Anständig leben

Das BucFotoh von Sarah Schill „Anständig leben“ habe ich letzten Herbst gelesen. Die deutsche Autorin mit Jahrgang 1977 hat einen Selbstversuch unternommen, der mit „einem Monat vegan“ startet. Auslöser für ihren Selbstversuch war die Messung des ökologischen Fussabdrucks – dieser stellt unseren Verbrauch dem Angebot der Erde gegenüber. Du kannst Deinen Fussabdruck auf der Website des WWF errechnen lassen. Und eine Möglichkeit, den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren, besteht darin, weniger oder kein Fleisch mehr zu essen. Diesem Weg folgt Sarah Scholl. Und was sie dabei erlebt, erzählt sie einfach und unterhaltsam in ihrem Buch.

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Melamin-Produkte versus Bambus-Produkte

Kürzlich hat mich eine Arbeitskollegin, die eine kleine Tochter hat, gefragt, was ich von den Rice-Produkten halte. Da Kinder (und manchmal auch Erwachsene) ja gerne mal einen Teller oder ein Glas auf den Boden schmeissen, fand sie die bunten Rice-Produkte aus Melamin ideal als Kindergeschirr. Ich selber habe keine Rice-Produkte zu Hause, mir sind die farbigen und hübsch anzusehenden Teller und Tassen der dänischen Firma jedoch auch schon in den Geschäften aufgefallen.

Zeit also, für eine kurze Recherche, die Folgendes ergibt:

  • Aussage Website Rice: „Wir legen höchsten Wert darauf, dass unser RICE Melamin den höchsten Qualitätsstandards entspricht“.

Dann stellt sich mir die Frage, was genau ist eigentlich Melamin? Folgende Definition konnte ich finden:

  • „Grundsätzlich ist Melamin-Geschirr schon Plastik, genauer gesagt ein sogenannter duroplastischer Kunststoff“.

Okay, und wie verhält sich dieser Kunststoff im Alltag?

  • Auf gesund24.at fand ich folgenden Artikel: „Bei 70 Grad Celsius werden die Ausgangsstoffe Melamin und Formaldehyd freigesetzt und landen im Essen. … Melamin wird nachgesagt Blasen- und Nierensystemerkrankungen hervorzurufen“.

Klingt nicht so toll. Was kann ich also nun meiner Arbeitskollegin empfehlen? Porzellan kommt für Kinder ja eher weniger in Frage. Eine tolle Alternative zu Melamin-Produkten sind Produkte aus Bambus! Bei Changemaker (mittlerweile in fast allen Schweizer Städten vertreten oder auch online) gibt es z.B. ein „Kids Cup Set“ „aus Bambus und anderen natürlichen Pflanzenfasern. Ebenso resistent wie Plastik, aber gesünder für die Kinder und die Umwelt. Für kalte und warme Speisen geeignet und bequem in der Abwaschmaschine waschbar“. Falls jemand Erfahrung mit diesem Produkt hat, bin ich gespannt auf die Bewertung! 🙂

Meine Edelstahldosen von Kivanta

DoseSpätestens nach dem Lesen von „Plastikfreie Zone“ war für mich klar: Auf Plastikbehälter wie Tupperware möchte ich in Zukunft verzichten.

Warum? Hier ein paar Argumente:

  • Plastik wird aus der immer wie knapper werdenden Ressource Erdöl hergestellt.
  • Plastik ist praktisch nicht biologisch abbaubar.
  • Plastikbehälter können den Weichmacher Bisphenol A (BPA) enthalten.

Und was sind die Alternativen? Ich habe mich für die wunderschönen Edelstahldosen der Firma Kivanta entschieden. Garantiert ohne Bisphenol A und aus reinem lebensmittelechtem Edelstahl. Die grosse Dose (450ml) eignet sich perfekt, um zum Beispiel einen Reissalat mit ins Büro zu nehmen. Für heisse/warme Lebensmittel sind diese Dosen nicht geeignet.

Plastikfreie Zone

Gerade habe ich das Buch von Sandra Krautwaschl fertig gelesen. Die Österreicherin war so inspiriert von dem Film „Plastic Planet„, dass Sie und Ihre Familie ein Experiment starteten: Leben ohne Plastik! Aus dem zuerst 1-monatigen Experiment, das viele sowieso für unmöglich hielten, wurden 6 Jahre! Sandra Krautwaschl erzählt in ihrem Buch wunderbar unkompliziert und gibt viele praktische Tipps. Ihren Blog findet ihr unter http://www.keinheimfuerplastik.at/

Mich hat das Buch auf jeden Fall ermutigt, auf meinem Weg weiterzumachen, und wo immer möglich auf Plastik zu verzichten. Um nicht mehr auf Plastikbehälter (Tupper) angewiesen zu sein, habe ich in wunderschöne Edelstahldosen investiert und grosse Freude daran. Solche Dosen gibt es von Kivanta und Klean Kanteen.

Und wie reduzierst Du deinen Plastikverbrauch im Alltag?

Taste the waste

Kürzlich habe ich mir zum zweiten Mal den Film „Taste the Waste“ (2011) vom deutschen Dokumentarfilmer Valentin Thurn angeschaut. Unglaublich, wie wir mit Lebensmitteln umgehen. Da werden in Supermärkten noch gute Lebensmittel (z.B. Milchprodukte wie Joghurt) bereits 6 Tage vor Ablaufdatum aus den Regalen genommen und weggeworfen. Angeblich, weil die Konsumenten diese nicht mehr lange haltbaren Lebensmittel sowieso nicht mehr kaufen. Oder die Hälfte der Kartoffelernte bleibt auf den Feldern liegen – ganz einfach weil die Kartoffeln zu gross oder zu klein sind. Was für eine Verschwendung!! Mehr Infos über den Film http://tastethewaste.com/

Film Taste the Waste
Film Taste the Waste

Der Film zeigt auch gute Alternativen auf, z.B. https://foodsharing.de (Seite auch für die Schweiz gültig). Bei FoodSharing werden Lebensmittel geteilt, anstatt weggeworfen.

Und was sind Eure Ideen, um Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen?

Willkommen!

Schön, dass Du auf meinem Blog gelandet bist! Schon länger befasse ich mich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Plastik, lokaler und saisonaler Ernährung. Zeit also, meine gewonnen Erkenntnisse mit Dir zu teilen! Ich freue mich über Deine Kommentare.