stärken soll.

In Transition Towns bzw. in Transition Initiativen geht es darum, sich gemeinsam auf lokaler Ebene den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Zum Beispiel: Verbrauch und Verknappung von Erdöl, Klimaveränderung, Verkehr, Lebensmittelherstellung. Transition Initiativen beruhen auf den drei Permakultur-Prinzipien:

  1. Achtsamkeit im Umgang mit der Erde,
  2. Sorgsamkeit im Zusammenleben mit anderen Menschen,
  3. Gerechtes Teilen.
Die Leigh Court Farm in der Nähe von Bristol
Die Leigh Court Farm in der Nähe von Bristol

Auch in der Schweiz sind Veränderungen im Gang. Es gibt zum Beispiel den Verein Neustart Schweiz, der eine Verbesserung der Lebensqualität für alle bewirken möchte. Damit solche Bewegungen erfolgreich sind, braucht es Menschen, die sich einsetzen. Falls zu wenig Zeit für aktives Handeln vorhanden ist, sind die Organisationen auch immer froh um Spenden.

Bio Café Finca Aloe auf La Palma

Wer das Glück hat, gerade auf der wunderschönen, grünen Insel La Palma zu sein, dem empfehle ich einen Besuch im Bio Café Finca Aloe. Angeboten werden frische Säfte, Kräutertees aus dem Garten, Kaffee und Kuchen, Vollkornbrot aus dem Steinbackofen, Salate und vegetarisches Essen. Dazu bekommt man eine wunderbare Aussicht bis hinunter ans Meer.

Wir haben uns gesunde Smoothies (einer davon mit Aloe Vera) bestellt, dazu zwei leckere Salate und zum Dessert ein Stück Kuchen. Preislich liegen die Salate bei ca. 7 Euro.

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Es hat auch einen kleinen Laden am Eingang mit selbstgemachten Leckereien. Mitgenommen haben wir eine rote Kaktusfeigenmarmelade, die aber leider unseren Konsistenztest nicht bestanden hat: Trotz Agar-Agar glich die Marmelade mehr einer flüssigen Sauce.. Schade.

Das Café liegt am Wanderweg zu den Cuevas de Buracas bei Las Tricias und ist täglich geöffnet von 12:00 – 17:00 Uhr.

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